Majoran verleiht Ihren Speisen ein fein-würziges Aroma. Das leckere Gewächs, dass aus der Familie der Lippenblütler stammt, ist jedoch nicht nur ein beliebtes Küchenkraut: Majoran soll auch die Verdauung unterstützen und zudem Krämpfe und Blähungen lindern. Selbst Durchfallerkrankungen sollen sich dank Majoran schnell bessern. Darüber hinaus wird dem Kraut eine nervenstärkende Wirkung zugeschrieben. Viele gute Gründe, um das Heil- und Gewürzkraut – das seinen Ursprung in Nordafrika und Westasien findet – im heimischen Beet anzubauen, finden Sie nicht auch?
Majoran anpflanzen – Tipps
Die ideale Zeit, um den wärmebedürftig Majoran auszusäen, liegt zwischen Mitte März und Ende Mai. Für die Aussaat geeignet sind nicht nur Töpfe oder Pflanzkästen, die Sie auf Ihre Fensterbank stellen, Ihr Majoran wird auch in einem Frühbeetkasten gut gedeihen. Wichtig ist, dass die Durchschnittstemperatur des Standortes nicht unter 15 Grad Celsius sinkt.
Sie sollten die Samen gleichmäßig auf der Erde verteilen und darauf achten, dass diese nicht zu dicht beieinander liegen. Anschließend sollten Sie Ihr Saatgut mit einer sehr dünnen, lichtdurchlässigen Sandschicht bedecken, denn beim Majoran handelt es sich um einen „Lichtkeimer“. Nun müssen Sie nur noch die Erde befeuchten und abwarten, bis sich die ersten Sämlinge zeigen. Setzen Sie dann jeweils drei bis fünf der jungen Pflanzen in verschiedene Töpfe. Sind die Pflänzchen größer geworden – und besteht keine Gefahr für Spätfröste mehr – darf Ihr Majoran in die Freiheit entlassen werden. Setzen Sie die jungen Pflanzen ins Beet und achten Sie darauf, einen ausreichend großen Abstand zwischen den Pflanzen zu lassen.
Ist Ihnen das zu aufwendig? Macht nichts, Sie müssen dennoch nicht auf Ihren Majoran verzichten. Ab Mai dürfen Sie das Kraut direkt im Freiland aussäen.
Majoran richtig pflegen

Während Sie Ihren Majoran bei der Anzucht feuchthalten und regelmäßiges gießen müssen, sollten Sie die größeren Pflanzen nur noch wenig wässern. Besonders wichtig ist das Vermeiden von Staunässe, die im schlimmsten Fall zu Wurzelfäulnis und zum Absterben der Pflanze führen kann. Längere Trockenperioden machen dem Kraut übrigens nichts aus.
Majoran stellt nur wenige Ansprüche an den Boden – Nährstoffe braucht er kaum. Wenn Sie die Erde vor dem Aussäen mit etwas Kompost anreichern, reicht das vollkommen aus.
Da Majoran nur äußerst langsam wächst, ist es gut möglich, dass sich zu dem Heil- und Küchenkraut auch einige Unkräuter gesellen. Entfernen Sie das Unkraut, damit es dem Majoran nicht den Platz raubt und sorgen Sie zudem für einen lockeren Boden.
Expertentipp
Fragen Sie sich, wann der Zeitpunkt gekommen ist, um Ihren Majoran zu ernten? Die frische Triebe der Pflanze können Sie den ganzen Sommer über ernten. Sie sollten wissen, dass die Blätter Ihres Majorans zu Beginn der Blüte bis hin zur Vollblüte besonders aromatisch und würzig sind. Um das Kraut zu ernten, sollten Sie die Triebe rund fünf Zentimeter über dem Boden abschneiden und anschließend die Blätter abpflücken. Fällt Ihre Ernte zu reichhaltig aus, um den Majoran frisch zu verbrauchen, so können Sie das Kraut problemlos einfrieren oder direkt nach der Ernte trocknen. Binden Sie dazu kleine Sträuße, die Sie dann – kopfüber – an einem luftigen Ort aufhängen.
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