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Beetpflanzen

Pfingstrosen richtig pflanzen

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Pfingstrosen richtig pflanzen

Pfingstrosen sind im Mai der absolute Hingucker im Beet. Sie begeistern mit ihren prachtvollen Blüten bereits seit mehr als 2000 Jahren. Trotz ihres Namens gehört die Pfingstrose nicht zu den Rosengewächsen. Zunächst wurden Sie den Hahnenfußgewächsen zugerechnet. Heute bilden sie eine eigene Pflanzengattung mit weltweit 32 Arten.

Stauden, Halbsträucher und Sträucher

Die Gattung der Pfingstrosengewächse umfasst Stauden, Halbsträucher und Sträucher. Der grundlegende Unterschied zwischen Stauden- und Strauchpfingstrosen besteht in der Form der Überwinterung. Die oberirdischen Teile der Staudenpfingstrosen ziehen sich im Winter komplett in die Erde zurück. Sie bilden dicht unter der Oberfläche knollenartige Speicherwurzeln, an denen sich die Überwinterungsknospen befinden. Die Strauchpfingstrosen erzielen zumeist einen höheren Wuchs und verlieren im Winter ihre Blätter. Es gibt allerdings auch Unterschiede bei der Pflanzung und dem Wuchs.

Strauchpfingstrosen

Strauchpfingstrosen
Diese Pfingstrosenart bildet aufrechte Sträucher, die nur schwach verzweigt, aber dafür auffallend dicktriebig sind. Die größten Sorten können eine Höhe von über zwei Meter erreichen und sich im Alter annähernd auf das Doppelte ausbreiten. Insgesamt ist der Pflanzenwuchs der Staudenpfingstrosen recht langsam. Sehr früh im Jahr treiben die großen Knospen aus. Die Blätter der Strauchpfingstrose sind zumeist doppelt gefiedert und wechselständig. Ihre Farbpalette reicht von Hellgrün bis Blaugrün. Die Blüten decken das gesamte Farbspektrum ab: Verschiedene Rot- und Rosatöne, Gelb und Weiß. Die Blütezeit der Strauchpfingstrosen beginnt ab Mitte Mai. Ihre Blüten sind deutlich größer als die der Staudenpfingstrosen und können Durchmesser von mehr als 25 Zentimeter erreichen.

Staudenpfingstrosen

Staudenpfingstrosen
Staudenpfingstrosen erreichen nicht die gleiche Höhe wie Strauchpfingstrosen. Je nach Art und Sorte werden sie maximal kniehoch. Sie wachsen horstig und aufrecht. Ihre Blätter sind wechselständig, unpaarig gefiedert und sitzen an recht kräftigen Stielen. Im Frühjahr ist der junge Austrieb zumeist auffallend dunkelrot gefärbt. Die Blütezeit der Staudenpfingstrosen beginnt ungefähr einen Monat vor ihren Namensvettern, den Rosen. Sie blühen je nach Witterung bereits ab Ende April, spätestens Anfang Mai. Wie bei den Strauchpfingstrosen liegen verschiedene Farben im Spektrum von Weiß bis Dunkelrot vor.

Standort und Bodenbeschaffenheit

Standort und Bodenbeschaffenheit
Im Gegensatz zu den meisten anderen Gartenpflanzen bevorzugen Pfingstrosen eher humusarme Böden, die einen hohen mineralischen Anteil haben. Insgesamt sind sie sehr anpassungsfähig. Sie lieben einen schweren und lehmigen Boden, der eine gleichmäßige Feuchte aufweist. Zu trocken Boden mögen sie nicht. Auch kommen sie mit starkem, von großen Gehölzen ausgehendem Wurzeldruck nicht zurecht. Der Standort für Strauchpfingstrosen sollte nicht zu geschützt und warm sein. Denn dann treiben die Sträucher sehr früh aus und sind dann entsprechend spätfrostgefährdet.

