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Kräuterpflanzen

Currykraut Anbau

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Currykraut Anbau - Ratgeber

Curry ist ein bekanntes und weltweit beliebtes Gewürz und wird nicht nur für die indische Küche gerne verwendet. Vielen immer noch unbekannt dagegen ist das Currykraut. Das Currykraut, auch italienische Strohblume genannt, hat allerdings außer dem Geruch und dem Geschmack mit dem klassischen Currypulver nichts gemein. Es eignet sich aber ganz hervorragend zum Würzen von Gerichten und ist ein idealer Ersatz für das herkömmliche Currypulver.

Currykraut – die wohlschmeckende Unbekannte

Currykraut - die wohlschmeckende Unbekannte


Das Kraut gehört zu der Familie der Korbblütler und ist ein naher Verwandter der Kamille, Stevia, des Estragon und der Ringelblume. Das auf den ersten Blick recht unscheinbare Currykraut ist hauptsächlich im Mittelmeerraum Zuhause, wie zum Beispiel Afrika, Zypern oder der Türkei.
Der immergrüne Halbstrauch mit den hübschen Silber-grauen Nadeln, die denen des Rosmarin ähneln, ist mehrjährig, kann bis zu 70 cm hoch werden und zeigt ab Juni bis September eine goldgelbe Blütenpracht. Currykraut kann nicht nur zum Würzen verwendet werden, sondern ist auch eine Heilpflanze, die bei Erkältungen und Prellungen, als auch als antibakterielle Heilpflanze zum Einsatz kommt.

Currykraut selber anbauen – der richtige Standort

Currykraut selber anbauen - der richtige Standor
Da Currykraut unter die mediterranen Kräuter fällt, liebt es einen sonnigen bis vollsonnigen Standort. Es kann im Beet als auch in Töpfen angebaut werden und eignet sich so für Garten als auch für Balkon oder Terrasse. Wird das Currykraut in Töpfen kultiviert, muss der Topf zwingend groß genug sein, denn mit seiner Wuchshöhe von bis zu 70 cm bildet das Kraut auch einen entsprechend großen Wurzelballen aus.
Eine gute Kräutererde unterstützt das Currykraut bei seinem gesunden Wachstum und beugt Staunässe vor.

Als Nachbarn für das Kraut eignen sich Lavendel, Salbei, Thymian oder Bohnenkraut.

Currykraut richtig anbauen

Die „italienische Strohblume“ gibt es als Samen und als fertige Pflanze zu kaufen. Die fertigen Pflanzen können direkt in Beet oder Topf eingesetzt werden.
Zwischen den einzelnen Pflanzen im Beet sollte ein freier Abstand von mindestens 30 cm bleiben, da Currykraut sehr buschig wächst.

Wer sein Currykraut lieber aus Samen selber ziehen möchte, sollte die Samen im Winter bereits in Töpfen oder in einem Mini Gewächshaus vorziehen. Hier ist ein warmer und sonniger Platz am Fenster wichtig, denn die italienische Strohblume ist ein Lichtkeimer – das heißt, der Samen benötigt viel Licht, um zu keimen. Die Samen werden daher auch nur auf die Erde gelegt, beziehungsweise nur ganz minimal mit Erde bedeckt. Die Anzuchterde muss dann regelmäßig feucht gehalten werden. Nässe oder Staunässe allerdings gilt es zu verhindern, da die Samen sonst schimmeln.

Nach ungefähr 10 bis 14 Tagen kommen die ersten kleinen Keimlinge ans Licht. Erst nach dem letzten Nachtfrost – circa Mitte Mai – jedoch dürfen die Stecklinge nach draußen in das Gartenbeet oder in den Topf ziehen.

Die richtige Pflege der italienischen Strohblume

Das Currykraut ist ein robuster Halbstrauch, dem auch Trockenheit nichts ausmacht. Das Kraut muss daher nur mäßig gegossen werden. An sehr heißen Tagen benötigt allerdings auch das Currykraut etwas Hilfe. Hier empfiehlt es sich, das Kraut in den Abendstunden mit mehreren kleineren Gaben Wasser zu gießen, anstatt sie regelrecht zu fluten. So wird Staunässe verhindert und die Wurzeln der Pflanze geschont.

