Ein Walnussbaum bringt ab dem zweiten Jahr nach seiner Pflanzung zum ersten Mal zahlreiche Walnüsse hervor. Diese sind erst spät im Jahr reif, somit beginnt die Erntezeit für gewöhnlich Ende September. Ob eine Walnuss reif ist, erkennt man daran, dass ihre Schale braun und rissig wird. Dann fallen die Nüsse vom Baum, indem man diesen leicht schüttelt.
Die richtige Erntemethode
Walnüsse sollten weder vom Baum geschlagen noch gepflückt werden. Im schlimmsten Fall wird dadurch der Walnussbaum verletzt und das führt wiederum zu Ernteeinbußen im nächsten Jahr. Sobald die Walnüsse nach leichtem Schütteln des Baumes von selbst zu Boden gefallen sind, können diese einfach eingesammelt werden. Es ist wichtig, auf dem Boden liegende Nüsse regelmäßig aufzusammeln, da es ansonsten zu Schädlingen und Parasiten kommen kann.
Trocknung der Walnüsse

Um Walnüsse zu trocknen, sollten diese auf jeden Fall komplett ausgereift sein. Ist die Schale verschrumpelt oder schwarz gefärbt, so kann die betreffende Nuss aussortiert werden, da diese entweder nicht ausgereift ist oder bereit angefangen hat zu schimmeln. Zum Trocknen werden die Nüsse im ersten Schritt von ihrer Schale befreit und mit Hilfe einer groben Bürste von sämtlichen Ablagerungen und Schmutz befreit. Dabei ist es sehr wichtig, dass die Walnüsse nicht mit Wasser gewaschen werden, da dies ansonsten in die Nussschale eindringen kann und die Ausbreitung von Schimmelpilzen fördert.
Da die Schale der Nüsse schnell zu Verfärbungen auf der Haut führen kann, sollte bei der sorgfältigen Reinigung immer mit Schutzhandschuhen gearbeitet werden. Sobald alle Walnüsse sauber sind, werden diese zum Trocknen ausgelegt. Dazu benötigt man einen möglichst trockenen, warmen und dunklen Raum. Optimal ist ein Heizungskeller oder ein beheizter Dachboden. Ausschlaggebend bei der Trocknung ist, dass die Nüsse von warmer Luft umgeben sind. Sie werden großflächig auf einer luftdurchlässigen Oberfläche verteilt.
Dazu kann man zum Beispiel ein Tuch oder Netz verwenden. Es ist darauf zu achten, dass die einzelnen Nüsse sich nicht berühren dürfen. Von einer Trocknung im Backofen wird abgeraten, da die enthaltene Hitze das in den Kernen enthaltene Fett angreift und dies schnell ranzig wird. Aus diesem Grund ist eine Trocknung über einen längeren Zeitraum vorzuziehen.
Lagerung

Nachdem die Walnüsse großflächig verteilt einen warmen Platz erhalten haben, müssen sie zwischen vier und sechs Wochen dort verbleiben. Man sollte darauf achten, dass die Umgebungstemperatur stets zwischen zweiundzwanzig und fünfundzwanzig Grad Celsius beträgt. Von Zeit zu Zeit sind die Walnüsse zu wenden, um eine gleichmäßige Trocknung zu fördern. Sobald sie vollständig getrocknet sind, gibt man sie entweder in einen Sack oder ein Netz und hängt dieses in einem trockenen, dunklen und warmen Raum auf. Auf diese Weise sind die Walnüsse mehrere Monate lang haltbar.
Ausschlusskriterien der Walnüsse
Bevor eine Walnuss verzehrt wird, sollte man überprüfen, ob diese von Schimmel befallen ist oder einen ranzigen Geruch hat. Schimmel wird durch Aflatoxin ausgelöst. Dieser Stoff ist hitzebeständig und kann daher auch in gerösteten Nüssen vorhanden sein. In hohen Dosen gilt Aflatoxin sogar als krebserregend. Weitere Ausschlusskriterien sind eine wackelige Schale oder ein erkennbarer weißer Film.
Expertentipp
Walnüsse gelten als kleine Kalorienbomben, daher sollte man nicht mehr als eine Handvoll pro Tag davon verzehren. Durch die enthaltene Alpha-Linolensäure sowie die Omega-3-Fettsäure haben sie eine entzündungshemmende Wirkung und sollen zudem gut für das Herz sein.
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