Die pflegeleichte Glückskastanie – Pachira aquatica – findet Ihren Ursprung in Mittel- und Südamerika. Ihre Verbreitungsgebiete liegen vor allem in Brasilien, Peru und Mexiko. Der hübsche Baum, der zur Familie der Wollbaumgewächse gehört, ist jedoch auch in Asien heimisch geworden, wo er (nach den Lehren des Feng-Shui) als Symbol für Glück und Wohlstand bekannt ist. Grund dafür ist sehr wahrscheinlich das Laub der Glückskastanie, denn ihre Blätter ähneln einer Hand, mit der das Bäumchen Geld einfangen und festhalten soll. Ob das funktioniert? Probieren Sie es aus!
Wissenswertes über die Glückskastanie
Selbst dann, wenn Ihnen Ihre Glückskastanie nicht zu ungeahnten Wohlstand verhilft, wird Sie Ihnen als Zimmerpflanze zumindest viel Freude bereiten. Als pflegeleichtes Kübelgewächs bevorzugt das Bäumchen – das es auf eine Wuchshöhe von 100 cm bis 200 cm bringen kann – einen ganzjährig hellen Standort, mit möglichst hoher Luftfeuchtigkeit. Ist es zu trocken, wirft der Baum seine Blätter schnell ab. Auch direkte Sonneneinstrahlung verträgt die Glückskastanie nicht. Die Wohlfühltemperatur des Baumes liegt zwischen 18 °C und 20 °C. Wer möchte, kann seine Glückskastanie in den Sommermonaten ins Freie stellen, um Sie mit frischer Luft zu verwöhnen. Wählen Sie dazu einen wind- und regengeschützten Standort. Besonders interessant ist der verdickte Stamm der Glückskastanie. Denn bei den Zimmerpflanzen, die Sie hierzulande im Gartencenter erhalten, ist der Stamm zumeist sehr schön und dekorativ geflochten. Die Glückskastanie nutzt ihren Stamm, um darin Wasser zu speichern, deshalb reicht es aus, wenn Sie das Bäumchen nur mäßig mit Wasser versorgen. Wählen Sie als Substrat eine herkömmliche, aber nährstoffreiche, Blumenerde aus.
Ist es notwendig, die Glückskastanie zu schneiden?

Die Antwort ist ein klares „nein“: Glückskastanien müssen nicht geschnitten werden. Wenn Sie darauf achten, dass der Pflanze genug Platz zur Verfügung steht, um sich zu entfalten, wird die Glückskastanie bestens gedeihen. Sollte dennoch ein Rückschnitt notwendig werden – vielleicht, weil die Pflanze zu groß geworden ist – zeigt sich der Baum gut schnittverträglich. Im asiatischen Raum werden die Bäume nicht selten zum Bonsai geschnitten. Der idealer Zeitpunkt für den Schnitt der Glückskastanien ist das Frühjahr. Haben Sie den Termin verpasst, ist es möglich, die Pflanze auch später zurückschneiden – Sie sollten dabei jedoch unbedingt auf eine Umgebungstemperatur von 20 °C achten. Bei kälteren Temperaturen ist es möglich, dass Ihr Glücksbäumchen empfindlich reagiert und Sie ihm schaden.
Expertentipp
Dürfen es ein paar Glückskastanien mehr sein? Das hübsche Bäumchen lässt sich leicht durch Stecklinge vermehren. Für das Schneiden der Stecklinge ist – wie beim Rückschnitt – die Umgebungstemperatur zu beachten. Liegt der Wert bei optimalen 20 °C, dürfen Sie (mit einem sehr scharfen Messer) einige Triebe der Pflanze abschneiden. Stellen Sie Ihre Stecklinge in ein mit Wasser gefülltes Gefäß. Achten Sie darauf, dass die Stängel mindestens zwei Zentimeter tief im Wasser stehen. In der Regel vergehen nur wenige Tage, bis Sie die ersten Wurzelansätze entdecken können. Nutzen Sie die Wartezeit bis zur vollständigen Ausbildung der Wurzeln, um die Pflanzgefäße für den Einzug der Pflänzchen vorzubereiten. Befüllen Sie die Töpfe vorzugsweise mit Kakteenerde, denn die mögen junge Glückskastanien besonders gern. Triebe einstecken – fertig!
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