Agaven wurden gegen Ende des 15. Jahrhunderts von den Spaniern aus Südamerika und Mexiko nach Europa importiert. Mittlerweile sind sie auch im Mittelmeerraum heimisch. Uns erfreuen Agaven seither vor allem als Kübelpflanzen, denn winterhart sind die dekorativen Wüstenpflanzen meist nicht. Sie können unter guten Bedingungen beträchtliche Größen und ein hohes Alter erreichen. Pflegeleicht sind die Gewächse mit den auf der Erde aufliegenden Blattrosetten und den scharf gezähnten Blatträndern und harten Blattspitzen jedoch nicht.
Ideale Standorte
Die Herkunft der Agaven lässt erahnen, dass sie warme und sonnige Standorte auf Terrassen, Balkonen oder in Gärten bevorzugen. In unseren Breiten können Agaven von Mai bis Oktober im Freien kultiviert werden. Wer in einer Gegend mit außerordentlich mildem Klima lebt, kann versuchen, die Pflanzen mit entsprechenden Schutzmaßnahmen im Freien zu überwintern. Dazu sollten die Pflanzgefäße an einen geschützten und trockenen Standort gestellt werden, beispielsweise an eine Hausmauer, die von einem Dach überragt wird.
Korrekte Bewässerung

Staunässe vertragen Agaven in keinem Fall. Generell sollten die dickblättrigen Pflanzen, die Wasser in ihren Blättern speichern, sowohl im Sommer als auch im Winter sparsam gegossen werden. Die Wurzeln dürfen jedoch nicht vollständig austrocknen. Agaven sollten immer dann mit etwas Wasser versorgt werden, wenn die Erdoberfläche leicht angetrocknet ist. Zum Gießen eignet sich kalkarmes Regenwasser ausgezeichnet. Alternativ kann kalkarmes oder notfalls entkalktes Leitungswasser direkt auf das Substrat gegeben werden.
Substrat und Düngergaben

Bezüglich des Substrats sind Agaven eher anspruchslos. Speziell für Kakteen und Sukkulenten entwickeltes Substrat ist ideal. Aus Quarzsand, Lava-Granulat und Bimskies kann es selbst gemischt werden. Wichtig ist, dass das Erdreich gut durchlässig ist. Manche Hobbygärtner empfehlen das Düngen im Frühjahr und im Sommer. Wer sich ein recht schnelles Wachstum wünscht, sollte alle 14 Tage etwas Universaldünger in das Gießwasser mischen.
Überwinterung
Spätestens wenn die ersten Nachtfröste angekündigt werden, sollten Agaven in ihr Winterquartier umsiedeln. Während der kalten Jahreszeit benötigen sie einen kühlen und hellen Standort, Treppenhäuser oder kühle Schlafzimmer mit Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad Celsius sind hervorragend geeignet.
Sowohl beim Transport als auch bei der Wahl eines Standorts in Innenbereichen ist Vorsicht geboten. Die spitzen Dornen er Blattränder sind scharf und gefährlich. Sie können zu unangenehmen und schmerzhaften Verletzungen führen, die lange brauchen, um abzuheilen. Bei großen Exemplaren können Korkstücke zum Schutz auf die besonders harten Spitzen gesteckt werden.
Beliebte Sorten und die Blüte
Beliebte Sorten sind die großwüchsige ‘Agave americana’, auch Hundertjährige Agave genannt, und die Unterart ‘Agave americana Marginata’, die mit dekorativen, gelb gefärbten Blatträndern begeistern. Agaven werden vor allem aufgrund der dekorativen Blattrosette in Kübeln kultiviert. Eine Blüte hingegen erscheint nur ein einziges Mal und ist ungewiss.
Expertentipp
Agaven können leicht vermehrt werden, denn sie bilden oberirdische Ausläufer, die entfernt und in Töpfe gesetzt werden können. Das Tragen von Handschuhen beim Trennen und Pflanzen wird zwingend angeraten. Das Vermehren über Samen ist ebenfalls möglich, jedoch sehr langwierig.
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