Beim Frauenmantel, auch als Liebfrauenmantel bekannt, handelt es sich um eine Pflanze, die nicht selten auf feuchten Wiesen und an Bachläufen zu finden ist. Der Gewöhnliche Frauenmantel zählt dabei zu den wirkungsvollen Heilpflanzen, die in der Naturheilkunde ihren festen Platz gefunden haben. Der Ursprung des Frauenmantels liegt in Asien und Osteuropa. Inzwischen ist der Frauenmantel (als Wildpflanze) auch im Westen Europas heimisch geworden – zu seinen Verbreitungsgebieten zählen Länder wie Deutschland, Frankreich oder Griechenland.
Wissenswertes über den Frauenmantel
Beim Frauenmantel handelt es sich zudem um eine verbreitete Gartenstaude, deren Gattung – die zur Familie der Rosengewächse zählt – sich in rund 1000 verschiedene Arten unterteilt. Hierzulande erfreut sich vor allem der Weiche Frauenmantel größter Beliebtheit. Der schnellwachsende Bodendecker kann nicht nur dichte Bestände ausbilden, die Pflanze präsentiert sich zudem mit attraktiven Blüten. Dem Weichen Frauenmantel wird eine heilsame Wirkung zugesprochen, die Pflanze soll nicht nur Entzündungen abklingen lassen, sondern auch Schmerzen lindern.
Gut zu wissen: Frauenmantel zählt zwar nicht zu den 38 Pflanzen, die als Bachblüten Verwendung finden, wird jedoch häufig mit der Bachblütentherapie in Verbindung gebracht.
Frauenmanteltee trocknen: Anwendung und Wirkung

Als besonders wirkungsvolle Heilpflanze gilt der Gewöhnliche Frauenmantel. Die krampflösende und schmerzstillende Wirkung des Gewächses, ist bereits seit dem Mittelalter bekannt. Schon damals wurde der Gewöhnliche Frauenmantel zur Linderung von Frauenleiden – wie Menstruations- oder Wechseljahrsbeschwerden – eingesetzt.
Doch das ist längst nicht alles: Frauenmantel wird zudem wegen seiner verdauungsfördernden Wirkung geschätzt und verspricht auch bei Magen-Darm-Beschwerden eine schnelle Besserung. Zur Behandlung von inneren Erkrankungen wird die Heilpflanze als Tee verabreicht, der jedoch – zur Behandlung von Wunden – auch äußerlich aufgetragen werden kann. Weiterhin soll Frauenmanteltee die Durchblutung fördern und stressbedingte Symptomen lindern.
Wenn Sie den heilsamen Frauenmanteltee nun selbst probieren möchten, sollten Sie die Blätter am besten selbst ernten. Die Erntezeit des Frauenmantels liegt in den Monaten von Mai bis August, wenn die Pflanze in voller Blüte steht. Um sich einen kleinen Vorrat des Heilkrautes anzulegen, können Sie die Blätter – vorzugsweise an einem schattigen und luftigem Ort – trocknen. Im Backofen sollte das Heilkraut besser nicht getrocknet werden, denn hier können – durch zu große Hitze – wichtige Inhaltsstoffe verloren gehen. Zur Aufbewahrung eignen sich verschließbare Dosen und Gläser sowie auch Papiertüten.
Sie können den Frauenmanteltee sowohl aus frischen als auch aus den getrockneten Blättern der Pflanze zubereiten. Für 250 ml Tee benötigen Sie einen Teelöffel des Heilkrautes. Übergießen Sie die Blätter mit heißem Wasser und lassen Sie den Tee etwa zehn Minuten lang ziehen. Wenn Sie die Tasse während des Ziehens mit einem kleinen Teller abdecken, bleibt Ihr Tee länger heiß.
Expertentipp
Wollen Sie den Frauenmantel im eigenen Garten anbauen? Die Heilpflanze lässt sich problemlos im Freiland aussäen. Da es sich bei den Samen des Frauenmantels um Kaltkeimer handelt, sollten diese zwischen Oktober und Januar ausgesät werden. Idealerweise sollten Sie die Samen zunächst in einem Pflanzgefäß vorziehen, das Sie nach der Aussaat an einen geschützten Ort stellen.
Achten Sie auf gleichbleibende Feuchtigkeit, um ein Austrocknen der Samen zu verhindern. Bis zum Frühjahr sollten sich bereits die ersten kleinen Pflänzchen zeigen, die Sie dann in Ihrem Garten einpflanzen können. Beachten Sie, dass Ihr Frauenmantel einen sonnigen bis halbschattigen Standort benötigt. Der Boden sollte nährstoffreich und durchlässig sein. Sehr schwere und (oder) lehmige Erde sollte – durch das Einbringen von Sand oder Lavagranulat – aufgelockert werden. Der Boden sollte gleichmäßig feucht gehalten werden.
Lassen Sie uns wissen, wenn Ihnen der Beitrag gefällt. Das ist für uns der einzige Weg herauszufinden, ob wir etwas besser machen können.
Die neusten Kommentare