Der Winterjasmin ist vor allem deshalb beliebt, weil er auch in der kalten Jahreszeit Farbe in den Garten bringt. Die attraktiven gelben Blüten setzen manchmal schon ab Ende Dezember fröhliche Akzente und überbrücken die erste Phase des Frühjahrs, in der andere Gartenpflanzen noch kahl und traurig aussehen. Doch wo und wie sollte man den Winterjasmin pflanzen, damit er wirklich gut gedeiht?
Welcher Standort für den Winterjasmin?
Grundsätzlich ist der Winterjasmin eine sehr robuste Pflanze, die keine großen Anforderungen an ihren Standort stellt. Häufig wird er daher zur farblichen Auflockerung in Hecken gepflanzt. Er entwickelt sich auch an windigen Stellen gut. Lediglich starker Kälte ausgesetzte Punkte sollte man meiden. An ihnen würde seine Blüte erst deutlich später einsetzen. Sehr wohl fühlt er sich zum Beispiel in Nischen und neben Mauervorsprüngen. Für eine frühe Blüte sollte der Standort allerdings möglichst sonnig sein. Ist das nicht möglich, gedeiht die Pflanze aber auch im Halbschatten gut.
Welche Bodenbedingungen bevorzugt Winterjasmin?

Auch beim Boden ist der Winterjasmin nicht sonderlich wählerisch. Er bevorzugt allerdings nährstoffreiche und kalkhaltige Böden mit guter Drainage. Wer stark lehmige Erde im Garten hat, sollte daher entweder Sand in den Boden mischen oder Pflanzkübel mit einem geeigneteren Substrat verwenden. Nährstoffarme Böden lassen sich gut durch Kompost oder entsprechende Düngergaben aufbessern. Der pH-Wert sollte eher alkalisch sein. Leicht saure Böden sind aber ebenfalls akzeptabel.
Wann ist die beste Pflanzzeit für den Winterjasmin?

Winterjasmin kann im Frühjahr aber auch im Herbst gepflanzt werden. Das Frühjahr ist allerdings mehr zu empfehlen, da die Pflanze dann ausreichend Zeit hat anzuwurzeln und sich an ihren Standort zu gewöhnen, bevor der Winter einsetzt. Entscheidet man sich für den Herbst, ist im ersten Jahr besonders guter Kälteschutz erforderlich. Hierbei hilft den Boden vor Winterbeginn mit Reisig abzudecken und die Pflanze mit warmen Vlies zu umwickeln. Bei Kübelhaltung sollte der Topf ohnehin im Winter mit Styroporplatten umgeben werden.
Was sollte man beim Pflanzen beachten?
Rechnen Sie auch bei Pflanzung im Frühjahr im ersten Winter und Frühjahr mit einer noch eher schwachen Blüte. Meistens braucht die Pflanze ein bis zwei Jahre bevor sie richtig gut austreibt und sich in ihrer ganzen Schönheit präsentieren kann. Sie können ihr den Anfang aber erleichtern, indem Sie beim Pflanzen zusätzlich die Erde rund um das Pflanzloch auflockern. Geben Sie dem Winterjasmin beim Auffüllen des Loches auch gleich eine ordentliche Portion Kompost, um ihn mit Nährstoffen für sein erstes Lebensjahr zu versorgen, und gießen Sie ihn dann gründlich mit hartem Wasser.
Expertentipp
Der Winterjasmin ist zwar keine Kletterpflanze, lässt sich aber dennoch gut an einem Rankgerüst in die Höhe ziehen. Insbesondere bei Verwendung in einer Gartenhecke ist das ratsam. Geben Sie ihm dazu von Anfang an ein Gerüst und führen Sie die noch jungen Triebe durch die Maschen oder binden Sie sie daran hoch. Schnüren Sie dabei aber nicht zu fest zu! Die Pflanze muss noch Raum für ihr Wachstum und den natürlichen Wassertransport haben.
Häufig gestellte Fragen
Sollte Winterjasmin jährlich zurückgeschnitten werden?
Ein jährlicher Beschnitt ist nicht unbedingt erforderlich. Vor allem bei älteren Pflanzen führt er jedoch zu verstärktem Austrieb und in der Folge mehr Blüten. Auch kann Winterjasmin unbeschnitten bis zu drei Meter hoch werden, was nicht an jedem Standort wünschenswert ist.
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