Himbeeren, die leckeren roten Früchte, sind nach wie vor mit einer der beliebtesten Beerenarten und sollten in keinem Garten fehlen. Die süßen Himbeeren aus dem eigenen Garten schmecken auch um ein Vielfaches aromatischer, als die gekauften Verwandten aus dem Supermarkt. Das liegt nicht am Herkunftsort, sondern an den Sorten, die für den Anbau verwendet werden. Hier spielt die Festigkeit und die Haltbarkeit eine größere Rolle, als der Geschmack.
Himbeeren ohne Stacheln – der besondere Genuss
Wie einfach könnte die Ernte der kleinen Beeren sein, wären da nicht die Stacheln, mit denen sich die Himbeerranken erfolgreich verteidigen. Zwar sind diese Stacheln nicht so lang und spitz wie die Stacheln der Brombeere, erschweren ein verletzungsfreies Ernten der Himbeeren dennoch.
Seit einigen Jahren gibt es die Lösung für dieses Problem, nämlich stachellose Himbeersorten. Sie werden unterschieden zwischen Sommerhimbeeren, Herbsthimbeeren und den sogenannten „Twotimer“ Sorten, also Sträucher, die zweimal im Jahr Früchte tragen.
Die beliebtesten stachellosen Sommerhimbeeren sind unter anderem:
- Glen Coe
- Glen Ample
- Borgund
Gute Herbsthimbeersorten ohne Stacheln sind unter anderem:
Die beste „Twotimer“ Sorte ist die Himbeere Sugana. Sie trägt zweimal im Jahr besonders schöne, große und kräftig rote Früchte. Die mehrjährige Pflanze wächst stark aufrecht, bis zu einer Höhe von 1,80 Meter und benötigt daher nicht viel Platz oder Pflege und ist auch für Kübel geeignet.
Die Vorteile stachelloser Himbeeren

Das Fehlen der Stacheln wurde bei den Himbeeren im Gegensatz zu manch anderer Pflanze nicht künstlich herbei gezüchtet, sondern liegt genetisch rezessiv bedingt bei der Pflanze selbst. Dieses bestimmte Gen, welches die Stachellosigkeit hervorruft, konnte nun natürlich bei der Züchtung verschiedener, stachelloser Sorten zum Vorteil genutzt werden.
Die weiteren Vorteile einer stachellosen Himbeere liegen klar auf der Hand – die entspannte Ernte, ohne Verletzungen der Haut. Auch für Kinder sind stachellose Himbeeren eine wahre Freude, denn sie können, ganz ohne Kratzer und Stiche nahe an die Früchte heran und sie selbst ernten.
Speziell für Kübelpflanzung, auf dem Balkon oder der Terrasse oder in der Nähe des Wohn- oder Sitzbereiches im Garten sind sie hervorragend geeignet.
Expertentipp
Die Kultur der stachellosen Himbeere gestaltet sich genauso, wie die Kultur ihrer stacheligen Verwandten. Sie ist aufgrund des fehlenden Verletzungsrisikos nur wesentlich einfacher.
Sie sollte allerdings etwas lockerer kultiviert werden. Es ist auch empfehlenswert, hin und wieder ein paar Triebe auszuschneiden. Das sorgt dafür, dass die Pflanze, während der Aufwuchsphase gut abtrocknen kann und verhindert die Entstehung von Nekrosen.
Häufig gestellte Fragen
Welche Himbeere ist besser: Sommerhimbeere oder Herbsthimbeere?
Beide Sorten haben ihre Vor- und Nachteile. Wer allerdings wenig Zeit für die Pflege der Sträucher hat, sollte auf die Herbsthimbeere ausweichen. Diese sind wesentlich pflegeleichter, haben den typischen, aromatischen Geschmack und sind weniger anfällig für Würmer.
Wann können Herbsthimbeeren geerntet werden?
Während die Sommerhimbeeren schon ab Juni und Juli mit ihren süßen Früchten locken, tragen Herbsthimbeeren ab August ihre Früchte.
Welchen Standort benötigen Himbeeren?
Die Himbeere braucht einen windgeschützten Platz im Halbschatten, mit lockerer und gut durchlässiger Erde.
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