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Stauden & Ziergräser

Margeriten zurückschneiden

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Margeriten zurückschneiden

Mit ihren weißen Köpfen und der charakteristischen gelben Blütenmitte gehören Margeriten ebenso zum Idealbild einer klassischen Sommerwiese wie Klatschmohn, Kornblumen oder blauer Eisenhut. Aber auch im heimischen Garten machen sie eine gute Figur und gehören sowohl als Solitärpflanze als auch in Kombination mit weiteren Blühpflanzen zu den beliebtesten Gartenpflanzen überhaupt. Zudem locken sie willkommene Gäste wie Hummeln, Bienen oder Schmetterlinge an und spenden ihnen wertvolle Nahrung.

Warum sollte man Margeriten zurückschneiden?

Warum sollte man Margeriten zurückschneiden


Um sich an einer lange währenden, üppigen Blütenpracht der Margeritenstauden erfreuen zu können, ist es notwendig, diese richtig zu pflegen. Neben dem richtigen Standort sowie ausreichender Wasser- und Düngergabe gehört dazu auch der richtige Schnitt. Denn aufgrund ihrer langen Blütezeit, die sich durchaus von Mitte Mai bis in den Oktober hinein erstrecken kann, sind an einer Pflanze zumeist Knospen, voll aufgeblühte sowie bereits verwelkte Blüten gleichzeitig zu finden. Dabei sind die verwelkten Teile nicht nur ein ästhetisches Problem. Vielmehr beginnt die Pflanze nach dem Abblühen mit der Samenbildung, einem Vorgang, der die Pflanze viel Kraft kostet, die sie in die Entwicklung neuer Blüten stecken könnte. Zudem werden verwelkte Blüten und Blätter häufig von Pilzen befallen oder neigen bei Feuchtigkeit schnell zur Bildung von Schimmel, der sich auch auf die gesunden Pflanzenteile ausbreiten kann. Wer es also nicht auf die Samen abgesehen hat, sollte seine Margeriten regelmäßig zurückschneiden und verwelkte Teile entfernen, um das Blütenwachstum zu fördern und die Gesundheit der Pflanze zu erhalten.

Wie und wie oft sollte man Margeriten zurückschneiden?

Wie und wie oft sollte man Margeriten zurückschneiden
Für die Pflege der Margeriten sollte man sich etwas Zeit nehmen. Verwelkte und unansehnliche Teile sollten schnell entfernt werden, bevor die Pflanze mit der Samenbildung beginnt. Empfehlenswert ist es, welke Blüten und Blätter einmal wöchentlich gezielt zu entfernen. Dazu werden die abgestorbenen Blütenstände direkt unter dem Blütenkelch mit einer scharfen Schere abgeschnitten. Saubere Schnitte, die schnell eintrocknen, verhindern einen möglichen Pilzbefall. Gelbe und trockene Blätter können dagegen einfach abgezupft werden. Die Margeritenstaude dankt es, indem sie schnell wieder neue Blüten und Blätter austreibt. Das Ausputzen der Pflanzen sollte für ein optimales Ergebnis bis in den Herbst hinein praktiziert werden. Wenn der Blütenflor im August etwas abnimmt, kann man das Austreiben neuer Blüten auch mit einem Rückschnitt der Pflanze um etwa 3-5 cm befördern. Sollte es zu einer Verkahlung der Pflanze kommen, ist ein Rückschnitt der Staude um circa ein Drittel empfehlenswert, der direkt nach der ersten Hauptblüte im Juli erfolgen sollte. Als Vorbereitung für den Winter sollte bei frostbeständigen Margeriten, die draußen überwintern, im Herbst vor dem ersten Frost der Hauptschnitt durchgeführt werden. Dazu wird die Pflanze eine Handbreit über dem Boden gestutzt. So ist sie vor Pilzbefall geschützt und treibt im Frühjahr wieder neu aus.

Expertentipp

Nicht immer hat man im hektischen Alltag Zeit, sich wöchentlich um das Ausputzen der Margeriten zu kümmern. Um dennoch eine Nachblüte herbeizuführen, kann man alternativ auch auf einen Radikalschnitt nach der ersten Hauptblüte zurückgreifen, bei dem sämtliche verwelkten Blüten und Blätter auf einmal entfernt werden. Dabei wird die Pflanze etwa um ein Drittel zurückgeschnitten. Nach einigen Wochen ist dann mit einer erneuten Blüte zu rechnen, die aber oft nicht so üppig ausfällt, wie wenn man sich regelmäßig um die Pflanze kümmert.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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