Zur Ahornbaum-Gattung gehören über 100 Bäume und Sträucher, die überwiegend sommergrün sind. Beheimatet sind diese Bäume auf der Nordhalbkugel in der tropischen und gemäßigten Zone. Heimische Sorten des Ahorns sind der Spitzahorn, der Bergahorn und der Feldahorn, wobei der Bergahorn über 30 Meter hoch wachsen kann.
Viele sehr schöne Wildarten aus Nordamerika, China und Japan wurden nach Europa gebracht. Hier ist besonders der Fächerahorn zu erwähnen, der zu den kleinsten Exemplaren gehört und aus Ostasien stammt. Berühmt ist der Zuckerahorn aus Nordamerika. Von ihm stammt der beliebte Ahornsirup. Durch die schon erwähnten unterschiedlichen Größen werden Ahornarten auch an unterschiedlichen Orten gepflanzt.
Ahornarten für den Kübel oder das Freiland
Da der Spitzahorn und der Bergahorn sehr große Exemplare sind, werden sie häufig in Parkanlagen oder zur Begrünung von Straßen genutzt. Es ist allerdings auch möglich diese Ahornarten in einen Garten zu pflanzen. Hier ist es besonders wichtig, dass ihnen sehr viel Platz eingeräumt wird. Noch beliebter für die Pflanzung im Garten ist allerdings der Kugelahorn. Dieser besitzt eine kleinere Krone. In einigen Gärten können Sie auch Hecken aus Feldahorn sehen.
Für den Kübel sind eher kleinere Sorten geeignet. Diese werden dann als Solitärgehölze gepflanzt. Hier ist besonders der Fächerahorn hervorzuheben. Als schwach wachsende Züchtung kann der Fächerahorn auch als winterharte Kübelpflanze genutzt werden. Beliebt ist der Ahorn auch als Bonsai. Hierfür werden vor allem die asiatischen Ahornarten genutzt. Diese haben einen jährlichen Zuwachs von nur fünf bis sechs Zentimetern.
Ahorn im Freiland
Der Freiland-Ahorn hat keine besonderen Ansprüche an seinen Standort. Allerdings ist eine windgeschützte Stelle vorzuziehen. Der Boden, auf dem der Ahorn steht, muss sehr durchlässig und nährstoffreich sein und auch die Feuchtigkeit gut speichern. Anzumerken ist, dass die verschiedenen Ahornarten ansonsten sehr anspruchslos sind, da sie sowohl in sauren Böden als auch in schweren Tonböden gut gedeihen.
Gepflanzt werden Ahornbäume im Frühjahr oder Herbst, also zu einer Zeit, in der die Temperaturen sehr mild sind. Das Pflanzloch richtet sich nach der Größe des Wurzelballens. Es sollte etwa drei- bis viermal so breit sein. In dieses Pflanzloch werden Stützpfähle eingerammt. Im nächsten Schritt sollten Sie den Boden, aber auch die Seitenwände des Loches, mit einer Grabgabel etwas auflockern. So können sich die Wurzeln besser ausbreiten. Nun wird der frisch gepflanzte Ahorn nur noch gut angegossen.
Ahorn als Kübelpflanze

Wenn Sie Ahorn in einen Kübel pflanzen, dann ist die Auswahl des Gefäßes besonders wichtig. Der Pflanztopf sollte nicht nur eine gewisse Tiefe aufweisen, sondern auch weit genug sein, da zum Beispiel der Japanische Ahorn ein Flachwurzler ist. Auch das Material des Pflanzgefäßes ist wichtig.
Natürliche Materialien, wie zum Beispiel Ton, sind der Plastikvariante vorzuziehen. Aus einem Tongefäß kann überschüssiges Wasser besser entweichen. Außerdem muss der Pflanztopf ein Loch am Boden besitzen. Auf dieses Loch wird eine Tonscherbe gelegt, die das Verschlämmen verhindert. Als unterste Schicht, die mehrere Zentimeter dick sollte, wird Blähton genutzt. Darüber wird Substrat gefüllt, das zur Wasserregulierung mit Tongranulat versetzt ist. Der Standort des Kübels sollte sich nach den Vorlieben des jeweiligen Ahorns richten.
Expertentipp
Der Ahorn möchte nicht gern geschnitten werden. Bei einem Rückschnitt können Sie sehr viel Schaden anrichten. Es kann, besonders bei den kleineren Arten, zum Befall durch Mehltau oder anderen Krankheiten kommen. Darum sollten Sie den Ahorn nur im Spätsommer, während der Vegetationsruhe, verschneiden. So vermeiden Sie einen großen Flüssigkeitsverlust. Auch im Herbst oder Winter ist ein Rückschnitt nicht empfehlenswert, da die Schnittstellen zu Pilzbefall neigen. Weiterhin ist es ratsam die Wunden mit Baumwachs zu behandeln, um ein „Ausbluten“ zu verhindern.
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