Die Blütenpracht der Eisenkräuter, die von sanften rosafarbenen bis hin zu kräftig violetten und dunkelroten Farbtönen reicht, verschönert jeden Garten. Sie gehören zur Familie der Eisenkrautgewächse (Verbenaceae) und sind auch unter der Bezeichnung Verbene bekannt. Heimisch sind sie in Südamerika, wo es zahlreiche Sorten gibt. Das Echte Eisenkraut (Verbena officinalis) ist eine in Europa einheimische Wildpflanze. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie man die Gewächse pflegt, um lange Freude an ihnen zu haben.
Passende Standorte
Eisenkräuter wachsen am besten an sehr sonnigen, windgeschützten Plätzen. Allerdings dürfen sie erst nach dem letzten Frost ins Freie gepflanzt werden. Als Orientierungshilfe dienen die Eisheiligen im Mai.
Die Erde, ob in Kübeln oder im Beet, sollte locker und frisch sein. Durch die Zugabe von Humus oder Kompost kann man das Substrat zusätzlich aufwerten. Werden mehrere Exemplare nebeneinander gesetzt, ist ein Pflanzabstand von rund 30 Zentimetern einzuhalten. Auf diese Weise haben die Pflanzen ausreichend Platz, um kräftig zu wachsen und ein wunderschönes Blütenmeer entstehen zu lassen.
Pflege

Eisenkräuter benötigen keine intensiven Pflegemaßnahmen. Es ist jedoch ratsam, verwelkte Blüten und Blätter zeitnah zu entfernen, um ein gesundes, kräftiges Wachstum zu unterstützen und die Bildung neuer Triebe voranzutreiben. Weiterhin wirkt es sich positiv auf die Dauer der Blütezeit aus.
Bewässerung

Eisenkräuter benötigen viel Wasser. Regelmäßige Wassergaben sind unabdingbar. Dabei ist jedoch zu beachten, dass Staunässe unbedingt verhindert werden muss, da sie von Verbenen nicht vertragen wird.
Um Staunässe in Pflanzgefäßen zu vermeiden, sollte eine Drainageschicht bestehend aus Kies eingebracht werden. Hilfreich kann zudem das Untermischen von Sand in das Substrat sein. Trotz des hohen Wasserbedarfs überstehen Eisenkräuter sporadische Trockenphasen gut, ohne sofort Schäden davon zu tragen.
Düngergaben
Regelmäßige Düngergaben unterstützen das allgemeine Wachstum und die Bildung der Blüten. Etwa alle zwei Wochen sollten Sie die Pflanzen mit Flüssigdünger versorgen. Am besten gelingt das über das Gießwasser. Insbesondere Exemplare in Kübeln benötigen zusätzliche Nährstoffgaben, in Beeten kultivierte Eisenkräuter sind genügsamer und können seltener gedüngt werden.
Überwinterung
Viele Verbenen reagieren empfindlich auf Frost. Eine bloße Frostabdeckung des Beetes genügt nicht. Man kann die Pflanzen beispielsweise den Winter über in Kübeln kultivieren, die in geeignete Innenbereiche umgesiedelt werden.
Eisenkräuter in Pflanzgefäßen werden im Herbst zunächst eingekürzt und anschließend an einen frostfreien, kühlen und dunklen Ort gebracht. Auch während der kalten Jahreszeit müssen die Pflanzen regelmäßig, jedoch bedarfsgerecht gegossen werden. Im Frühjahr können sie an ihren gewohnten Standort zurückkehren.
Expertentipp
Wie andere Pflanzen können auch Eisenkräuter von Mehltau befallen werden, der sich als weißer Belag auf den Blättern äußert. Pflanzen Sie Kräuter wie Schnittlauch, Basilikum oder Kerbel zwischen oder neben Ihre Eisenkräuter. Das verleiht Ihrem Beet oder den Pflanzkästen nicht nur eine besonders schöne optische Varianz, sondern dient vor allem als natürliche Abwehr gegen Mehltau.
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