Aprikosenbäume gelten als sehr widerstandsfähig. Dennoch ist es auch bei guter Pflege möglich, dass das Gehölz einmal erkrankt. Um vorbereitet zu sein, sollten Gärtner die drei wichtigsten Krankheiten und den häufigsten Schädling bei Aprikosenbäumen kennen.
Kräuselkrankheit
Die Kräuselkrankheit befällt vorwiegend Steinobstbäume, zu denen auch die Aprikose zählt. Unter den möglichen Erkrankungen eines Aprikosenbaumes ist sie am besten erkennbar. Die Symptome zeigen sich in Form von kräuselnd austreibenden Blättern, die rote und/oder grüne Bläschen aufweisen. Die Blüte fällt eher bescheiden aus, die Früchte verkümmern, Äste und Triebe fallen möglicherweise ab.
Die Kräuselkrankheit ist ein Pilz, der bereits im Januar vor der Knospenschwelle bekämpft werden sollte. Dafür eignen sich kupferhaltige Mittel aus dem Fachhandel. Hat der Baum bereits kräuselnd ausgetrieben, kann die Krankheit nicht mehr bekämpft werden. Gärtner sollten die befallenen Äste und Triebe dann schnellstmöglich entfernen und vernichten. Auf den Kompost gehören sie nicht – das würde der Erreger überleben.
Schrotschusskrankheit

Die Symptome der Schrotschusskrankheit zeigen sich vor allem in regenreichen Frühjahren. Passend zum Namen handelt es sich um runde, rötliche bis braune Flecken an den Blättern, aus denen später Löcher entstehen. Der Baum verliert sein Laub, die Zweige welken. Die Aprikosen selbst weisen häufig runde, eingesunkene Flecken mit einem roten Rand auf, später verfaulen sie und fallen ab.
Zur Bekämpfung des Pilzerregers eignen sich Pflanzenschutzmittel oder biologische Mittel aus Kupfer, Schwefel oder Tonerde. Befallene Triebe werden bestenfalls bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten. Wer Knoblauch oder Zwiebeln unter den Aprikosenbaum pflanzt, kann der Schrotschusskrankheit vorbeugen.
Bakterienbrand

Auch der Bakterienbrand wird von einem Pilzerreger ausgelöst. Er zeigt sich durch kleine, dunkle Flecken an den Rändern der Blätter, die später absterben. Der Baum scheidet deutlich mehr Harz aus als sonst, an den Früchten können schwarze Flecken auftreten.
Gegen den Bakterienbrand gibt es kein zuverlässiges helfendes Mittel, weswegen Gärtner sich auf die Vorbeugung konzentrieren sollten. Dafür werden Schnittmaßnahmen auf das nötige Maß beschränkt. Außerdem werden das Weißen des Stammes und das Spritzen kupferhaltiger Lösungen empfohlen.
Frostspanner-Raupen

Neben den Pilzerregern gibt es auch einen Schädling, der den Besitzern von Aprikosenbäumen häufig Kopfzerbrechen bereitet. Dabei handelt es sich um die Raupen des Frostspanners. Sie geben sich durch zusammengewebte Blätter und Blüten sowie angefressene Blätter und Früchte zu erkennen.
Wer die Frostspanner-Raupen an seinem Aprikosenbaum erkannt hat, sollte Bacillus-thuringiensis-Präparate ausbringen. Dies geschieht bestenfalls an warmen Tag. Außerdem können Gartenbesitzer Fressfeinde wie Meisen und andere Gartenvögel anlocken.
Expertentipp
Der Pilzbefall kann verhindert werden, indem der Aprikosenbaum einen geschützten Standort nahe einer Hauswand erhält, möglicherweise sogar unter einer Überdachung. Außerdem sollte Nässe vermieden werden. Dafür ist in erster Linie ein lockeres Substrat notwendig. Der Aprikosenbaum darf erst gegossen werden, wenn die Erde nach der Daumenprobe trocken ist.
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