Als heimischer Baum ist die Buche hierzulande sehr pflegeleicht und kommt zumeist auch problemlos über den Winter. Es gibt jedoch trotzdem einige Dinge, die man tun oder vermeiden sollte, um ihr das Überleben in der kalten Jahreszeit zu erleichtern. Wie also pflegt man eine Buche im Winter richtig?
Nicht der Zeitpunkt für den Beschnitt
Der Herbst als Beginn der Ruhephase ist bei vielen Bäumen und Sträuchern der beste Zeitpunkt für einen Rückschnitt. Nicht jedoch bei der Buche! Schneidet man sie im Herbst, treibt sie danach trotz der zunehmenden Kälte noch einmal kräftig aus. Die dabei entstehenden jungen Triebe sind empfindlich und erfrieren daher zumeist beim ersten Frost. Ihr Wachstum kostet die Pflanze davor viele Nährstoffe, die sie eigentlich für den Winter aufsparen sollte. So beginnt sie die kalte Jahreszeit geschwächt und kann weiteren Frostschäden und Erkrankungen schlechter widerstehen. Schneiden Sie Ihre Buche daher erst im Frühjahr kurz vor dem richtigen Zeitpunkt für den Austrieb.
Kälteschutz für junge Buchen
Ältere Buchen brauchen normalerweise keinen Schutz vor den in Deutschland üblichen Wintertemperaturen. Bei jungen Bäumen kann es jedoch gelegentlich zu Erfrierungen kommen. Ganz besonders gefährdet sind dabei ihre Wurzeln. Buchen sind Flachwurzler, die nicht tief in den Boden eindringen. Sie breiten sich stattdessen knapp unter der Oberfläche weit zu den Seiten hin aus. Dort können die noch jungen Wurzeln der oft erst im Herbst gepflanzten Jungbäume leicht von der Kälte erreicht werden. Deshalb sollte man den Boden rund um den Stamm in zumindest der Breite der Baumkrone gründlich mit Mulch abdecken. Auch eine Schicht Reisig schadet nicht. Zusätzlich empfiehlt es sich in den ersten Jahren nach der Pflanzung, den Stamm mit isolierendem Stroh oder Vlies zu umwickeln. Ist der Baum gut angewurzelt und kräftig, braucht er diesen Schutz jedoch nicht mehr.
Auf die Wasserversorgung achten

Eine Gefahr, die auch erwachsenen Buchen im Winter droht, ist Trockenheit. Sie haben das ganze Jahr über einen relativ hohen Wasserbedarf, benötigen aber auch einen gut durchlässigen Boden. Kommt es im Winter zu einer längeren Trockenperiode, in der der Schnee um die Buche nicht schmilzt, sollte man sie daher auch in dieser Jahreszeit gießen. Achten Sie jedoch darauf, nicht zu viel Wasser auf einmal zu geben. Bildet sich eine Pfütze am Fuß der Buche oder Staunässe um die Wurzeln und gefriert das Wasser dann, kann das zu schweren Schäden an der Pflanze führen.
Keine Düngung im Winter
Anders als andere Laubbäume behält die Buche ihre Blätter meist auch im Winter. Dennoch braucht sie in dieser Zeit keine zusätzlichen Nährstoffe. Buchen sind allgemein sehr genügsam und neigen eher dazu, durch Überdüngung als durch Nährstoffmangel Schaden zu nehmen. Am besten stellt man die Düngergabe bei ihnen bereits im Juli ein. Auf keinen Fall sollte man im Herbst noch düngen.
Expertentipp
Auch bei älteren Buchen ist es hilfreich, vor Winterbeginn noch einmal zu mulchen. Die Mulchschicht schützt die flachen Wurzeln vor Frost und hilft dem Boden gleichzeitig, Wasser zu speichern. Als Material dafür eignen sich Kompost, Stroh, Rasenschnitt und Laub. Achten Sie, wenn Sie die eigenen Blätter der Buche verwenden, jedoch darauf, dass sie nicht von Pilzen befallen sind. Krankes Laub muss entfernt und vernichtet werden, um den Baum vor weiterer Ausbreitung der Krankheit zu schützen.
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