Connect with us

Unkraut, Moos & Schimmel

Jakobskreuzkraut bekämpfen

Veröffentlicht

auf

Jakobskreuzkraut bekämpfen

Es sieht mit seinen leuchtend gelben Blüten recht hübsch aus und ist bei den Insekten sehr beliebt, aber das auf Wiesen und Weiden, an Wegrändern und auch in manchen Gärten wachsende Jakobskreuzkraut ist für Tiere und für Menschen eine Gefahr. Wer es im Garten entdeckt sollte es unbedingt bekämpfen und entfernen. Senecio jacobaea, wie das Jakobskreuzkraut mit lateinischem Namen heißt, ist giftig. Es kann bei Weidetieren wie Kühen, Pferden, Schafen und Ziegen, aber auch beim Menschen chronische Leberschäden und Leberkrebs auslösen und in sehr hohen Dosen sogar tödlich sein. Wer es in seinem Garten findet, sollte es ausrotten. Das ist besonders bei kleinen Kindern und Haustieren wichtig. Dafür kommen mechanische, biologische und chemische Methoden infrage.

Wie kann das Jakobskreuzkraut mechanisch bekämpft werden?

Wie kann das Jakobskreuzkraut mechanisch bekämpft werden


Gibt es nur eine oder wenige Pflanzen im Garten, kann man diese einfach mitsamt dem Wurzelstock ausstechen. Dazu wird am besten ein normaler Unkrautstecher oder eine Grabgabel verwendet. Wichtig ist nur, dass wirklich die gesamte Wurzel mit aus der Erde gehoben wird. Aus jedem abgebrochenen im Boden verbleibenden Wurzelstückchen kann sich eine neue Pflanze bilden. Am besten werden die Jakobskreuzpflanzen nach einem Regen aus dem noch feuchten Boden ausgestochen und in einem Stadium, wo sie noch keine Samen gebildet haben. Idealerweise geschieht das Ausstechen im sogenannten Rosettenstadium im Frühjahr. Wenn die Pflanze im Sommer blüht und dann bis zu einem Meter hoch wird, ist das Ausstechen sehr viel schwieriger und wenn sie schon Samen gebildet hat, besteht die Gefahr, dass die beim Ausreißen ausfallen und sich so weiterverbreiten. Die herausgestochenen Pflanzenteile sollten entweder an Ort und Stelle verbrannt oder in einem verschließbaren Müllbeutel im Hausmüll entsorgt werden. Wächst Jakobskreuzkraut auf großen Rasenflächen oder in Massen, kann es auch vor der Blüte abgemäht werden. Dadurch verschwindet es natürlich nicht, aber durch mehrmaliges Mähen wird das Wachstum und die Blüten-und Samenbildung verhindert. Die Giftpflanze breitet sich so nicht noch mehr aus. Gerade auf Wiesen und Weiden kann man sich so behelfen, für den Garten ist das Abmähen weniger empfehlenswert.

Wie funktioniert die biologische Bekämpfung von Jakobskreuzkraut?

Wie funktioniert die biologische Bekämpfung von Jakobskreuzkraut
Käfer, Fliegen und die Raupen verschiedener Mottenarten tun sich gerne am Jakobskreuzkraut gütlich. Auch sie können die Pflanze schädigen und irgendwann zum Eingehen bringen. Allerdings lässt sich dieser Prozess durch den Gärtner eigentlich nur dadurch beeinflussen, dass er dafür sorgt, dass sich die Fliegen, Käfer und Motten allgemein in seinem Garten wohl fühlen. Eine andere theoretische Möglichkeit wären Wildkaninchen, die die Wurzeln des Jakobskreuzkrautes annagen. Aber die will sicher niemand in seinem Garten haben. Biologische Bekämpfung des Jakobskreuzkrautes ist also praktisch kaum möglich.

Wie sieht es mit chemischer Bekämpfung des Jakobkreuzkrautes aus?

Auch sie ist im Garten nicht empfehlenswert Nur wenn das giftige Kraut großflächig vorkommt, besonders auf zum Heuen bestimmten Wiesen und Viehweiden, macht die chemische Bekämpfung Sinn. Dann sollte sie unbedingt schon im Frühjahr erfolgen. Es gibt verschiedene chemische Unkrautvernichter, die auch das Jakobskreuzkraut recht zuverlässig vernichten.

Expertentipp

Für den Hobbygärtner ist die mechanische Vernichtung durch Herausreißen der Pflanzen in 99 Prozent der Fälle das beste und unschädlichste Mittel, das Jakobskreuzkraut loszuwerden. Biologische Maßnahmen wirken, wenn überhaupt, sehr langfristig und chemische Unkrautbekämpfung gehört immer in die Hände von Fachleuten. Außerdem ist auch noch immer zu wenig über die Langzeitfolgen bekannt.

5/5 - (1 Bewertungen)

Hat Ihnen dieser Ratgeber weitergeholfen?


Bildquellen:

© www.istockphoto.com/mr_coffee
© www.istockphoto.com/alexmak72427
© www.istockphoto.com/Roger Utting Photogr

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

Klicken Sie, um zu kommentieren

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Die neusten Kommentare

Gerade populär