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Beetpflanzen

Rasen wächst nicht – was tun?

Lars Reibemann

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Der größte Traum eines jeden Gärtners ist wohl ein gleichmäßig dichter, dunkelgrüner Rasen. Doch das ist längst nicht die Realität: oft gibt es kahle Stellen, der Rasen trocknet aus oder wächst von Anfang an bloß spärlich. Mit dem richtigen Hintergrundwissen können Sie Ihrem Rasen ein unkompliziertes Wachstum ermöglichen.

Das A und O: Mit der richtigen Aussaat zum Wachstum

Um dem Rasen das Wachstum zu erleichtern, können Sie einige Tipps für das Ausbringen beachten. Nutzen Sie nur Saatgut von hoher Qualität, minderwertige Samen führen häufig zu Lücken im Rasen. Säen Sie an einem windstillen Tag und mischen Sie die Samen vorher gut durch. Ein Streuwagen kann dabei helfen, einheitlich zu säen.

Häufig wird das Eindrücken der Samen in die Erde vergessen, es ist für den Wuchs des Rasens jedoch sehr bedeutsam. Das Eindrücken verhindert, dass die Samen bei der Bewässerung oder bei Regen fortgeschwemmt werden und hilft ihnen, eine Verbindung zur Erde aufzubauen. Nutzen Sie dafür am besten eine Walze oder ein Brett.

Nachdem sie eingesät wurden, benötigen Rasensamen vor allem eines: Wasser. Ihre Wurzeln sind noch nicht voll entwickelt und reichen weder tief noch weit genug, um ausreichend Feuchtigkeit aus der Umgebung zu ziehen. Achten Sie darauf, dass die Erde zu Beginn durchgängig feucht ist, sich aber dennoch keine Staunässe entwickelt.

Schlechter Wuchs durch schlechten Boden

Es kann vorkommen, dass der Boden nicht oder nicht mehr für den Rasen geeignet ist. So sollte Rasen zum Beispiel nicht auf harten Böden gesät werden. Möchten Sie die Erde unbedingt nutzen, empfiehlt sich eine Tiefenlockerung und das Besanden. Überprüfen Sie vor der Aussaat mithilfe eines pH-Tests, ob der Boden kalkhaltig genug ist, um Rasensamen wachsen zu lassen.

Ungünstig für Rasen ist auch eine Position im Schatten. Er kann dann zu Vermoosung, Unkraut und schlechtem Wuchs neigen. Spezielle Saatmischungen für Schattenrasen können Abhilfe schaffen. Vorsicht: Zu wenig Sonne kann nicht nur durch Bäume ausgelöst werden, sondern auch durch Schirme, Gartenmöbel oder Laub, das lange auf dem Rasen lag.

Aus diesem Grund sollten Sie Blätter und Nadeln sofort vom Rasen entfernen, um ihn nicht im Wachstum zu beeinträchtigen. Das gilt vor allem für Tannennadeln: sie säuern den Boden und behindern so den Wuchs des Rasens. Möchten Sie sich die Arbeit des Aufsammelns nicht zu häufig machen, können Sie den Baum bloß fällen lassen oder den Boden an dieser Stelle anders nutzen.

Gegen das Absterben: Wie pflege ich Rasen richtig?

Wie jede andere Pflanze auch kann Rasen nur dann wachsen, wenn er richtig gepflegt wird. Dazu zählt vor allem die Bewässerung. Am besten wird sie morgens und abends durchgeführt. Besonders in trockenen Jahren ist ein Rasensprenger empfehlenswert, der den Rasen gleichmäßig wässern kann. Mangelhafte Bewässerung zeigt sich vor allem im Hochsommer durch verbrannte oder ausgetrocknete Halme.

Bis zu fünf Mal im Jahr können Sie Ihren Rasen mit Langzeitdünger versorgen. Führen Sie vorher einen pH-Test durch, um herauszufinden, welche Unterstützung Ihr Rasen benötigt. So können Sie den richtigen Dünger auswählen und dem Rasen gezielt Nährstoffe zuführen. Zur Pflege zählt außerdem das jährliche Vertikutieren, also die Entfernung von Moos und Unkraut. In diesem Zuge können Sie kahle Stellen nachsäen.

Übrigens: Es ist auch möglich, den Rasen falsch zu mähen und so das Wachstum zu beeinträchtigen. Der erste Schnitt sollte im Frühjahr erfolgen, wenn die Grashalme eine Länge von sieben bis acht Zentimetern erreicht haben. Mähen Sie Ihren Rasen nicht kürzer als 3,5 Zentimeter. Die Messer müssen dabei immer scharf sein, denn eine stumpfe Klinge franst die Halme aus.

Warum wächst mein Rasen nicht?

Oft spielt zu viel oder zu wenig Wasser eine Rolle. In einigen Fällen eignet sich der Boden aufgrund seiner Beschaffenheit, der Nährstoffe oder des Standortes nicht. Auch Fehler bei der Aussaat sind ein häufiges Problem.

Was ist zu tun, wenn der Rasen nicht wächst?

Ein pH-Test kann helfen, herauszufinden, ob die Erde dem Rasen die richtigen Voraussetzungen bieten kann Wässern Sie Ihren Rasen ausreichend, erhöhen Sie die Lichtzufuhr und entfernen Sie fallendes Laub regelmäßig vom Boden. Manchmal hilft nur eine neue Aussaat.

Expertentipp

Arbeiten Sie Rasensamen beim Ausbringen nur wenige Millimeter in den Grund ein. Rasen ist ein Lichtkeimer und kann nicht wachsen, wenn die Samen zu tief im Boden vergraben werden! Doch in die Erde gehören sie trotzdem – ansonsten trocknet die Saat aus oder wird von Vögeln gefressen.

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Lars Reibemann ist Redakteuer auf Weiterbildungsfibel.de. Er ist Experte im Bereich der Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen und veröffentlicht regelmäßig Inhalte zu verschiedenen bildungsrelevanten Themen.

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