Radieschen zu ernten ist nicht schwierig. Doch woran lässt sich erkennen, wann die richtige Erntezeit gekommen ist? Denn die Dauer von der Aussaat bis zur Verzehrfertigkeit unterscheidet sich stark zwischen den Sorten und der Jahreszeit. Dennoch gibt es einige Kriterien, die bei der Auswahl des passenden Zeitpunkts helfen können und wichtige Anhaltspunkte darstellen. Wir zeigen sie hier.
Aussaat im Frühjahr und Sommer
Radieschen keimen sehr schnell und reifen in kurzer Zeit heran, wenn sie optimale Pflege erhalten und die Bedingungen am Standort stimmen. In den warmen und sonnigen Jahreszeiten muss lediglich mit drei bis vier Wochen bis zur Reife gerechnet werden. Das Gemüse ist also schnell für den Verzehr geeignet.
Die einzelnen Radieschen können nach Bedarf geerntet werden. Länger als sechs Wochen sollten sie nach der Keimung allerdings nicht mehr in der Erde stecken. Denn dann werden die frischen, scharfen Knollen holzig, matschig oder springen auf. Geschmack und Konsistenz leiden also erheblich.
Herbst-Radieschen ernten

Bei der Aussaat für den Herbst dauert die Reifung der Radieschen etwas länger. Es muss mit sechs bis acht Wochen gerechnet werden. Ebenso wie bei früheren Sorten entscheiden Züchtung und die Bedingungen am Standort sowie die Witterung. Aufgrund der kühleren Wetterlage und nicht zuletzt auch durch die Vorkulturen und den damit geringeren Nährstoffgehalt der Erde verdoppelt sich die Zeit bis zur Ernte etwa. Neben der Dauer ab der Aussaat kann die Reife allerdings auch noch an anderen Faktoren erkannt werden.
Blattgröße der Radieschen

Reife Radieschen weisen größere Blätter auf als unreife Varianten. Bevor eine Knolle geerntet wird, lohnt sich also ein Blick unter das Laub und ein Vergleich mit den anderen Radieschen.
Knollengröße des Gemüses
Eine durchschnittliche Radieschenknolle hat einen Durchmesser von zwei bis drei Zentimetern. Allerdings spielt hier auch die jeweilige Züchtung eine entscheidende Rolle. Denn einige Varianten bilden deutlich größere Wurzeln aus als andere.
Dennoch sollte zur Probe zunächst nur ein Radieschen geerntet werden. Ist es knackig, aromatisch und weist eine leichte Schärfe auf, ist es reif. Es können danach alle Knollen geerntet werden, die in der Größe vergleichbar sind.
Richtige Tageszeit für die Ernte
Neben dem Abstand von der Aussaat und den Bedingungen bei der Kultur sollte bei der Ernte auch die Tageszeit Beachtung finden. Bei den Radieschen wird am besten nachmittags geerntet. Dann weisen sie den geringsten Gehalt an Nitrat auf, sind aber voller Vitamine. Werden sie am späten Nachmittag aus der Erde gezogen, lassen sie sich direkt frisch zum Abendessen verzehren.
Expertentipp
Radieschen halten sich auch im Kühlschrank nicht sehr lange. Es ist daher empfehlenswert, nur nach Bedarf und dafür täglich zu ernten. Denn bereits nach ein bis zwei Tagen werden die Knollen weich und schrumpelig, können sich verfärben und nehmen einen unangenehmen Geschmack an. Die Lagerdauer lässt sich verlängern, indem das Laub entfernt, und die Radieschen leicht feucht eingeschlagen im Kühlschrank gelagert werden. Eine luftdichte Verpackung in Glas oder Kunststoff ist aber nicht angeraten. Besser ist es, den Deckel von Aufbewahrungsboxen nur locker aufzulegen. Auch dann ist ein schnelles Verbrauchen empfehlenswert.
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