Nüchtern betrachtet gehört der Hahnenfuß, Ranunculus, zur Familie der Hahnenfußgewächse, die ungefähr 600 Arten umfasst. Aus Sicht des Gärtners betrachtet, handelt es sich um eine Gartenpflanze, die den Garten als attraktive Staude verschönert.
Vorkommen
Der Hahnenfuß ist fast überall in der Welt anzutreffen. Von den Tropen bis in den hohen Norden, doch das Hauptverbreitungsgebiet liegt in den gemäßigten Klimazonen. Am häufigsten vertreten ist der Hahnenfuß in Nordamerika, aber auch in Mitteleuropa sind über 60 verschiedene Arten anzutreffen.
Verbreitungsgebiete
Der Hahnenfuß fühlt sich in unterschiedlichsten Bereichen wohl. Er blüht im Wald genauso wie in alpinen Lagen, an Teichen sowie entlang von Flüssen und sogar auf sehr kargen, trockenen Böden entwickelt er attraktive Blüten.
Aussehen
Die verschiedenen Hahnenfußarten präsentieren sich sehr unterschiedlich und vor allem sehr variantenreich. Je nach Art hat der Hahnenfuß runde oder herzförmige Laubblätter, die entweder einen glatten oder gesägten Blattrand haben. Die deutschen Namen der Pflanze weisen auf seinen Lebensbereich hin. So ist zum Beispiel der Wasserhahnenfuß im oder am Wasser beheimatet und bildet sogar Schwimmblätter.
Es sind jedoch nicht die Blätter, sondern es sind die Blüten, warum der Hahnenfuß so gerne im Garten kultiviert wird. Schon von Weitem sind die strahlenden Blüten in den Farben Rot, Rosa, Gelb oder Orange erkennbar. Es gibt auch Hahnenfußarten, deren Blüten eine weiße Farbe haben. Je nach Sorte blüht der Hahnenfuß von Frühling bis zum Herbst, und zwar einzeln oder in Rispen.
Unter der Erde

Je nach Hahnenfußart haben die Pflanzen Wurzeln, Ausläufer, Rhizome oder Knollen. So hübsch die Blüten auch sind, manchmal kann der Hahnenfuß im Garten zum Problem werden. Vor allem der Kriechende Hahnenfuß, der lange, oberirdische Wurzeln bildet. Diese oft als Unkraut bezeichnete Hahnenfußart wird für manchen Gärtner zur Plage. Charakteristisch für die Hahnenfußgewächse sind die kleinen Nüsse, die über eine verklebte Samenschale und Fruchtwand verfügen.
Hahnenfuß pflanzen
Obwohl jede Pflanzenart ihre eigenen Bedürfnisse hat, an den Boden stellen sie keine besonderen Ansprüche. Der Hahnenfuß ist pflegeleicht und genügsam sowie winterhart. Einzige Ausnahme sind die Ranunkeln, die zu den Hahnenfußgewächsen zählen, aber nicht frosthart sind.
Der optimale Pflanzzeitpunkt
Blüht der Hahnenfuß im Frühling, sollte er im Herbst gepflanzt werden. Dann hat die Pflanze ausreichend Zeit, um sich vor Beginn der kalten Jahreszeit noch gut einwurzeln zu können. Sommer- und herbstblühende Hahnenfußarten werden im Frühling gepflanzt.
Sonderfall Ranunkeln
Ranunkeln sind nicht nur als Topfpflanzen und Schnittblumen sehr beliebt, dank ihrer prachtvollen, gefüllten Blüten sind sie auch in vielen Gärten anzutreffen. Im Vergleich zu ihren Verwandten stellen sie jedoch höhere Ansprüche an den Boden und die Pflege. Sie brauchen einen lockeren, durchlässigen Boden, vertragen keine Staunässe, obwohl der Boden immer feucht sein muss. Ranunkeln lieben einen sonnigen bis halbschattigen Standort und sollten alle zwei Wochen gedüngt werden.
Expertentipp
Beim Pflanzen und Pflegen des Hahnenfußes sollten immer Handschuhe getragen werden. Der Pflanzensaft kann bei Kontakt zu Hautreizungen führen.
Häufig gestellte Fragen
Ist der Hahnenfuß giftig?
Die Pflanze enthält Protoanemonin und ist für Tiere giftig.
Lassen Sie uns wissen, wenn Ihnen der Beitrag gefällt. Das ist für uns der einzige Weg herauszufinden, ob wir etwas besser machen können.
Die neusten Kommentare