Der Ginkgo ist die älteste, noch existierende Pflanzenart. Schon seit etwa 250 Millionen Jahren gibt es diesen Baum. Früher gab es viele verschiedene Arten, heute ist der Ginkgo biloba der einzige, der übrig geblieben ist. In der Natur kann dieser attraktive Baum bis zu 30 Meter hoch werden. Mit der richtigen Pflege ist es aber auch möglich, den Ginkgo im Topf zu kultivieren.
Ginkgo im Topf kultivieren
Da junge Ginkgobäume alles andere als winterhart sind sollten sie die ersten Jahre auf jeden Fall im Kübel gehalten werden. So kann die Pflanze den warmen Sommer im Garten oder auf der Terrasse verbringen und in einem frostfreien Raum im Haus überwintert werden. Nach etwa 2 bis 3 Jahren kann man dann entscheiden, ob der Ginkgo im Kübel bleiben soll oder doch in den Garten gepflanzt wird. Es gibt mittlerweile Zwerg- oder Kugelginkgos die speziell dafür gezüchtet wurden, dauerhaft im Kübel zu bleiben. Diese Sorten erreichen Höhen von maximal 2 Metern.
Steckbrief
-
- Größe: 20 bis 40 Meter, Zwergsorten: bis zu 2 Meter
- Blütezeit: Mai bis Juni
- Wuchsform: schlank mit wenigen Seitenästen
- Standort: Sonne oder Halbschatten, nährstoffreicher Boden
- Heimat: China
- Aussehen: charakteristische fächerförmige, breite Laubblätter
Die richtige Pflege

Die Pflege eines Ginkgos im Kübel ist eigentlich nicht sonderlich schwer, da die Pflanzen sehr genügsam sind. Als Substrat eignet sich normale, humose Gartenerde. Die Pflanze sollte zudem gleichmäßig bewässert werden. Staunässe mag Ginkgo überhaupt nicht und sollte deshalb immer erst gegossen werden, wenn der Wurzelballen ziemlich trocken ist. Während der Wachstumszeit im Sommer wird die Pflanze regelmäßig mit einem Volldünger versorgt. Ein organischer Dünger, der langsam wirkt, ist am besten geeignet.
Der Ginkgo sollte alle zwei Jahre in einen größeren Topf umgepflanzt werden. dies geschieht am besten nach dem Überwintern, wenn die Pflanze anfängt neu auszutreiben. Bevor der Ginkgo in den neuen Topf gesetzt wird, wird der Wurzelballen angeritzt und ein Wurzelschnitt durchgeführt. Dadurch kann die Pflanze besser anwachsen. Außerdem sollte verfilzte oder vermooste Erde auf dem Wurzelballen entfernt werden. Wichtig ist eine Drainageschicht am Topfboden, um Staunässe zu vermeiden.
Der optimale Standort

Um optimal wachsen zu können, braucht der Ginkgo einen hellen, warmen Platz. Er gedeiht sowohl in der Sonne als auch im Halbschatten. Junge Pflanzen sollten allerdings vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden, da sie noch etwas sensibel sind und schnell verbrennen können.
Ginkgo überwintern
Ein Ginkgo, der im Garten eingepflanzt ist, ist im Regelfall frosthart. Bei einem Ginkgo im Topf sieht das anders aus, da der Wurzelballen im Kübel nicht vor Frost geschützt ist. Als Winterquartier sollte ein Platz gewählt werden, der frostfrei, aber nicht zu warm ist. Bei Temperaturen über 5°C beginnt der Ginkgo zu früh auszutreiben.
Expertentipp
Es ist empfehlenswert, einen männlichen Ginkgo zu kaufen. Der Grund: Weibliche Ginkgobäume entwickeln im Herbst orangefarbene Früchte, welche ähnlich aussehen wie Mirabellen. Während die Früchte reifen entsteht ein sehr unangenehmer Geruch. Bei der Pflege oder Überwinterung gibt es keine Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Pflanzen.
Lassen Sie uns wissen, wenn Ihnen der Beitrag gefällt. Das ist für uns der einzige Weg herauszufinden, ob wir etwas besser machen können.
Die neusten Kommentare