Frauenmantel ist eine hübsche Pflanze mit außergewöhnlichen Blättern und gelblichen oder hellgrünen Blütenständen. Die in Europa, Asien und Afrika in gemäßigtem und feuchtem Klima sowie in alpinen Regionen vorkommende Pflanze gehört zu den Rosengewächsen und trägt den wissenschaftlichen Namen Alchemilla.
Es gibt etwa 20 verschiedene Arten des Frauenmantels. Die stark behaarte Sorte wird auch Silbermantel genannt. Zuchtformen des Frauenmantels wie Alchemilla speciosa und Alchemilla mollis sind beliebte Zierpflanzen in heimischen Gärten und Parkanlagen.
Frauenmantel – eine altbekannte Heil- und Zauberpflanze
Alchemilla ist eine alte Heil- und Zauberpflanze. Ihr lateinischer Name bedeutet ‘kleine Alchemistin’. Giftig ist der Frauenmantel nicht, er wird aber auch nicht als Gewürzkraut oder Salat verzehrt wie andere Gewürz- und Wildkräuter. Die volkstümliche Bezeichnung Frauenmantel geht auf die runden, gefalteten Blätter zurück, die an Mäntel auf mittelalterlichen Mariendarstellungen erinnern. In manchen Gegenden wird die Pflanze deshalb auch Liebfrauenmantel oder Marienmantel genannt.
Der Frauenmantel ist ein Heilkraut, dass besonders Frauen zugute kommt. Auch diese schon im Mittelalter bekannte und in Büchern festgehaltene Tatsache könnte zu dem Namen beigetragen haben. Weitere lokale Bezeichnungen für Alchemilla sind Krausemäntelchen, Taublatt, Röckli und Taubecher.
Die Nutzung von Frauenmantel

Alchemilla ist eine beliebte Futterpflanze für Schafe und Ziegen. In der Volksmedizin werden mit Frauenmantel Blutungen, Geschwüre, Wunden, aber auch Kopfschmerzen, Nierensteine und Bauchschmerzen behandelt. Hildegard von Bingen empfahl Frauenmantel vor allem zur Behandlung von Frauenkrankheiten wie Menstruationsbeschwerden und Beschwerden in den Wechseljahren.
Eine Besonderheit des Frauenmantels ist die Abgabe sogenannter Guttationstropfen, die besonders am Morgen die gefältelten Blätter wie Perlen schmücken. Das Phänomen inspirierte Alchemisten im Mittelalter zu zahlreichen Versuchen und nährte den Glauben, dass es sich bei Alchemilla um eine wundertätige Pflanze handle.
Expertentipp
Ein Tee aus frisch gepflücktem Frauenmantel, Pfefferminze, Melisse und Kletten-Labkraut trägt besonders im Frühjahr zur Entschlackung und Vertreibung der Frühjahrsmüdigkeit bei.
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