Aus gärtnerischer Sicht bringt ein Steingarten einige Besonderheiten mit sich. Nährstoffknappheit, Sand und Kies sind hier die vorherrschenden Bedingungen. Dementsprechend sollten bodendeckende Pflanzen ausgewählt werden, die gut mit diesen Eigenschaften zurechtkommen. Im nachfolgenden Beitrag werden einige davon beispielhaft vorgestellt.
Thymian
Thymian ist den meisten Menschen vor allem als Küchenkraut bekannt. Dabei gibt es zahlreiche Varianten der Pflanze, die als Bodendecker für Steingärten infrage kommen. Dazu zählt zum Beispiel Polster-Thymian. Aber auch Sand-Thymian ist hervorragend zur Bepflanzung von kargen Flächen geeignet.
Pro Quadratmeter sollten Sie mit etwa zehn Pflanzen rechnen. Das garantiert einen dichten Wuchs. Hinsichtlich der Pflege ist Thymian unproblematisch. Gelegentliches Wässern in den Sommermonaten ist absolut ausreichend. Versorgen Sie das Kraut zu Beginn des Frühjahrs mit zusätzlichen Nährstoffen in Form von Gartenkalk. Weitere Düngergaben sind nicht erforderlich.
Schleierkraut

Pünktlich zum Frühsommer erblüht das Schleierkraut in den bekannten Weißtönen. Als anspruchslose Pflanze eignet es sich hervorragend zur Begrünung von Steingärten. Bereits mit wenigen Exemplaren bildet sich nach und nach ein geschlossener Teppich. Setzen Sie die einzelnen Pflanzen in einem Abstand von 25 bis 30 Zentimetern.
Verwenden Sie als Substrat sandige, kiesreiche Erde. Diese sollte möglichst durchlässig und gegen Staunässe immun sein. Besondere Wünsche hinsichtlich der Nährstoffdichte hat Schleierkraut nicht. Neutrale bis leicht alkalische Böden werden am besten vertragen. Der Wasserbedarf ist niedrig und es sollte dementsprechend nur bei längerer Trockenheit gegossen werden.
Polster-Phlox

Hellblaue bis violette Blüten zeichnen die natürliche Variante des Polster-Phloxes aus. Der nordamerikanische Einwanderer setzt in Steingärten schöne Akzente mit Glocken- oder Schleifenblumen. Von April bis Juni erscheinen die charakteristischen Blüten. Richtig gepflanzt, bedecken sie den Boden wie ein natürlicher Teppich.
Im Handel finden sich mittlerweile zahlreiche Farbvarianten der Pflanze. Die Züchtungen reichen dabei von der rosafarbenen Sorte ‘Drummond Pink’ bis zu hellen Sorten wie ‘White Delight’. Die Pflege aller Arten ist vergleichsweise einfach. Während der Blütezeit sollte mehrmals wöchentlich gegossen werden, danach reicht gelegentliches Gießen völlig aus.
Heidenelke

Mit der Heidenelke gibt es einen weiteren hervorragenden Bodendecker. Das anspruchslose Gewächs kommt in unseren Breitengraden auf Magerrasen vor. Mit ihren deutlich roten Blüten sorgt sie in Steingärten für ansehnliche Farbspiele. Angemessene Partner sind Schleierkraut und Thymian. Im Handel sind auch weiße Züchtungen erhältlich.
Bei der Pflanzung sollten Sie auf ein Magersubstrat mit neutralem bis saurem Erdreich setzen. Insgesamt sollte der Boden zudem möglichst wenig Nährstoffe aufweisen. Für eine dichte Bepflanzung setzen Sie circa zwölf Pflanzen pro Quadratmeter in einem Abstand von 25 Zentimetern.
Scharfer Mauerpfeffer

Die bisher vorgestellten Pflanzen warten eher mit Weiß-, Rot- oder Blautönen auf. Ganz anders gestaltet sich das bei Mauerpfeffer. Diese heimische Trockenpflanze erblüht in strahlendem Gelb und kann damit hübsche Farbtupfer in einen Steingarten zaubern. Allgemein reicht die Blütezeit von Ende Mai bis Juli.
Ein sonniges Plätzchen in nährstoffarmer Erde mit einer hervorragenden Drainage bietet ideale Bedingungen. Unter normalen Umständen sind weder Wasser- noch Düngergaben nötig. Pflanzen Sie Mauerpfeffer neben Thymian, Astern oder Steinquendel.
Expertentipp
Kombinieren Sie Bodendecker mit Stauden wie Salbei oder hohen Gräsern. Letztere platzieren Sie mittig oder im Hintergrund des Beetes, um einen optimalen Effekt zu erzielen.
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