Wermut ist eine der ältesten und bekanntesten Heilkräuterpflanzen. Die Belege für seine Nutzung als Arzneipflanze reichen bis in die Antike. Wer das nützliche Kraut selbst anpflanzen möchte, wird es nicht bereuen. Wermut kommt mit erstaunlich wenig Pflege aus und stellt zusätzlich eine wunderbare Zierde in Stein- und Staudengärten dar.
Der richtige Standort für Wermut
Der ideale Standort für Wermutpflanzen ist sonnig und verfügt über einen trockenen, durchlässigen sowie nährstoffreichen Boden. Am besten eignet sich eine Mischung aus Sand und Gartenerde, der Anteil des Sandes sollte dabei überwiegen. Auf lehmigen Böden kann Wermut ebenfalls wachsen, wenn darauf geachtet wird, dass keine Staunässe entsteht. Als Substrat für Topfkulturen ist nährstoffarme, durchlässige Kräutererde bestens geeignet.
Wermut ist ein ausgesprochener Einzelgänger. Da er das Wachstum anderer Pflanzen hemmen kann, sollte er in einem Abstand von 45 Zentimetern gepflanzt werden.
Anzucht von Wermut

Wermut wird von Ende April bis Ende Mai direkt ins Freiland ausgesät. Es ist möglich, die Aussaat auf den August oder September zu legen, um eine erneute Anzucht im Folgejahr zu gewährleisten.
Da es sich bei Wermut um einen Lichtkeimer handelt, dürfen die Samenkörner auf keinen Fall mit Erde bedeckt werden. Solange die Pflanzen noch nicht verwurzelt sind, sollten Sie darauf achten, dass die Erde mäßig feucht ist. Nach zwei bis drei Wochen zeigen sich dann kleine Wermutpflanzen, die man ab einer Höhe von etwa sieben bis acht Zentimetern versetzen kann.
Pflege von Wermut

Wermutpflanzen haben einen sehr geringen Wasserbedarf und müssen lediglich an sehr warmen Tagen gegossen werden. Staunässe sollten Sie dringend vermeiden. Auch beim Düngen ist Wermut recht anspruchslos. Versorgen Sie ihn im Herbst mit Kompost, kann er ein ganzes Jahr von diesen Nährstoffen leben.
Neben all dieser Genügsamkeit tendiert Wermut zum Wuchern, weswegen ein regelmäßiger Rückschnitt dringend nötig ist. Dieser sollte vorzugsweise Ende Juli erfolgen. Kürzen Sie die Triebe mit Hilfe einer Bypass-Schere auf zehn Zentimeter und entfernen Sie verholzte Pflanzenteile. Beginnt die ganze Pflanze zu verholzen, sollte sie entsorgt und mit einer Jungpflanze ersetzt werden. Das wird ungefähr alle vier Jahre nötig.
Expertentipp
Wermut ist eine winterharte Pflanze, kann von außerordentlich niedrigen Temperaturen dennoch Frostschäden erleiden. Wählen Sie einen geschützten Standort, beispielsweise an der Südseite einer Mauer. Topfkulturen sollten den Winter im Haus verbringen, da hier das Substrat vollständig durchfrieren kann.
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