Eine Vielzahl von Pflanzensamen profitiert von einem Wässern vor der Aussaat, denn es ist eine bewährte Methode für die Beschleunigung der Keimung. Wenn die Samenschale nicht bereits durch Stratifikation oder andere Methoden aufgeweicht wurde, ist es sinnvoll, das Saatgut 24-48 Stunden vor der Aussaat in Wasser einzuweichen, um eine gute Keimung zu erreichen.
Warum Sie Ihr Saatgut vor der Aufzucht in Wasser einweichen sollten
In der Landwirtschaft und im Gartenbau ist es gängige Praxis, Samen einzuweichen, um die Keimruhe zu unterbrechen. Ganz gleich, ob es sich um ein paar Samen für den Garten oder für viele Hektar Land handelt, das Einweichen erhöht die Erfolgsquote der Keimung.
Samen haben eine harte äußere Schicht, die Samenschale, die den Keimling im Inneren vor Schäden schützt. Diese Samenschale verhindert auch, dass Sauerstoff und Wasser in den Samen eindringen können. Der Hauptnutzen des Einweichens von Saatgut besteht darin, die äußere Hülle des Samens aufzuweichen, sodass dies möglich wird. Samen, die sich beispielsweise in einer Ruhephase befinden, keimen erst, wenn sie Temperaturbedingungen ausgesetzt sind, die den Beginn von Frühling und Sommer signalisieren. Das Einweichen der Samen vor der Aussaat gibt ihnen die Möglichkeit, Feuchtigkeit aufzunehmen, damit sie schneller keimen können.
Das Einweichen von Saatgut kann auch helfen, Krankheiten oder Schädlinge zu bekämpfen, die die Keimrate bestimmter Pflanzen beeinträchtigen, wie zum Beispiel Pilze, Schimmel, Milben oder Insekten.
Einweichen von Saatgut vor der Keimung: Welche Möglichkeiten gibt es?

Pflanzensamen sind lebende Organismen, die zum Keimen Wasser benötigen. Es gibt zwei Möglichkeiten, Samen vor der Aussaat einzuweichen:
Eine Möglichkeit besteht darin, die Samen in eine Schale mit lauwarmem Wasser zu legen und sie durch die Samenschale Feuchtigkeit aufnehmen zu lassen. Dadurch wird eine perfekte Keimumgebung für die Pflanzensamen geschaffen. Das Wasser sollte immer hin und wieder ausgetauscht werden, damit es nicht zu kalt wird.
Die zweite Methode besteht darin, die Samen in einem Papiertuch vorkeimen zu lassen. Hierfür wird saugstarkes Material, wie zum Beispiel Küchenpapier, benötigt. Befeuchten Sie das Papier und verteilen Sie die Samen gleichmäßig darauf. Anschließend bedecken Sie die Samen mit einem anderen angefeuchteten Stück Küchenpapier. Nun kommt das Ganze in eine Plastikbox und an einen warmen Ort. Vergessen Sie nicht, die Box ab und an durchzulüften und gegebenenfalls die Tücher erneut anzufeuchten, bis die ersten Keimlinge zu sehen sind.
Nicht alle Arten von Pflanzensamen sollten gewässert werden
Die meisten Experten sind sich einig, dass das Einweichen nur für große Samen mit harten Schalen sinnvoll ist. Bei anderen ist die Wirkung vernachlässigbar. Bei winzigen oder zerbrechlichen Samen könnten die Chancen auf eine erfolgreiche Keimung sogar sinken. Das Problem beim Einweichen kleinerer Samenarten besteht darin, dass das Wasser die Schale zu sehr aufweicht, was die Schimmelbildung begünstigt und damit die Keimung verhindert.
Expertentipp
Kamillentee wird seit Jahrhunderten als natürliches Hausmittel für Schlaflosigkeit bis hin zu Unruhezuständen verwendet und zudem oft als allgemeines Stärkungsmittel oder Verdauungshilfe eingesetzt. Zusätzlich zu seinen heilenden Eigenschaften enthält Kamillentee Chemikalien, die auch für Pflanzen von Nutzen sein können. So ist beispielsweise der Pflanzenstoff Apigenin dafür bekannt, Pilze, Bakterien und sogar Viren abzuwehren. Aus diesem Grund ist es ratsam, ihre Samen in Kamillentee einzuweichen, wobei der Tee ausreichend abgekühlt sein sollte.
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