Pflanzung

Pfingstrosen werden am besten im September gepflanzt. So haben die Pflanzen genug Zeit zum Einwurzeln, bevor der erste Frost kommt. Bei der Pflanzung ist eine wichtige Grundregel zu beachten: Strauchpfingstrosen werden tief gepflanzt, während Staudenpfingstrosen flach in den Boden gesetzt werden. Stecken Staudenpfingstrosen zu tief in der Erde, bilden sie oft nur Blätter, auf die Blüte wartet man vergebens. Strauchpfingstrosen werden bei der Kultivierung auf Wurzelstücken von Staudenpfingstrosen veredelt. Daher müssen sie tief gepflanzt werden. Die Veredelungsstelle sollte sich etwa drei Finger breit im Erdboden befinden. Das Edelreis der Strauchpfingstrose muss unbedingt eigene Wurzeln bilden, da es auf Dauer keine Verbindung mit der Staudenpfingstrose eingeht.

Pflegetipps

Die Düngung der Pfingstrosen erfolgt im zeitigen Frühjahr. Vitalität und Knospenbesatz für die bevorstehende Blütezeit lässt sich mit einem kalium- und phosphatreichen Dünger erzielen. Allerdings sollte dieser organischen Ursprungs sein, denn Kompost verträgt die Pfingstrose nicht. So anspruchslos die Pfingstrose in der Haltung ist, so anspruchslos ist sie auch in der Pflege. Die Gewächse sind äußerst langlebig, ohne dass viel Aufwand betrieben werden muss. Bei Staudenpfingstrosen können die alten Stängel im Spätwinter entfernt werden.

Strauchpfingstrosen müssen nicht geschnitten werden. Sie bilden auch ohne Schnittmaßnahmen eine ausgewogene Krone, die viele Blüten trägt. Sollte aus gartengestalterischen Maßnahmen einmal ein Schnitt nötig werden, kann bei gut eingewurzelten Strauchpfingstrosen der Schnitt bis ins alte Holz geführt werden.

Sowohl für Stauden- als auch für Strauchpfingstrosen kann eine Stütze sinnvoll sein. In schneereichen Wintern sind die etwas spröden und brüchigen Triebe der Strauchpfingstrose bruchgefährdet. Indem die Triebe im Herbst locker mit einem Strick zusammengebunden werden, können sie sich gegenseitig stützen. Staudenpfingstrosen können für ihren Wuchs von einem Staudenhalter unterstützt werden.

Pfingstrosen für die Vase

Mit dem Abschneiden von Blüten für die Vase sollte mindestens drei, besser vier Jahre gewartet werden. Und dann sollte nur maximal ein Drittel der Blüten abgeschnitten werden. Ansonsten steht der Pflanze nicht mehr genug Blattmasse für die Photosynthese zur Verfügung. Und selbstverständlich gilt auch hier wie bei vielen Blühpflanzen: Zu viel Schnitt mindert die Blütenpracht im Folgejahr. Geschnitten wird, wenn die Blüte noch geschlossen ist und erste Farbe zeigt. Bei leichtem Druck sollte sie etwas nachgeben. Öffnet sich die Blüte in der Vase nicht, wird die Blüte kurz in Wasser geschwenkt, das mit etwas Spülmittel versetzt ist. So löst sich eventuell vorhandener Zuckersaft auf der Blüte, der sie am Öffnen hindert.

Expertentipp

Grundsätzlich sind Staudenpfingstrosen sehr langlebig. Die Gefahr der Überalterung ist bei dieser Pflanzenart nicht gegeben. Entsprechend entfällt eine Teilung als Verjüngungsmaßnahme. Im Gegenteil, Pfingstrosen werden von Jahr zu Jahr prachtvoller, wenn nicht eingegriffen wird. Lediglich beim Umpflanzen sollte die Staudenpfingstrose vor dem Einsetzen am neuen Standort unbedingt geteilt werden. Dann wächst sie in der Regel sehr gut an und steht schnell wieder in voller Blüte. Ungeteilt kümmert die Staudenpfingstrose häufig über Jahre vor sich hin.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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