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Lorbeerbaum wird braun

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Lorbeerbaum wird braun

Lorbeerbäume sind in der Gartengestaltung aufgrund ihrer attraktiven Blätter und ihrer besonderen Eigenschaften sehr beliebt. Sie sind robust, anpassungsfähig und stellen nur wenig Ansprüche. Der Echte Lorbeer, auch Lorbeerbaum oder Gewürzlorbeer genannt, gehört zur Familie der Lorbeergewächse und findet dank seiner aromatischen Blättern auch in der Küche und in der Heilkunst Verwendung. Darüber hinaus galt er schon in der Antike als Glücks- und Machtsymbol. Aufgrund seiner Herkunft aus dem Mittelmeerraum ist er nicht winterhart und eignet sich am besten für die Kultivierung in Töpfen und Kübeln, kann aber auch in die Erde gepflanzt werden. Trotzdem der Lorbeer gemeinhin eine pflegeleichte und genügsame Pflanze ist, kann es doch vorkommen, dass er braune Blätter entwickeln. Hierfür gibt es verschiedene Ursachen, oft sind jedoch Pflegefehler der Grund.

Ursachen für braune Blätter am Lorbeerbaum – Trockenheit und Staunässe

Ursachen für braune Blätter am Lorbeerbaum - Trockenheit und Staunässe
Eine häufige Ursache für die Braunfärbung beim Echten Lorbeer ist falsches Gießen, denn er mag es weder zu nass noch zu trocken. Besonders anhaltende Trockenheit macht der Pflanze zu schaffen. Gut eingewachsene Lorbeerbäume kommen zwar mit einer gewissen Trockenheit klar, allzu lang sollten diese Phasen aber nicht anhalten. Besonders an heißen Sommertagen sollte Gewürzlorbeer mit ausreichend Wasser versorgt werden, denn sonst tritt ein Schutzmechanismus in Kraft, der dafür sorgt, dass die äußeren Triebe nicht mehr mit Wasser versorgt werden, damit sich die Pflanze als Ganzes erhalten kann.

Die unterversorgten Triebe werden dann braun und sterben letztendlich ab. Sehr häufig ist auch im Winter Trockenheit die Ursache für braune Blätter des immergrünen Lorbeers. Denn schon bei leichten Bodenfrösten ist er nicht mehr in der Lage, Feuchtigkeit aufzunehmen. Die nicht-winterharte Pflanze sollte daher unbedingt drinnen überwintern und regelmäßig gegossen werden. Aber auch auf Staunässe reagiert der Lorbeerbaum mit braunen Blättern. Das passiert zumeist dann, wenn die Pflanze in einem Übertopf steht, aus dem das Wasser nicht abfließen kann, oder wenn zu oft und zu viel gegossen wird.

Gerade wenn der Lorbeer im kühlen Winterquartier überwintert wird, braucht er nicht so viel Wasser. Das Substrat sollte zwar immer leicht feucht sein, aber meist reicht es aus, ihn 1x pro Woche zu gießen. Wenn also die Blätter vom Lorbeer braun werden, sollte man zunächst überprüfen, ob das Substrat zu trocken oder zu feucht ist und gegebenenfalls Abhilfe schaffen. Bei Trockenheit hilft es, die Pflanze ausreichend und regelmäßig zu wässern. Bei Nässe sollte sie aus dem Topf genommen und so viel Substrat wie möglich entfernt werden. Anschließend werden bereits angefaulte und abgestorbene Wurzeln herausgeschnitten und die Pflanze auf alten Zeitungen eine Zeitlang getrocknet, bevor sie in neues Substrat eingesetzt wird. Der Topf oder Kübel sollte unbedingt mit einer Drainageschicht versehen sein, damit das überschüssige Wasser ablaufen kann.

Zu viel Dünger ist Gift für Lorbeerbäume

Zu viel Dünger ist Gift für Lorbeerbäume
Ein weiterer Grund für braune Blätter am Lorbeerbaum kann Überdüngung sein. Da die Pflanze mit einer zu hohen Salzkonzentration im Substrat nicht zurechtkommt, sind Blaukorn und größere Mengen Flüssigkeitsdünger nicht zur Zufuhr von Nährstoffen geeignet. Besser verwendet man einen organischen Langzeitdünger. Sollte zu viel gedüngt worden sein, kann man der Pflanze ebenfalls helfen, indem man sie umtopft und dabei so viel wie möglich vom alten Substrat von den Wurzeln durch Abspülen entfernt. Lässt sich die Erde nicht vollständig vom Wurzelballen entfernen, hilft es, sie in einen Eimer mit Wasser zu stellen, bis sich die Salze gelöst haben und ausgeschwemmt wurden.

Was hilft bei Frostschäden?

Was hilft bei Frostschäden
Da der Echte Lorbeer wie erwähnt nicht winterhart ist, sollte er vor dem ersten Frost ins Winterquartier gebracht werden, wo er es am liebsten hell und kühl mag. Temperaturen von 5-10 °C sind ideal. Wird er zu spät herein geholt oder bleibt er sogar ganz draußen, kann es zu Frostschäden kommen, die man an braunen, vertrockneten Blättern erkennt. Wenn auch die Zweige und der Stamm innen braun und trocken sind, kommt jede Hilfe für die Pflanze zu spät. Sind lediglich die Blätter verfärbt, hilft ein Rückschnitt, bei dem auch trockene Triebe mit entfernt werden müssen. Im Anschluss muss die Pflanze umgetopft und in einem geeigneten Topf überwintert werden.

Schädlingsbefall

Obwohl der Lorbeer durch seine dicken, ledrigen Blätter relativ krankheits- und schädlingsresistent ist, kann es doch gelegentlich zu einem Schädlings- oder Pilzbefall sowie Krankheiten wie Wurzelfäule kommen, die zu einer Braunverfärbung des Laubs führen. Wurzelfäule ist in der Regel eine Folge von Staunässe, die sich durch die oben beschriebenen Maßnahmen beseitigen lässt. Bei einem Pilzbefall sollte man so schnell wie möglich handeln und befallene Triebe entfernen und anschließend für ausreichende Belüftung der Baumkrone sorgen. Dank der ätherischen Öle in seinen Blättern ist der Lorbeerbaum gegen die meisten Schädlinge gewappnet. Schmier- und Schildläusen machen diese jedoch wenig aus, sodass es besonders oft in zu warmen Winterquartieren zu einem Befall kommt. Auch hier gilt es schnell zu handeln und die Pflanze sofort zu isolieren, damit sich die Tiere nicht weiter ausbreiten können. Anschließend sollten befallene Triebe großzügig entfernt und die Pflanze mit einer Schmierseifenlösung abgewaschen werden. Zudem hilft es, sie mit Wasser abzuspritzen und anschließend unter eine durchsichtige Plastiktüte zu stellen. Natürliche Feinde wie Marienkäfer und Schlupfwespen verringern den Befall ebenfalls.

Expertentipp

Nach einem Rückschnitt der Lorbeerpflanze entwickeln sich manchmal braune Blattränder. Dabei handelt es sich aber vor allem um ein optisches Problem, das keine größeren Folgen für die Pflanze hat. Um die braunen Blätter zu entfernen, sollte man erneut schneiden und dabei darauf achten, nicht durch die Blätter hindurch, sondern immer kurz über dem Blattansatz zu schneiden.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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