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Der Judasbaum als Bonsai

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Der Judasbaum als Bonsai

Der Judasbaum gehört zur Familie der Johannisbrotgewächse. Beheimatet ist er in Nordamerika, Asien und Südeuropa. Hier wächst er an Flussufern und in Wäldern, aber auch auf kargen, steinigen Böden mit wenigen Nährstoffen.

Da der Baum im Frühjahr an seinen Zweigen rosa bis rote Schmetterlingsblüten ausbildet, ist er sehr beliebt und wir auch gern als Bonsai gezogen. Nachdem die Blüte vorbei ist, erscheinen die herzförmigen Blätter.

Ein Judasbaum kann als Bonsai in verschiedenen Formen gestaltet werden. Dazu gehören die aufrechte Form, die Halbkaskade, die Kaskade, der Wuchs über einem Felsen, die Besenform oder der Wald.

Die Erziehung zum Bonsai

Die Erziehung zum Bonsai


Um aus einem Judasbaum einen Bonsai zu gestalten, müssen Sie das Bäumchen schneiden und drahten.

Je nach Gestaltungsform werden die Zweige, Äste und Triebe zurückgeschnitten. Der Schnitt sollte aller sechs bis acht Wochen im Zeitraum von Mai bis September erfolgen. Bei diesem Zeitraum kann ihr Bonsai noch die volle Blütezeit ausschöpfen. Wenn Sie allerdings keinen Wert auf volle Blütenpracht legen, dann dürfen Sie schon im März zurückschneiden.

Um noch näher an die gewünschte Form zu kommen, drahten Sie ihren Bonsai mit Aluminiumdraht. Dieser wird spiralförmig um die Zweige und Äste gewickelt. Dabei wird gleichmäßig und nicht zu fest von unten nach oben gedrahtet. Jetzt können Sie die Zweige vorsichtig in die gewünschte Richtung biegen. Wichtig ist, dass der Draht im Mai wieder entfernt wird, da er sonst Spuren hinterlässt, wenn der Baum wächst.

Der Standort

Der Standort
Da der Judasbaum eine mediterrane Pflanze ist, sollte der Standort mit Bedacht gewählt werden. Der Bonsai benötigt einen sonnigen und warmen Platz. Falls Sie den Mini-Baum im Hochsommer im direkten Sonnenlicht stehen lassen möchten, dann müssen Sie ihn erst daran gewöhnen.

Wenn ihr Bonsai im Sommer im Wind und Regen steht, werden die Blätter härter und auch widerstandsfähiger.

Den Judasbaum-Bonsai pflegen

Um viel Freude an ihrem Bonsai zu haben, müssen Sie auf die richtige Pflege achten. Hierzu zählen das Gießen und Düngen.

Damit die feinen Wurzeln des Bonsais nicht absterben, darf die Erde in der Pflanzschale nie völlig austrocknen. Da der Judasbaum einen durchschnittlichen Bedarf an Wasser hat, ist es ganz einfach, die Erde ständig feucht zu halten. Falls sie trotzdem einmal ausgetrocknet ist, hilft es, die Schale bis zum Rand in ein Wasserbad zu stellen.

Nehmen Sie zum Gießen Regenwasser und brausen Sie über die ganze Pflanze. Sie können auch abgestandenes Leitungswasser gießen, wobei hier auf den Blättern Kalkflecken entstehen können. Achten Sie beim Gießen darauf, dass sich die Erde komplett mit Wasser vollsaugt.

Im Winter wird nur sehr wenig gegossen, da der Baum seine Blätter abwirft und somit weniger Wasser benötigt.

Zum Düngen wird ein organischer Dünger genutzt. Die Kugelform oder Streudünger ist hier die beste Wahl. Diesen Dünger geben Sie dem Bonsai immer in der Wachstumsphase, die vom Frühjahr bis in den Herbst reicht. Sie sollten nur in der Zeit der Blüte oder nach dem Umtopfen mit dem Düngen aussetzen.

Das Umtopfen eines Judasbaum-Bonsais

Wenn Sie einen Judasbaum besitzen, dann sollten Sie ihn aller zwei Jahr umtopfen. Die beste Zeit ist dafür das Frühjahr. Hierbei werden auch gleich die Wurzeln beschnitten. Das hat zur Folge, dass das Wurzelwachstum angeregt wird und sich das Wurzelsystem besser verzweigt. Weiterhin wird beim Umpflanzen die Erde zu 2/3 durch neue ersetzt. Nehmen Sie dazu eine spezielle Bonsai-Erde, welche zusammengemischt ist. In dieser Mischung findet sich ein Teil Akadama, ein Teil Humus und ein Teil Lavasplitt.

Sie können beim Umpflanzen wieder auf die gleiche Pflanzschale zurückgreifen, wenn Sie noch nicht zu klein ist. Wenn Sie allerdings sehen, dass ihr Bonsai für die Pflanzschale zu groß ist, dann suchen Sie sich eine größere Schale. Hier sollten Sie darauf achten, dass die Schalenlänge etwa 2/3 der Pflanzenhöhe ist.

Expertentipp

Der Bonsai benötigt im Winter Schutz. Zum Überwintern wird er an einen Ort gestellt, der eine maximale Temperatur von 10 °Celsius aufweisen darf. Temperaturen im Frostbereich schädigen die feinen Triebe und die Wurzeln, da ein Bonsai nur in einer flachen Schale steht.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/PETER HAYNES

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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