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Buche als Bonsai erziehen

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Buche als Bonsai erziehen

Die Buche gehört zu den größten Laubbäumen und kann maximale Höhen von bis zu 40 Metern erreichen. Da sie sehr schnittverträglich ist, eignet sie sich jedoch auch zur Kultivierung als Bonsai. Insbesondere regelmäßige Rückschnitte zur Wachstumshemmung spielen hierbei eine maßgebende Rolle. Was sonst noch zu beachten ist, zeigen wir Ihnen hier.

Regelmäßige Rückschnitte zur Formgebung und -erhaltung

Regelmäßige Rückschnitte sind die Basis der Bonsaigestaltung. Buchen sind sehr schnittverträglich. Selbst stärkere Rückschnitte oder Fehler vertragen sie gut und treiben innerhalb kurzer Zeit wieder neu aus.

Im Rahmen eines stärkeren Rückschnittes kürzen Sie alle Äste stark ein. Schneiden Sie so, dass immer noch ein bis drei Augen an einem Trieb verbleiben. Aus diesen kann die Buche erneut austreiben. Nachdem die gewünschte Form erreicht ist, sollten weiterhin regelmäßige, aber leichtere Rückschnitte erfolgen. Hierbei werden alle störenden und über die Form herausragenden Seitentriebe und Triebspitzen entfernt.

Der geeignete Zeitpunkt für den Schnitt

Der geeignete Zeitpunkt für den Schnitt


Der geeignete Zeitpunkt für einen starken Rückschnitt ist etwa im Februar. Ab März treibt die Buche wieder neu aus. Ein weiterer, leichterer Rückschnitt sollte etwa im Juli durchgeführt werden.

Ein Drahten vermeiden

Ein Drahten vermeiden
In der Bonsaizucht wird vermehrt auf ein Drahten der Triebe zurückgegriffen, um diese in die gewünschte Richtung zu lenken. Bei der Buche sollte möglichst auf ein Drahten verzichtet werden. Sie besitzt eine sehr dünne Rinde, welche schnell einreißt und Schäden davonträgt. Wollen Sie Ihren Bonsai dennoch drahten, sollten Sie die Zweige zuvor mit einem schützenden Vlies oder Jute umwickeln und vor dem Einschneiden des Drahtes schützen. Entfernen Sie den Draht zeitnah, bevor er in die Rinde einwächst.

Die richtige Pflege des Bonsais

Pflanzen Sie Ihre Buche in ein ausreichend großes Gefäß. Dieses sollte mindestens 1,5-mal so groß sein wie der Wurzelballen. Als Substrat eignet sich ein spezielles Bonsai-Substrat aus Akadama und Bonsai-Erde.

Lassen Sie den Wurzelballen Ihres Bonsais niemals vollständig austrocknen. Wässern Sie die Buche regelmäßig, aber vermeiden Sie Staunässe. Schütten Sie überschüssiges Gießwasser ab. Verwenden Sie möglichst kalkarmes Leitungswasser oder aufgefangenes Regenwasser. Versorgen Sie Ihren Bonsai während der Wachstumsphase von März bis August regelmäßig mit Flüssigdünger. Ein Mangel an Eisen zeigt sich beispielsweise an einem Ausbleichen der grünen Blätter.

Je nach Größe und Wachstum der Buche sollte diese in Abständen von etwa zwei bis drei Jahren in ein größeres Gefäß mit frischem Substrat umgetopft werden. Am besten eignet sich hierfür das Frühjahr. Nutzen Sie diese Gelegenheit sogleich für einen Wurzelschnitt. Entfernen Sie alle alten und verfaulten sowie vertrockneten Wurzeln. Kürzen Sie die verbliebenen gesunden Wurzeln ebenfalls um einige Zentimeter. Ein Rückschnitt der Wurzeln hemmt sogleich das Wachstum der oberirdischen Pflanzenteile.

Expertentipp

Eine Buche ist generell winterhart und kann auch als Bonsai ganzjährig im Freien kultiviert werden. Aufgrund der geringen Menge an Erde kann diese jedoch leicht durchfrieren. Umwickeln Sie das Gefäß im Winter mit isolierendem Vlies oder Jute.

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© www.istockphoto.com/photohomepage
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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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