Die Pastinake ist ein sehr nährstoffreiches Wurzelgemüse mit süßlich-aromatischem Geschmack. Sie enthält viele Ballaststoffe, viel Vitamin C und hat einen hohen Folsäuregehalt. Obwohl sie in Europa seit dem Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert sehr verbreitet war, wurde sie lange Zeit auf unserem Speiseplan durch Kartoffeln und Möhren verdrängt. Inzwischen erfreut sie sich wieder großer Beliebtheit, zum Beispiel in Form von Pastinakenpüree, Pastinakensuppe oder als Ofengemüse. Pastinaken sind einfach zu ernten und lassen sich lange lagern.
Der richtige Erntezeitpunkt
Pastinaken brauchen ca. 180-200 Tage, also etwa ein halbes Jahr, bis sie erntereif sind. Der Erntezeitpunkt richtet sich nach der Aussaat: im März gesäte Pastinaken können bereits im September geerntet werden. Bei einer späteren Aussaat bis Ende Juni verschiebt sich die Erntereife dementsprechend in den Dezember oder Januar. Wer Pastinaken den ganzen Frühsommer lang immer wieder aussät, kann sich monatelang über eine regelmäßige Ernte freuen.
Die Ernte

Für die Ernte wird der umliegende Boden mit einem Spaten oder einer Grabegabel etwas aufgelockert, am besten wenn er noch weich vom Niederschlag ist. Die hellen Wurzeln lassen sich dann leicht mit den Händen aus der Erde ziehen. Gröberer Schmutz kann direkt abgebrochen oder abgeklopft werden. Die Pastinakenblätter am besten direkt abschneiden und säubern – sie eignen sich hervorragend zur Verwendung in der Küche als Würzgemüse. Haben die geernteten Pastinaken faulige oder weiche Stellen, sollten diese entfernt und die jeweiligen Wurzeln möglichst bald verzehrt werden. Unbeschädigtes Gemüse kann auf verschiedene Arten für einige Monate gelagert werden.
Die Lagerung

Damit Pastinaken lange aromatisch und knackig bleiben, benötigen sie eine leicht feuchte Umgebung. Füllen Sie die Wurzeln mit etwas feuchtem Sand oder feuchter Erde in einen Eimer oder eine Kiste. Mit einem Tuch zugedeckt können die Pastinaken so längere Zeit in einem dunklen, kühlen Keller gelagert werden. Kleinere Mengen können auch eingewickelt in einem feuchten Geschirrtuch einige Zeit im Kühlschrank aufbewahrt werden. Eine andere Möglichkeit ist das Einfrieren: geschält, gewaschen und in mundgerechte Würfel geschnitten kann das Gemüse portionsweise in Dosen oder Gefrierbeutel gefüllt werden und so einige Monate tiefgekühlt gelagert werden.
Expertentipp
Pastinaken sind frostresistent und können auch nach der Erntereife im Beet gelassen werden. Nach dem ersten Frost entwickeln sie ein intensiveres Aroma und schmecken noch besser. Leider auch den Wühlmäusen – auf der Suche nach Nahrung in den kargen Wintermonaten kommt ihnen eine reife Pastinake gerade recht. Um nicht die gesamte Ernte zu riskieren, lassen Sie nur ein paar Pastinaken im Boden und lagern sie den Rest sicher im Keller. Achten Sie bei der Ernte im Winter darauf, gefrorenen Boden besonders vorsichtig aufzuhacken, um die Wurzeln nicht zu beschädigen.
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