Die Echte Katzenminze ist eine Pflanzenart der Gattung Katzenminzen, die zur Familie der Lippenblütler gehört. Sie wird im Volksmund auch häufig „Katzenkraut“ und „Katzenmelisse“ genannt und wird seit dem 9. Jahrhundert vielseitig verwendet. Der Geruch der Katzenminze wird als herb und angenehm sowie den Gerüchen von Zitrone und Minze ähnelnd beschrieben.
Herkunft der Bezeichnung „Katzenminze“
Die Katzenminze stammt ursprünglich aus dem südlichen Europa, der portugiesischen und spanischen Inselwelt, aus Gebieten Eurasiens sowie Nord- und Ostafrika. Ihr wissenschaftlicher Name lautet Nepeta cataria. Die deutsche Bezeichnung entstammt dem Umstand, dass adulte Katzen sich von der Katzenminze sehr angezogen zeigen. Der Hauptgeruchsstoff Nepetalacton hat eine sehr anziehende und stimulierende Wirkung auf Katzen beiderlei Geschlechts und löst Verhaltensweisen wie das Reiben von Kopf und Kinn an der Pflanze oder das Rollen rund um die Pflanze und in ihren Blättern aus.
Das Aussehen der Katzenminze

Die Katzenminze kann eine Höhe von bis zu 1,40 Meter erreichen. Sie hat üblicherweise hellgrüne bis silbergraue Blätter, die gegenständig, das heißt immer zwei auf derselben Höhe, an den Stängeln stehen. Die Blätter sind für ihren intensiven Duft bekannt und in der Regel leicht filzig behaart. Die je nach Art entweder weiß, lila, blau oder rosafarbenen Blüten der Katzenminze erblühen zwischen April und Juli im schmalen Blütenstand. Oftmals sind auf einem blühenden Stängel mehrere dutzend Einzelblüten zu finden.
Kann die Katzenminze bedenkenlos verzehrt werden?

Die Echte Katzenminze enthält ätherische Öle. Sie ist völlig ungiftig und zum Verzehr geeignet. Einzig Verunreinigungen durch Tierkot oder Rückstände von Dünge- oder Pflanzenschutzmittel könnten eine Gefahr für die Gesundheit darstellen. Schriftliche Aufzeichnungen zeigen, dass Katzenminze bereits im 9. Jahrhundert als Heilmittel verwendet wurde, die Verwendung zum Würzen von Fleisch ist ab dem 15. Jahrhundert schriftlich belegt. Katzenminze kam zur Linderung von Grippesymptomen sowie bei Erkältungen und Magenverstimmungen zum Einsatz. In der mitteleuropäischen Volksheilkunde wurde ihr attestiert fiebersenkend, krampflösend, entgiftend und schweißtreibend sowie harntreibend und leicht euphorisierend zu sein. Tees mit Katzenminze wurden in der Neuzeit als Beruhigungsmittel empfohlen. Heutzutage beleben zahlreiche Studienergebnisse die positiven Wirkungen von Katzenminze.
Expertentipp
Die Katzenminze erfreut sich, wie ihr Name schon angedeutet, bei Katzen sehr großer Beliebtheit. Sie ist auch für den Menschen völlig bedenkenlos genießbar und kommt vielseitig als Heilpflanze zum Einsatz. Sie wird abhängig vom Einnahmezeitpunkt sowohl als appetitanregend als auch als verdauungsfördernd gesehen und wird nach wie vor häufig in Tees zubereitet. Dabei ist es wichtig, beim Erhitzen das vollständige Aufkochen zu vermeiden, da sonst die ätherischen Öle zum Verdunsten gebracht werden können.
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