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Schädlinge

Maulwurfsgrille bekämpfen

Lars Reibemann

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Gryllotalpa gryllotalpa ist die lateinische Bezeichnung für die europäische Maulwurfsgrille, die auch in Asien und Afrika vorkommt. Der Schädling gehört zu den Heuschrecken und häufigsten Schädlingen. Dieser Schädling muss gezielt und rasch bekämpft werden, um nachhaltige Erfolge zu erzielen. Maulwurfsgrillen als Nützlinge. Sie fressen Engerlinge, die gefürchteten Schnecken, Maden, Drahtwürmer, etc. Nur in Massen sind sie für den Garten gefährlich.

Merkmale der Maulfwurfsgrille

Das ausgewachsene, bräunliche Insekt kann bis zu sieben Zentimetern groß werden. Diese Grillenart besitzt feine Haare und einen großen Kopf mit Panzerung. Die großen Vorderfüße dienen als perfekte Grabwerkzeuge. Die Maulwurfsgrille ist nicht giftig und besitzt robuste Hinterflügel. Dieser Körperbau ermöglicht es dem Insekt, zu laufen, fliegen, schwimmen, tauchen und graben. Das Tier gilt als nachtaktiv.

Wissenswertes über die Maulfwurfsgrille

Der Schädling sucht nur zur Paarungszeit die Erdoberfläche auf. Die Paarungsrufe können bis zu 100 Meter weit gehört werden und gleichen einem lauten Zirpen. Mitte Juni kommt es zur Eiablage in Erdhöhlen (ca. 30 Zentimeter) an sonnigen Stellen. Das Weibchen kann bis zu 600 Eier legen. Die Larven schlüpfen nach ca. zehn Tagen. Es dauert ein Jahr und fünfmaliges Häuten bis das Insekt ausgewachsen sind. Nach weiteren zwei Jahren ist das Tier paarungsbereit. Maulwurfsgrillen werden in der Regel vier Jahre alt.

Der bevorzugte Lebensraum ist feucht, sandig oder leicht lehmig. Maulwurfsgrillen leben besonders gern in der Nähe von Gewässern, Teichen, Gemüsebeete und Komposthaufen. Dieses Insekt lebt fast ausschließlich unterirdisch. Dieser Schädling kann unterirdisch ein bis zu 30 Meter verzweigtes Tunnelsystem anlegen.

Wie äußerst sich der Befall?

Zunächst ist der Befall kaum sichtbar. Befinden sich viele Gewächse im Garten, hat die Maulwurfsgrille genügend Nahrung und die Beete sind relativ sicher. Sie bevorzugt Knollengewächse, da sie hauptsächlich unter der Erde lebt. Gibt es nur einen Rasen und ein Gemüsebeet, sieht die Sache nicht so gut aus. Dann äußerst sich der Befall in bräunlichem, fleckigem Rasen oder kahle Stellen im Rasen sowie Löcher in Kartoffel- und Radieschenknollen und ausgerissenen Keimlingen.

Welche Maßnahmen sind empfehlenswert?

Wenn das Gemüsebeet zerwühlt ist oder Keimlinge herausgezogen werden, empfiehlt es sich, natürliche Feinde wie Ameisen und Igel anzulocken. Spitzmäuse und Wühlmäuse zählen ebenfalls zu den „Kontrahenten“ der Maulwurfsgrille, richten aber auch Schäden im Garten an. Deshalb sind diese nicht zu empfehlen. Katzen und Hühner eignen sich gut, um die Maulwurfsgrille zu vertreiben. Einmachgläser ohne Deckel in die Erde eingegraben eignen sich als ideale Falle. Die Öffnung bildet mit der Erdoberfläche eine Ebene. Dazu wird in die Mitte des Glases ein kleines Brett hochkant aufgestellt, die Grille fällt in das Glas. Da es sich dabei um nachtaktive Tiere handelt, können die Schädlinge am frühen Morgen ungehindert eingesammelt werden. Sie können die Schädlinge in freier Wildbahn aussetzen. Diese Methode empfiehlt sich besonders in der Paarungszeit (April – Juni), da die Tiere dann an der Oberfläche sind. Ist der Garten arg in Mitleidenschaft gezogen, können Nematoden (Fadenwürmer) mit Wasser ausgebracht werden. Diese bekämpfen die Maulwurfsgrille auf natürliche Weise.

Expertentipp

Bei starkem Befall sollte wirklich mit den natürlichen Feinden der Schädlinge gearbeitet werden. Obwohl sie zu den gefährdeten Tierarten gehören, ist bei starkem Befall das natürliche Gleichgewicht gestört. Deshalb sollten Sie in diesem Fall keine Bedenken haben, Katzen, Wühlmäuse (unterirdisch), Krähen, Wiedehopf, Steinkäutze und Fische (Teich) einzusetzen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Werre?

Das ist eine andere Bezeichnung für die Maulwurfsgrille. In der Schweiz wird sie Halteufel oder Zwergel genannt. In Österreich ist sie als G’schwer bekannt.

Kann die Maulwurfsgrille gefährlich werden?

Da die Klauen ganz schön kräftig sind, können sie „zwicken“ (Kinder im Garten!). Der Schädling ist für Menschen nicht weiter gefährlich.

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Lars Reibemann ist Redakteuer auf Weiterbildungsfibel.de. Er ist Experte im Bereich der Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen und veröffentlicht regelmäßig Inhalte zu verschiedenen bildungsrelevanten Themen.

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