Ahornbäume sind sehr beliebt und schmücken den Garten ihres Besitzers prachtvoll. Ist der Ahornbaum jedoch von einem Pilz befallen, sollten Sie als Gärtner schnellstmöglich handeln. Was gegen einen Pilzbefall an einem Ahornbaum zu tun ist und woran man erkennt, dass der Ahorn unter einem Pilzbefall leidet, sowie zahlreiche hilfreiche Tipps erfahren Sie hier.
Krankheiten beim Ahornbaum durch Pilzerreger
Beim Ahornbaum können folgende Krankheiten durch Pilzerreger entstehen:
Die Rußrindenkrankheit
Die Rußrindenkrankheit äußert sich durch Schleimflussflecken am Stamm, Rindenverlust, dunklen Belag an der Rinde oder Kambiumnekrosen. Die Krankheit kann leider nicht behandelt werden und endet mit der Zeit tödlich für den Baum. Der Ahornbaum muss gefällt werden.
Auch für Menschen besteht ein gesundheitliches Risiko, wenn Sporen der Rußrindenkrankheit eingeatmet werden. Hierbei entzünden sich die Lungenbläschen und bereits wenige Stunden nach dem Kontakt zu dem befallenen Baum können Symptome wie Schüttelfrost, Reizhusten und Fieber auftreten. In manchen Fällen tritt sogar Atemnot auf. Die Beschwerden verschwinden in der Regel innerhalb von wenigen Stunden von selbst und halten nur in seltenen Fällen mehrere Tage oder sogar Wochen an.
Die Verticillium-Welke

Hier handelt es sich um eine hochansteckende Krankheit. Hierbei sterben nach und nach Teile der Krone des Ahorns ab. Der Ahorn muss entsorgt werden. Auch ein Bodenaustausch ist bei dieser Krankheit nach der Entsorgung des Baumes sinnvoll, um zu vermeiden, dass sich weitere Pflanzen mit der Krankheit infizieren und dadurch noch weitere Schäden entstehen.
Der Ahornrunzelschorf

Der Ahornrunzelschorf macht sich durch leicht erhabene, schwarz glänzende Flecken mit einem gelben Rand bemerkbar. Diese Pilzart lässt sich nicht direkt bekämpfen. Das abgestoßene Laub sollte gesammelt und entsorgt werden, um einen erneuten Befall zu vermeiden.
Der Mehltau

Mehltau erkennt man an kleinen weißen mehligen Flecken auf den Blättern des Ahorns. Nach und nach befällt der Mehltau den ganzen Ahorn. Mehltau lässt sich behandeln, indem man 1 Liter Wasser mit 125ml frischer Kuhmilch mischt. Nun wird 1 Teelöffel Spülmittel hinzugefügt. Die Lösung wird am besten in eine Sprühflasche umgefüllt und der Ahornbaum wird von allen Seiten damit eingesprüht, bis er tropfnass ist. Der Vorgang sollte einige Male im Abstand von einigen Tagen wiederholt werden, solange bis der weiße Belag weg ist.
Der Ahornstammkrebs
Beim Ahornstammkrebs wird der Ahorn von sogenannten Krebswucherungen befallen. Diese Krankheit ist leider nicht heilbar und führt unter anderem zur Stammfäule. Der Baum neigt sich aufgrund dessen möglicherweise mit der Zeit zur einen Seite. Allerdings besteht auch die Gefahr, dass der Baum umfällt und somit sollte er rechtzeitig gefällt werden, um einen Sach- oder Personenschaden zu vermeiden.
Die Rotpustelkrankheit
Hierbei zeigt der Ahornbaum im Anfangsstadium ein Krankheitsbild mit Rindenverfärbungen und welken schwachen Trieben. Nach einer gewissen Zeit sind auch stecknadelkopfgroße rote Fruchtkörper sichtbar. Dieser Pilzbefall tritt vor allem beim pflegegeschwächten Bäumen zur Herbstzeit auf. Man kann den Sporen die Lebensgrundlage entziehen, indem man die befallenen Stellen im September oder auch Anfang Oktober bis ins alte Holz zurückschneidet.
Meldepflicht bei Ahornkrankheiten
Leidet der Ahorn an einem Pilzbefall, sollte dieser unbedingt dem kommunalen Pflanzenschutzdienst gemeldet werden.
Expertentipp
Die Anfälligkeit für Pilzerkrankungen beim Ahornbaum lassen sich durch gute Pflege weitestgehend vermeiden. Der Boden, auf dem der Baum steht, sollte durchlässig sein und das Gießwasser gut abfließen lassen. So lässt sich Staunässe vermeiden. Während dem Pflanzen sollte man stets vorsichtig vorgehen, um die Wurzeln nicht zu beschädigen. Indem man dem Substrat Kompost und Hornmehl untermischt, sorgt man für eine natürliche Düngung und hält den Baum langfristig gesund.
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