Grundsätzlich unterscheidet man bei den Bäumen zwischen den Nadel- und Laubgehölzen. Die Nadelgehölze entwickelten sich bereits in der Steinkohlezeit, wohingegen die Entstehung der ersten Laubbäume erst circa hundert Millionen Jahre später stattfand.
Unterscheidung Laubbaum und Nadelbaum
Zum einen lassen sich die beiden Baumgruppen anhand ihrer Blattform unterscheiden. Handelt es sich hierbei um Nadeln oder Blätter?
Zum anderen kann eine Differenzierung auch durch ihre Samenanlagen erfolgen. Nadelbäume werden als so genannte Nacktsamer bezeichnet, das bedeutet, dass ihre Samenanlage unbedeckt auf den Samenschuppen liegen. Bei den Laubbäumen, die Bedecktsamer genannt werden, sind die Samen von einem Fruchtknoten ummantelt.
Grundsätzlich werfen Laubbaumarten, bis auf die immergrüne Ausnahme der Stechpalme, alle ihr Blattkleid im Herbst ab.
Die Blätter können mehrere Jahre am Baum bleiben oder nur einjährig von Frühjahr bis Herbst. Diese werden dann als sommergrüne Laubbäume bezeichnet. Bei unseren heimischen Laubbaumarten handelt es sich um sommergrüne Bäume. Bis auf die Lärche sind Nadelbäume dagegen immergrün.
Aufgrund seiner jährlichen Lauberneuerung symbolisiert der Laubbaum die Wiedergeburt des Lebens und steht als Sinnbild für den Sieg über den Tod.
Einordnung

Unter die Gruppe des Laubbaums fallen alle Bäume der Bedecktsamer.
Wurzel

Laubbäume bilden meistens ein Herzwurzelsystem aus. (Kombination von Tief- und Flachwurzlern, Wachstum sowohl in die Tiefe als auch in die Breite)
Blütezeit
Ihre Blütezeit liegt im Frühling, im Zeitraum zwischen März und Juni.
Anzahl der Arten
Die Artenvielfalt bei Laubgehölzen ist sehr groß. Sie sind zahlreicher vertreten als Nadelbäume (etwa 650 Arten).
Aus diesem Grund werden sie in Familien aufgeteilt: 60 Familiengruppen sind bei den Laubgehölzen heutzutage notiert.
Blattform
Im Gegensatz zu Nadelbäumen, welche schmale, nadelförmige Blätter besitzen, schmücken Laubbäume breite, flache und mit Blattadern durchzogene Blätter.
Frucht
Laubgehölze bilden sowohl Einzel- als auch Sammelfrüchte, Flugfrüchte Hülsenfrüchte, Nüsse und sogar Zapfen (Erle) aus.
Verbreitungsgebiet
Laubbäume sind grundsätzlich auf der Nordhalbkugel und vor allem im tropischen Regenwald zahlreich verbreitet.
Verwendung des Laubholzes
Sie finden vielseitige Verwendung als Baustoffe, Rohstoffe und Wertstoffe. Zum Beispiel für Möbel, Spielzeuge, Musikinstrumente wie Geige, als Brennholz und sogar in Medizin und Naturheilkunde als ,,Teekraut“ für Blättertee (z.B. Birkenblättertee).
Alter
Das Alter unterscheidet sich sehr je nach Baumart. So können Eichen beispielsweise ein Alter von 1000 Jahren erreichen, wohingegen das natürliche Alter der Birke bei lediglich 120 Jahren liegt, das der Weißbuche bei etwa 150 Jahren.
Höhe
Unsere heimischen Laubbaumarten werden meist nicht höher als 40 Meter.
Expertentipp: Bestimmung Laubbäume
Laubbäume lassen sich am besten und einfachsten anhand ihrer Blätter beziehungsweise Blattformen, Früchte, Blüten, Knospen oder ihrer Rinde bestimmen. Vor allem die Gestalt der Blätter ist hierbei sehr aufschlussreich: Wie sind die Blätter aufgebaut? Wie ist ihre Anordnung? Weisen die Blätter eine Herzform auf, sind sie eher dreieckig geformt oder eiförmig?
Damals im 16. Jahrhundert legte man in der Botanik sogar ein extra Herbarium zur Bestimmung von Laubbäumen an. Das Herbarium beinhaltet eine Sammlung von getrockneten und gepressten Blättern und weitere wissenswerte Daten, Zahlen und Fakten (z.B. Fundort, zeitliche Einordnung).
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