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Exotische Pflanzen

Ginkgo als Bonsai erziehen

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Ginkgo als Bonsai erziehen

Die Gattung Ginkgo existiert bereits seit mehr als 200 Millionen Jahren. Der Ginkgobaum gilt daher als ein lebendes Fossil in der Pflanzenwelt. Seit etwa 200 Jahren wird der Ginkgo auch in Europa gern als Ziergehölz gepflanzt.

Der sommergrüne Ginkgo ist mit seinen breiten, fächerförmigen Blättern und seinem schlanken Wuchs eine echte Zierde. In gut geschützten Lagen kann der Baum ein hohes Alter und eine Höhe von mehr als 40 Metern erreichen.

Ursprünglich stammt der Ginkgo aus Asien. Dort wird er gern als Bonsai kultiviert. Wer den hübschen Ginkgo-Baum selbst zum Bonsai erziehen möchte, braucht dazu jedoch viel Geduld und Fingerspitzengefühl.

Ginkgo-Bonsai aus Steckling ziehen

Ginkgo-Bäume können nicht nur sehr alt werden, sondern auch in ihren natürlichen Lebensräumen in Ostasien mit bis zu 40 Metern eine beachtliche Höhe erreichen. Als Ziergehölz im mitteleuropäischen Klima bleiben sie jedoch meist kleiner. Ihre breiten und fächerförmigen Blätter sind ebenfalls recht groß.

Einen solch majestätischen Baum als Bonsai zu erziehen ist also nicht ganz so einfach, denn ein wesentliches Merkmal der Bonsai-Kunst ist es, die Proportionen und alle besonderen Merkmale einer speziellen Baumart in Miniaturform beizubehalten.

Dennoch ist es mit viel Geduld möglich einen Ginkgo-Bonsai aus einem Steckling zu ziehen.

Wuchsform bestimmen

Wuchsform bestimmen

In der Natur zeigt der Ginkgo-Baum in jungen Jahren zunächst eine sehr schlanke, schmale und säulenförmige Wuchsform. Die meisten Ginkgo-Bonsais werden daher ebenfalls in dieser Form erzogen.

Beim Ginkgo kann aufgrund seiner schlanken Wuchsform in der Regel auf das Drahten verzichtet werden. Das Drahten von Bonsais wird eingesetzt, um die Wuchsform und die Wuchsrichtung einzelner Triebe und Zweige zu beeinflussen.

Ein Ginkgo-Bonsai muss daher, wenn überhaupt, erst nach Jahren gedrahtet werden. Dann ist das Drahten grundsätzlich das ganze Jahr über möglich, sollte beim Ginkgo jedoch nur äußerst vorsichtig eingesetzt werden.

Die Rinde des Ginkgos ist sehr verletzlich und kann durch zu starkes und zu enges Drahten leicht verletzt werden. Das Drahten sollte daher, wenn unbedingt notwendig, nur auf frisch verholzte Triebe beschränkt werden.

Ginkgo-Bonsai schneiden

Ginkgo-Bonsai schneiden
Der Ginkgo bildet zwei verschiedene Triebe aus. An den Kurztrieben wachsen nahe am alten Holz Blätterbüschel heran, die ein dichtes Grün bilden. An den Langtrieben wachsen die Blätter indes wechselständig.

Das Schneiden sollte daher möglichst auf die Langtriebe beschränkt werden. Sobald die Langtriebe zwischen 8 und 10 Blätter ausgebildet haben, werden sie auf maximal 3 Blätter zurückgeschnitten. Nur Langtriebe, die später zur weiteren Gestaltung des Bonsais benötigt werden, werden nicht geschnitten.

Regelmäßig umtopfen

Regelmäßig umtopfen
Junge Ginkgo-Bonsais werden am besten jährlich, spätestens jedoch alle 2 Jahre umgetopft. Der ideale Zeitpunkt zum Umtopfen ist das zeitige Frühjahr, noch vor dem Austrieb.

Als Substrat eignet sich spezielle Bonsai-Erde oder ein Gemisch aus zwei Teilen Torf, einem Teil Akadama-Erde, einem Teil Lavagranulat und einem Teil Bimskies.

Bei älteren Bonsais reicht es, wenn sie alle 5 Jahre umgetopft werden und dabei einen Wurzelschnitt erhalten.

Der richtige Standort, richtig Gießen und Düngen

Ein Ginkgo-Bonsai benötigt einen sonnigen Standort, an dem er vor der Mittagssonne gut geschützt ist. Im Winter muss der Bonsai vor Frost geschützt werden. Am besten eignet sich dazu ein Platz im Wintergarten oder in einem Gewächshaus.

In der Wachstumsphase benötigt der Bonsai ausreichend Wasser. Staunässe muss unbedingt vermieden werden. Gedüngt wird der Bonsai alle zwei Wochen von April bis September.

Expertentipp

Bis aus einem Ginkgo-Steckling ein attraktiver Bonsai wird, vergehen mitunter viele Jahre. Für Anfänger ohne Erfahrungen in der Bonsai-Pflege und für alle, die schon nach kurzer Zeit Erfolge sehen möchten, empfiehlt es sich einen jungen Ginkgo-Bonsai zu kaufen, um diesen dann so wie gewünscht weiter zu erziehen.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/Zozulya

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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