Gedüngt wird ebenfalls sehr sparsam. Im Winter benötigt der Halbstrauch keine zusätzlichen Gaben von Dünger. Im Frühjahr kann dann etwas Kompost in die Erde um die Pflanze eingearbeitet werden, mehr braucht die italienische Strohblume nicht.

Da es sich bei der italienischen Strohblume um einen Halbstrauch handelt, neigt er am unteren Teil der Pflanze zum Verholzen. Das Verholzen kann durch einen regelmäßigen Schnitt minimiert werden.

Lagerung des Currykrautes nach der Ernte

Erntefrisch ist immer am besten. Das gilt auch für das Currykraut. Da aber nicht immer die komplette Ernte frisch zum Kochen verwendet werden kann, gibt es zwei gute Möglichkeiten, das Kraut zu konservieren und so ganzjährig in den Genuss der schmackhaften Pflanze zu kommen.
Currykraut lässt sich hervorragend einfrieren. Eingefroren werden ganze Triebe, denn werden die Blätter vorher zerkleinert, kann sich ein unangenehmer, bitterer Geschmack entwickeln.

Eine weitere, sehr gute Konservierungsmethode ist das Einlegen ganzer Triebe in Öl. Dazu wird ein neutrales Öl verwendet. Dieses nimmt das ätherische Öl des Currykrautes auf und konserviert so den typischen Geschmack, als auch den Geruch.

Für die Konservierung durch Trocknen der Blätter eignet sich Currykraut leider weniger. Durch die Trocknung verliert das Currykraut an den wertvollen ätherischen Ölen, wodurch der Geschmack weniger intensiv wird.

Wer trotzdem Currykraut trocknen möchte, sollte die Triebe zu kleinen Bündeln zusammenbinden und kopfüber einige Tage an einen luftigen, warmen und trockenen Platz hängen.

Expertentipp

Im Gegensatz zu manch anderen mediterranen Kräutern ist das Currykraut robust und relativ winterhart. Trotzdem sollte das Kraut im Winter bei zu strenger Witterung geschützt werden, denn sehr viel Frost, beziehungsweise Minustemperaturen über einen längeren Zeitraum verträgt auch das Currykraut nicht.

Pflanzen, die in Töpfen kultiviert wurden, können ganz einfach ins Haus geholt und an einem nicht zu warmen und sehr hellen Standort überwintern. Bei Currykraut, welches in Beeten gepflanzt wurde, ist es ratsam, die Pflanze mit Vlies oder Reisig abzudecken, um die italienische Strohblume sicher überwintern zu lassen.

Häufig gestellte Fragen

Wie wird Currykraut geerntet?

Zum Würzen von Gerichten werden die Blätter des Halbstrauches benötigt. Am einfachsten lässt sich Currykraut ernten, indem man ganze Triebe abschneidet. Das erspart dem Gärtner gleichzeitig den jährlichen Rückschnitt, um Verholzen des Strauches zu vermeiden. Die Triebe werden bis zum verholzten Teil der Pflanze abgeschnitten.

Wann wird Currykraut geerntet?

Der beste Zeitpunkt, um Currykraut zu ernten, ist kurz vor der Blüte. Dann ist der Gehalt ätherischer Öle, die den Geschmack und den Geruch ausmachen, in den Blättern am höchsten.

Wozu wird Currykraut beim Kochen genutzt?

Die italienische Strohblume wird überwiegend zum Würzen von Fleisch- und Reisgerichte verwendet. Dazu werden die Blätter des Krautes kleingehackt und dem Gericht beigegeben. Ähnlich wie beim Rosmarin können ganze Zweige des Krautes beim Kochen genutzt und vor dem Servieren wieder entfernt werden. Hierzu verwendet man möglichst frische Zweige. Currykraut sollte speziell bei Reisgerichten nicht länger als 5 bis 6 Minuten mitgegart werden, da das Kraut sonst Bitterstoffe abgibt.

Da Currykraut neben dem charakteristischen Curry Geschmack auch über eine leichte Salbei Note verfügt, eignet sich das Kraut auch hervorragend zu Lamm- und Kalbfleisch Gerichten.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/emer1940
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