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Beetpflanzen

Margeriten Pflege

Lars Reibemann

Veröffentlicht

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Margeriten zählen zu den Gewächsen, die am häufigsten in unseren Gärten anzutreffen sind. Aber sie zieren nicht nur die Beete, sondern machen auch in Kübeln und Balkonkästen eine überaus ansprechende Figur. Dabei gelten die Korbblütler als überaus pflegeleicht und anpassungsfähig. Dennoch kann es nicht schaden, einige Hinweise zu befolgen und die Pflege nicht allzu nachlässig zu betreiben.

Der Standort: Sonnig und windstill

Die Margerite liebt es sonnig und windgeschützt, ihre Blütezeit reicht von Mai bis in den Spätherbst. In schattiger Umgebung fallen die Blüten deutlich weniger zahlreich aus, und das Wachstum verlangsamt sich. Die hochwachsenden Varianten sollten mit einer Standhilfe stabilisiert werden, die Strauchmargeriten begnügen sich mit einer wesentlich geringerer Fläche. Bei der Standortwahl sind diese Voraussetzungen zu beachten, ob bei der Topfbepflanzung oder im Freiland. Der Blumenkübel muss den doppelten Durchmesser des Wurzelballen haben.

Ein lehmig-sandiger Boden mit hohem Nährstoffanteil wird von der Margerite (lat. Leucanthemum) bevorzugt. Wegen ihrer Anspruchslosigkeit gedeiht sie auch bei weniger idealen Bedingungen und sogar im Halbschatten. Die Wiesenwucherblume, so ein weiterer geläufiger Name, sollte zu den Nachbarpflanzen allerdings gebührenden Abstand halten, damit das Wachstum ungestört verlaufen kann und sich das Wurzelwerk nicht wechselseitig behindert.

Der Gärtner begeht allerdings einen schweren Fehler, wenn er die Pflanze nach dem Erwerb im Pflanzcontainer verbleiben lässt. Der ist immer zu eng und wird komplett durchwurzelt. So bleibt der Staude zu wenig Erde, und die Nährstoffversorgung fällt karg aus. Zusätzlich verringert sich das Wasserrückhaltevermögen. Als Folge wächst die Pflanze nicht über mehrere Jahre, oder sie geht sogar ein. Also gehört die Margerite sehr bald in einen Kübel mit hochwertiger Blumenerde.

Welche Arten gibt es?

Bekannt sind über 40 Arten der Margerite. Bis vor wenigen Jahren rechnete man die Pflanze übrigens zu den Chrysanthemen. Der botanische Name bezieht sich übrigens auf die zu erwartende Farbe der Blüte. Die griechische Bezeichnung meint „Weiße Blume“. Man unterscheidet die Wiesen-Margarite, auch „Maikönigin“, mit dem Namenszusatz „vulgare“ von der Sommer-Margerite, genauer „Maximum-Hybride“, dem „Gruppenstolz“.

Die Weißblütler kommen in Europa auch als Wildpflanzen vor. Durch Züchtungen entstanden diverse Formen, so eine kleinwüchsige Margerite „Laspider“ oder „Manhattan“, deren Blüten 15 Zentimeter groß werden. Die Sorte „Broadway Lights“ hat sogar gelbe Blüten.

Das Anpflanzen: Auf Abstand mit viel Wasser

Nach den Eisheiligen, mit Beginn des Monats Mai, werden die Nächte milder. Nun droht kein Frost mehr, und damit beginnt die optimale Pflanzzeit für sämtliche Sorten der Wiesenblume. Man bekommt sie als Staude, aber auch eine Aussaat ist möglich. Die Pflanze breitet sich schnell aus, wenn sie ein passendes Plätzchen finden konnte. Die „Wiesenmargerite“ kann sich sogar selbst säen, im Gegensatz zur Staude.

Die angemessene Pflanztiefe beträgt etwa 20 Zentimeter. Ein Abstand von 40 Zentimetern zur umliegenden Bepflanzung sollte schon einzuhalten sein, denn die Margerite breitet sich gern buschig aus. Und die Neuankömmlinge gut wässern, damit sie ihre Blütenpracht beizeiten entwickeln können.

Margeriten pflegen

Die fürsorgliche Pflege dankt die Margerite mit stattlichen Blüten. Regelmäßig sollte der Blumenfreund im Sommer zur Gießkanne greifen, am besten zweimal am Tag. Bei Trockenheit lässt die Pflanze die Köpfe hängen, und ihre Blätter machen schnell schlapp. Staunässe jedoch ist zu vermeiden, und das Verblühte fällt nicht von selbst ab. Deshalb ist regelmäßiges Ausputzen und Zurückschneiden immer notwendig. So fördert der Botaniker das Nachtreiben ihrer Blüten, das er durch die regelmäßige Gabe eines Flüssigdüngers zusätzlich fördert. Auch Depotdünger ist eine Empfehlung wert, der, rechtzeitig im Frühjahr eingearbeitet, für die Saison ausreicht. Für eine gute Entwicklung setzt man die Margerite nach drei Jahren an einen anderen Platz oder teilt sie.

