Kichererbsen gehören zu den ältesten Nutzpflanzen und werden bereits seit vielen Jahrtausenden verwendet. Zwar ist das Keimen der Kichererbsen relativ aufwendig, doch aufgrund der gesunden Bestandteilen dieser Hülsenfrüchte lohnt sich der Aufwand. Um die Kichererbsen zum Keimen zu bringen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten:
- Keimen in Einmachgläsern
- Keimen in Schalen
- Keimen mit Hilfe spezieller Keimgeräte
Während die ersten beiden Optionen kostengünstig und auch für Anfänger geeignet sind, sind Keimgeräte in der Anschaffung teuer. Möchte man häufig Sprossen oder Keime selbst ziehen, so ist ein Keimgerät von Vorteil.
Vorbereitung
Unabhängig davon, für welche Möglichkeit sich man entscheidet, gilt es zunächst, die Kichererbsen einweichen zu lassen, damit man aus ihnen Keime gewinnen kann. Dafür legt man die Hülsenfrüchte für mindestens zwölf und höchstens achtzehn Stunden in lauwarmes Wasser. Nach circa fünf Stunden wird das Wasser durch frisches ersetzt.
Keimen in Einmachgläsern
Um Kichererbsen in Einmachgläsern keimen zu lassen, werden Gläser mit einem Volumen von mindestens vierhundert Millilitern gebraucht. Weiterhin benötigt man feinmaschiges Gardinennetz sowie Gummibänder. Die Gläser werden zunächst gründlich gereinigt. Das Netz wird verwendet, um die Öffnung der Gläser abzudecken. Fixiert wird es mit Hilfe der Gummibänder.
Keimen in Schalen

Das Keimen der Kichererbsen in Schalen gilt als einfachste Methode. Außer den Schalen selbst braucht man zusätzlich ein Sieb.
Keimen in speziellen Keimgeräten

Spezielle Keimgeräte sind im Fachhandel erhältlich und setzen sich zusammen aus diversen Schalen, Deckeln, einem Ablaufsiphon sowie einer Wasserauffangschale.
Vorgehensweise
Nachdem die Kichererbsen wie beschrieben eingeweicht wurden, werden sie je nach ausgewählter Methode in einem Glas oder der Schale verteilt. Anschließend erhalten sie einen Platz an einem hellen und warmen Ort, welcher über eine Umgebungstemperatur von circa zwanzig Grad Celsius verfügt. Dreimal am Tag werden die Hülsenfrüchte gespült.
Das Netz beziehungsweise das Sieb sorgt dafür, dass die Erbsen während dieser Maßnahme aufgefangen werden. Nach circa zwei Tagen werden die ersten Keime sichtbar. Allerdings wird davon abgeraten, die Kichererbsen bereits zu verzehren, da erst nach einem Zeitraum von drei Tagen das Phasin abgebaut wird. Dabei handelt es sich um einen Stoff, der für den Menschen gesundheitsschädlich ist. Keimen die Kichererbsen länger als vier Tage, so verlieren sie ihr typisches mildes und nussiges Aroma und nehmen einen bitteren Geschmack an.
Verwendung
Gekeimte Kichererbsen liefern zahlreiche Nährstoffe und können in unterschiedlichen Gerichten verwendet werden. Die gekeimten Hülsenfrüchte eignen sich jedoch nicht nur für den Verzehr, sondern können auch zum weiteren Anbau genutzt werden. Zudem stellen die Keime eine schmackhafte und gesunde Salatbeilage dar. Auch zu Gerichten wie Hummus und Falafel oder zu diversen Suppen und Soßen lassen sich die gekeimten Kichererbsen weiterverarbeiten.
Verzehr
Während gekeimte und gegarte Kichererbsen für den Menschen als sehr gesund gelten, sollten sie in keinem Fall roh oder getrocknet verzehrt werden. Das in diesem Zustand enthaltene Phasen kann beim Menschen Beschwerden im Darm sowie eine verminderte Eisenaufnahme auslösen.
Expertentipp
Während die Kichererbsen einweichen, kann es vorkommen, dass einzelne Exemplare an der Wasseroberfläche schwimmen. Diese Erbsen eignen sich nicht zur Gewinnung von Keimen und können daher direkt entsorgt werden.
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