Majoran ist eine beliebte Gewürzpflanze, liebt die Wärme und wächst als kleiner Strauch. Bei uns wird er meist nur einjährig kultiviert, da er strengere Winter nicht verträgt. Deshalb lohnt sich die Frage, ob man ihn lieber im Garten oder doch im Topf anpflanzt.
Die beste Zeit für die Aussaat
Für den Majoran gibt es zwei Grundsätze: Er mag es warm und nicht nass. Jungpflanzen überleben im Freiland erst, wenn die Zeit des Bodenfrosts vorbei ist, sprich ab Mitte Mai. Die Samen können dann entweder direkt im Erdboden eingesetzt werden oder schon ab März in einem Töpfchen auf der Fensterbank.
Anzucht mit Samen
Entscheidet man sich für die Anzucht im Haus, verteilt man die Samen gleichmäßig auf einer Anzuchterde und übersiebt sie mit etwas Sand, damit sie ausreichend Licht bekommen. Die Erde wird nur leicht angefeuchtet. Wenn die Keime 1cm hoch gewachsen sind, werden jeweils drei bis fünf von ihnen in einen Topf umgepflanzt. Nach den Eisheiligen können sie ins Freie gesetzt werden.
- Im Beet werden zwei Keimlinge zusammen in ein Pflanzloch gesetzt, wobei ein Abstand von 25cm zu weiteren Pflanzen eingehalten werden sollte. Thymian und Oregano sind übrigens keine guten Nachbarn, Kamille dagegen regt sogar sein Wachstum an.
- Möchte man den Majoran im Topf großziehen, sollte man ein Gefäß von mindestens 15 cm Durchmesser wählen, welches unten mit einem Loch versehen ist.
Pflege und Schnitt

Majoran ist eine äußerst unkomplizierte Gewürzpflanze. Im Beet kann die Erde gelegentlich gehackt werden, um sie von Unkraut zu befreien. Ansonsten reicht es aus, einmal im Frühjahr mit etwas Kompost zu düngen. Im Topf dagegen kommt ihm eine regelmäßige Gabe von Kräuterdünger zugute. Welchen Standort man auch wählt: Wichtig ist, Staunässe zu vermeiden. Ab und zu kann das Kraut zurückgeschnitten werden, wenn es aus der Form wächst. Die Stängel sollten dabei um maximal ein Drittel gekürzt werden.
Ernte

Die Blätter können das ganze Jahr über geerntet werden. Am besten schneidet man dazu ganze Triebe bis 5cm über dem Boden ab. In der Blütezeit zwischen Juni und September schmecken sie am intensivsten.
Überwinterung
Da Majoran keine Temperaturen unter -7°C verträgt, sollte er in den kalten Monaten abgedeckt werden. Sicherer ist die Variante im Blumentopf, der im Winter einfach ins Haus gestellt wird. Man kann aus den Blüten auch Samen gewinnen, die im nächsten Frühjahr neu angesät werden.
Expertentipp
Im Blumentopf kann Staunässe besonders gut verhindert werden, indem man unter die Erde eine Schicht Steine legt. So kann das Wasser besser ablaufen.
Häufig gestellte Fragen
Kann Majoran durch Stecklinge vermehrt werden?
Ja, man schneidet hierzu im Juli oder August einjährige Triebe ab. Die Anzucht mit Samen gestaltet sich jedoch einfacher.
Welche Erde sollte im Topf verwendet werden?
Normale Gartenerde ist eine geeignete Wahl.
Was ist der Unterschied zwischen Majoran und Oregano?
Majoran, auch "Origanum majorana" genannt, ist milder im Geschmack. Oregano trägt auch den Namen "wilder Majoran" und ist deutlich herber.
Lassen Sie uns wissen, wenn Ihnen der Beitrag gefällt. Das ist für uns der einzige Weg herauszufinden, ob wir etwas besser machen können.
Die neusten Kommentare