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Unkraut, Moos & Schimmel

Wilden Hopfen bekämpfen

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Wilden Hopfen bekämpfen

Bei dem wilden Hopfen handelt es sich um die Wildform des echten Hopfens. Im Gegensatz zum echten Hopfen, welcher in erster Linie zum Bierbrauen verwendet wird, gehört der wilde Hopfen zu den Unkräutern. Der wilde Hopfen kann bis zu 6 Meter hoch wachsen und bevorzugt in erster Linie sauerstoffhaltige Gebiete, allerdings lässt er sich auch in der Nähe von Gebüschen und Waldrändern vorfinden. Das Beikraut ist dafür bekannt, dass es zahlreiche Gärtner als auch Gärtnerinnen auf die Palme bringt. Das kann man diesen auch nicht verübeln, da die Pflanze ununterbrochen wuchert und die anderen Bepflanzungen mit der Zeit immer mehr umrankt.

Die verschiedenen Möglichkeiten zur Entfernung des wilden Hopfens

Die verschiedenen Möglichkeiten zur Entfernung des wilden Hopfens


Aus diesem Grund werden im Folgenden drei verschiedene Methoden zur Entfernung des wilden Hopfens vorgestellt. Zu den Methoden gehört das regelmäßige bodennahe Abschneiden der Ranken des Hopfens, das Schaffen von schlechten Bodenbedingungen und das Ausgraben des Wurzelstocks. Tatsächlich beansprucht die einzige wirklich zuverlässige Methode zur dauerhaften Entfernung des wilden Hopfens mehrere Jahre, da die Hopfenranken stetig gekürzt werden müssen, nachdem der wilde Hopfen in den Wintermonaten von seinen abgestorbenen Pflanzenzeilen befreit wurde. Das Abschneiden der Triebe ist erforderlich, sobald diese eine Länge von etwa 30 Zentimetern erreicht haben. Die Behandlung verfolgt gleich mehrere Ziele: Die Nährstoffzufuhr und Energiegewinnung wird durch die Entfernung der chlorophyllhaltigen Pflanzenteile deutlich reduziert. Zudem führen die Schnitte zu vermehrten Infektionen mit Bakterien und Pflanzenparasiten. Diese Methode führt nach drei bis vier Jahren zur sicheren und vollständigen Entfernung des wilden Hopfens.

Eine andere Vorgehensweise stellt das Verschlechtern der Bodenbedingungen im Bereich des wilden Hopfens dar. Diese Methode bietet sich vor allem bei einem geringfügigen Befall an. An dieser Stelle existieren zwei Möglichkeiten zur Schaffung von desaströsen Voraussetzungen für das Unkraut. Entweder wird das Unkraut schlicht und ergreifend mithilfe einer übermäßigen Bewässerung oder einer gnadenlosen Austrocknung abgetötet. Leider ist diese Methode zur Entfernung des wilden Hopfens nicht besonders erfolgswahrscheinlich, weil eine Überbewässerung nicht unbedingt alle Wurzeln zuverlässig zum Faulen bringt und eine Austrocknung im Falle von Dauerregen praktisch nicht mehr gewährleistet werden kann.

Die Entfernung des wilden Hopfens kann über die Ausgrabung des Wurzelstockes erfolgen, solange sich das Unkraut noch nicht allzu sehr ausgebreitet hat. Immerhin müssen alle Wurzeln durchtrennt werden, weil bereits kleine Pflanzenstücken genügen, um neue Triebe entstehen zu lassen. Die Wurzeln dieses Unkrauts breiten sich besonders schnell und stark sowohl in die Tiefe als auch in die Weite aus. Bei einem starken Befall sollte von dieser Methode abgesehen werden, weil der Garten andernfalls nach den Ausgrabungen wie ein Kriegsgebiet aussehen würde und die nahegelegenen Pflanzen ebenfalls abgetötet werden könnten. Im Übrigen ist der Einsatz von Unkrautvernichtungsmitteln absolut zwecklos, da die Kraftwerke der Energie des wilden Hopfens im schlecht zu erreichendem Wurzelstock liegen. Selbstverständlich würde die Verwendung von Unmengen an Phytotoxinen zwar den Wurzelstock des Unkrauts vergiften können, jedoch würden alle Mikroorganismen und Bodenlebewesen ebenfalls beschädigt werden. Daher ist die Auswahl dieser Variante definitiv nicht ratsam.

Expertentipp

Diejenigen Gärtner, welche sich für das regelmäßige bodennahe Abschneiden der Hopfenranken entschieden haben, können das Wachstum des wilden Hopfens mithilfe eines einfachen Tricks zusätzlich verlangsamen. Die oberirdischen Pflanzenteile können beispielsweise mit einer Plane vollständig bedeckt werden. Auf dieser Weise wird die Sonnenlichtzufuhr reduziert und die Anfälligkeit für die Bildung von Keimen erhöht.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/senorcampesino
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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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