Düngen und Schneiden

In ihrer natürlichen Umgebung findet sich das Gewächs sehr oft auf einem kalkarmen Boden. Tatsächlich ist die Pflanze überaus anspruchslos und benötigt im Normalfall kein künstliches Zuführen von Nährstoffen. Will sich der Gartenliebhaber jedoch einer üppigen Blütenpracht erfreuen, kann er durchaus nachhelfen. Dann verabreicht er alle vierzehn Tage eine geringe Dosis Flüssigdünger, auch Düngestäbchen konnten sich bewähren, wie auch der traditionelle Kompost. So muss die Margerite nicht darben, jederzeit sind die wichtigen Nährstoffe für die Knospen- und Blütenbildung verfügbar.

Sind Pflanzenteile verblüht, wirkt dies unsauber, und der Gärtner greift zur scharfen Schere. Aber nicht nur die Ästhetik leidet, denn die Margerite reagiert auf den Verfall mit der verstärkten Produktion von Samen. Nach erfolgtem Beschnitt gelingt ihr dies allerdings nicht, und sie bildet wieder vermehrt Blüten aus. Der Blütenkopf ist restlos zu beseitigen. Die kahlen Stängel sind zwar unansehnlich, ihr Entfernen ist aber nicht notwendig, obwohl unbedenklich.

Das Umtopfen

Wie bereits erwähnt, braucht die Blütenfülle der Margerite immer ausreichend Platz. Deshalb geht es zeitig ans Umtopfen, was die Pflanze zusätzlich mit neuen Nährstoffen versorgt. Besonders nach der Ruhe eines langen Winters nimmt das Gewächs die fürsorgliche Behandlung mit Dank entgegen.

Das Umtopfen: So geht der Gärtner vor:

  • Breiter und höher als das vorherige sollte das nun verwendete Gefäß schon sein.
  • Tonscherben oder Kies am Boden des Gefäßes wirken wie eine Drainage, so kann sich Staunässe nicht bilden.
  • Humusreiche Erde gehört in den Blumentopf.
  • Vorsicht beim Ausheben aus dem alten Gefäß!
  • Anhaftende Erdreste so gut wie möglich vom Wurzelwerk entfernen.
  • Im neuen Topf mit frischer Erde die Wurzeln abdecken.
  • Schließlich gut wässern, das fördert die Wurzelbildung und beschleunigt die Akklimatisierung.

Überwintern: Unterschiedlich von Art zu Art

Die Topfpflanzen werden gegen Ende des Sommers auf die Kälte vorbereitet. Im Herbst also umfänglich zurückschneiden, und wird der Gefrierpunkt erreicht, gehören die Gewächse ins Haus. Auch hier mag die Margerite viel Licht, bei fünf bis sieben Grad fühlt sie sich richtig wohl. Deshalb eignen sich neben Gewächshäusern und Wintergärten auch ungeheizte Dachzimmer und andere kühle Räume. Von dunklen Kammern und Kellern ist jedoch abzusehen. Der Wasserbedarf hält sich in Grenzen: Zweimal im Monat ein winziger Schluck ist ausreichend, aber die verwelkten Blätter besser regelmäßig entfernen. Grundsätzlich gilt: Auch die winterharten Stauden, so sie sich in einem Kübel befinden, können im Freien nicht überwintern.

Dass Sommerblumen grundsätzlich nicht überwintern können, ist ein hartnäckiges Vorurteil. Einige Strauchmargeriten sind durchaus winterhart. Sie verbleiben ganzjährig im Beet, ohne dass spezielle Maßnahmen erforderlich werden. Dies gilt ebenso für die meisten heimischen Arten, die mehrjährig sind und auch die kalten Wintermonate im Freien verbringen. Verschiedene wilde Wiesen-Margeriten überstehen ebenfalls ohne Probleme die Kälte des Winters und bleiben an ihrem gewohnten Standort.

Expertentipp: Margeriten vermehren mit Stecklingen

Bei entsprechender Pflege und fortgesetzter Blütenproduktion kann für die Vermehrung ein Steckling entnommen werden. Den Trieb mit einer Länge von etwa 12 Zentimetern setzt man in ein Gefäß, das humusreiche Erde und auch Lehm enthält. An einem warmen Standort mit Halbschatten bilden sich die Wurzeln schnell aus. Zukünftig für feuchte Erde sorgen. Nach mehreren Wochen zeigen sich die ersten Wurzeln. Die Reifung sollte auf der gut gewärmten Fensterbank vor sich gehen, denn besonders die Jungpflanzen sind kälteempfindlich. Im Frühjahr geht es raus in den Garten.

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Lars Reibemann ist Redakteuer auf Weiterbildungsfibel.de. Er ist Experte im Bereich der Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen und veröffentlicht regelmäßig Inhalte zu verschiedenen bildungsrelevanten Themen.

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