Der Knöterich ist sehr artenreich und nicht einfach zu klassifizieren. Er wurde sehr oft von Botanikern umbenannt und dadurch immer wieder anderen Gattungen zugeordnet. Bekannt sind vor allem die Gattungen des Wiesenknöterichs, zu der der beliebte Schlangenknöterich und auch der Kerzenknöterich gehören. Zur Gattung Persicaria gehören der heimische Wasserknöterich und der Wasserpfeffer. Weiterhin bekannt sind auch die Vogelknöteriche.
Die genannten Knöteriche sind in der gemäßigten Zone der Nordhalbkugel heimisch, wobei sie hauptsächlich in Europa und Asien vorkommen. Allen Arten gemein ist ein Merkmal – die Knoten. Sie geben der Pflanze ihren Namen und unterteilen die Stängel in Segmente. An einigen Arten sind diese Knoten ausgeprägter als an anderen.
Der bevorzugte Standort
Um den besten Standort für den Knöterich zu finden, ist es wichtig zu wissen, welche Art Sie aussäen möchten. Auf feuchten Böden fühlt sich der Wiesenknöterich besonders wohl. Diesen finden sich in der Nähe von fließenden aber auch stehenden Gewässern. Der Vogelknöterich liebt karge und sonnige Standorte. Allgemein ist zu sagen, dass der Knöterich sehr anpassungsfähig ist. Er verträgt auch längere Trockenperioden.
Der beste Zeitpunkt zur Aussaat
Der beste Zeitpunkt für die Aussaat ist der Herbst. Da der Knöterich ein Kaltkeimer ist, benötigt er jedoch einen Kältereiz nach dem Aussäen. Dieser kann allerdings auch simuliert werden.
Die Vorbereitung der Samen und die Aussaat

Wie im vorherigen Abschnitt erwähnt, kann der zur Keimung benötigte Kältereiz simuliert werden. Als erstes müssen Sie die Samen hierzu für eine Dauer von drei Wochen an einem warmen Ort mit maximal 20°C gut feucht halten. Nach dieser Zeit werden die Samen einem Kältereiz für 4 Wochen ausgesetzt. Hierfür müssen die Temperaturen um den Gefrierpunkt liegen. Am besten eignet sich hierfür der Kühlschrank.
Beachten Sie, dass die Samen nicht ins Gefrierfach gelegt werden dürfen. Im Anschluss an die Kühlperiode folgt eine etwas wärmere Periode von 5 bis 10°C, welche über mehrere Wochen anhalten sollte. Nachdem sich die Temperaturen dann wieder erhöhen, kann der Samen des Knöterichs mit der Keimung beginnen. Die Samen, die in Saatschalen gezogen werden, bevorzugen ein Kiesgemisch oder die überall erhältliche Aussaaterde.
Weitere Vermehrungsarten
Neben der Vermehrung über Samen ist die Vermehrung mit Stecklingen oder durch Teilung möglich. Die Stecklingsvermehrung kann im Sommer als auch im Winter erfolgen. Dabei sollten die Stecklinge im Sommer krautig sein und im Winter möglichst verholzt. Im Sommer können die Stecklinge sofort an ihren Bestimmungsort gepflanzt werden. Winter-Stecklinge werden dagegen an einem warmen Ort bewurzelt und dann im Frühjahr ins Freiland gepflanzt.
Expertentipp
Der Wiesenknöterich kann auch in der Küche vielfältig verarbeitet werden. Im Frühling können die Triebe und auch die jungen Blätter als Gemüse gegessen werden. Hier sollten Sie jedoch darauf achten, dass Sie nur vor der Blüte ernten. Im August und September können dann die reifen Samen gesammelt werden. Diese werden wie Buchweizen, der ebenfalls ein Knöterichgewächs ist, verarbeitet.
Gemahlener Knöterich wird sehr gern zu Mehl hinzugefügt oder er wird als Beilage gegessen. Auch der Schlangenknöterich ist ein sehr altes Wildgemüse. Von dieser Pflanze werden die Wurzeln, welche sehr vitamin- und stärkereich sind, in Wasser eingelegt und dann als Bratling zubereitet. Die Wurzeln können auch in einem Salat gegessen werden.
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