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Obstpflanzen

Himbeeren vor Schimmel schützen

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Himbeeren vor Schimmel schützen

Himbeeren vor Schimmel zu schützen kann vor und nach der Ernte erforderlich sein. Denn die Beeren reagieren empfindlich auf Feuchtigkeit und Wärme, nicht erst bei der Lagerung nach dem Pflücken. Es gibt jedoch einige Maßnahmen, die dabei helfen, sowohl die Früchte als auch die Pflanzen gegen Schimmel und dessen Sporen zu schützen.

Den richtigen Standort wählen

Ein häufiger oder umfassender Befall mit Schimmel ist oftmals auf einen falschen Standort zurückzuführen. Himbeeren benötigen möglichst viel Sonne und Wärme, sowie einen Schutz gegen starke Regenfälle und Wind. Stehen die Pflanzen zu schattig, trocknen sie zu langsam oder nicht ausreichend ab. Auch nasses Substrat oder gar Staunässe sind abträglich für die Gesundheit der Gewächse.

Ausreichend Abstand einhalten

Ausreichend Abstand einhalten


Himbeeren benötigen eine gute Belüftung. Diese ist jedoch nicht gegeben, wenn die Pflanzen zu dicht beieinander stehen. Zwischen den einzelnen Gewächsen sollten optimalerweise 50 Zentimeter liegen. Zudem sollten die Himbeeren regelmäßig ausgelichtet werden, damit sich keine Triebe überkreuzen oder Blätter aufeinander liegen. Hierdurch können die Pflanzenteile einfacher und schneller abtrocknen, was dem Schimmel die Basis für eine Ausbreitung nimmt.

Richtig gießen

Richtig gießen
Zusätzliche Wassergaben sollten ausschließlich von unten erfolgen. Weder Blätter noch Blüten sollten dabei benetzt werden. Zudem ist es günstig, morgens zu gießen. Hierdurch haben Pflanzen und Substrat den ganzen Tag Zeit, um abzutrocknen.

Früchte aussortieren

Früchte aussortieren
Zeigt sich Schimmel oder Fäulnis bereits bei unreifen Beeren, müssen diese abgenommen und entsorgt werden. Hierfür bietet sich der Hausmüll an, da sich die Sporen andernfalls auf dem Kompost ausbreiten könnten. Auch sogenannte Fruchtmumien sind umgehend zu entfernen. Denn hierbei handelt es sich um ausgetrocknete und damit konservierte Früchte, die von einem Pilz befallen sind. Um die Ausbreitung zu verhindern, sind regelmäßige Kontrollen erforderlich. Hierdurch kann frühzeitig agiert werden, sodass das Risiko reduziert wird.

Zum richtigen Zeitpunkt ernten

Überreife Himbeeren sind anfälliger für einen Befall mit Schimmel. Daher werden sie am besten täglich geerntet, sobald sie sich einfach von den Stielen lösen. Gequetschte, matschige oder bereits abgefallene Früchte können bei dieser Gelegenheit entsorgt werden. Dadurch wird dem Schimmel ebenfalls eine Basis der möglichen Verbreitung entzogen.

Kühl und trocken lagern

Wenn die Himbeeren abgenommen wurden, halten sie sich nicht lange. Die richtige Lagerung kann die Dauer aber immerhin etwas verlängern. Ideal ist es, sie offen in den unteren Bereich des Kühlschranks zu stellen oder in das Gemüsefach zu geben. Als Schutz vor Quetschungen empfehlen sich Behälter aus Glas oder Kunststoff.

Dennoch sollten die Früchte innerhalb von zwei Tagen verbraucht werden. Zeigt sich trotz aller Vorsicht bei einzelnen Beeren Schimmel auf oder in der Frucht, sollten alle Himbeeren entsorgt werden. Denn das bedeutet, dass sich die Sporen bereits überall befinden, was ein gesundheitliches Risiko darstellt und auch den Geschmack beeinträchtigt.

Expertentipp

Die Haltbarkeit der Himbeeren lässt sich verlängern, wenn diese zuvor in ein Essigbad gegeben werden. Ein Teil Essig und zwei Teile Wasser werden gemischt und die Früchte für etwa zehn Minuten darin eingeweicht. Im Anschluss sind sie gründlich abzuwaschen und auf mehreren Lagen aus Zellstoff zu trocknen. Die Säure des Essigs tötet Keime ab und kann daher dem Schimmel vorbeugen.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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