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Pflanzenvermehrung

Schmetterlingsflieder richtig vermehren – Zeitpunkt und Anleitung

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Schmetterlingsflieder richtig vermehren - Zeitpunkt und Anleitung

Schmetterlingsflieder stammt ursprünglich aus dem Himalaya. Von dort hat das attraktive Gehölz mit seinen charakteristischen Blüten den Weg in viele Gärten gefunden. Hierzulande erfreut uns die Pflanze ab Juni mit ihrer Blütenpracht. Wie sie leicht vermehrt werden kann, wird in diesem Beitrag erklärt.

Schmetterlingsflieder über Samen vermehren

Schmetterlingsflieder über Samen vermehren


In der freien Natur ist Schmetterlingsflieder für seine invasive Ausbreitung bekannt. Diese erfolgt in aller Regel über die Samen. Diese Eigenschaft können sich Gärtner gut zunutze machen.

Zur Vermehrung der Pflanze müssen Sie die Samenkapseln im Herbst zunächst absammeln und trocknen. Suchen Sie sich dafür einen möglichst regenfreien Tag aus. Schneiden Sie jeweils ganze Blütenpaare vom Gehölz ab. Die Samen sollten im Anschluss im Haus getrocknet werden. Entfernen Sie überschüssigen Schmutz und bewahren das Saatgut in einem Schraubglas oder in Samentüten auf.

Ab Anfang März sollten Sie die Aussaat vorbereiten. Verwenden Sie dazu kleine Anzuchttöpfe oder Schalen und füllen Sie diese mit herkömmlicher Kräutererde. Die Samen sollten mit der Hand einzeln in die Schalen oder Töpfe gegeben werden. Danach sieben Sie ein wenig Erde über das Saatgut und befeuchten das Substrat im Anschluss mit einem Zerstäuber. In einer gewöhnlichen Fensterbank aufgestellt, dürften sich bereits nach kurzer Zeit die ersten Keimlinge zeigen. Pikieren Sie diese, sobald sie eine Höhe von etwa vier bis fünf Zentimetern erreicht haben.

Schmetterlingsflieder über Stecklinge vermehren

Schmetterlingsflieder über Stecklinge vermehren
Gute Erfahrungen haben viele Gärtner auch mit der Stecklingsvermehrung gemacht. Dazu werden im Sommer junge Triebe der Pflanze mit Hilfe einer Gartenschere abgetrennt. Greifen Sie auf sauberes und desinfiziertes Werkzeug zurück.

Nehmen Sie jeweils einen Jungtrieb ohne Blüten in die Hand. Schneiden Sie von diesem nun ein Stück weit knapp über dem nächsten Blattpaar ab. Diesen Schritt sollten Sie nun wiederholen bis genügend Stecklinge vorhanden sind. In der Regel wurzelt Schmetterlingsflieder schnell. Deshalb reicht bereits eine Handvoll von Stecklingen zur Vermehrung aus. Kürzen Sie jeden Trieb ein. Im Anschluss sollten die Stecklinge in Töpfen platziert werden, die mit Sand und gewöhnlicher Gartenerde gefüllt sind.

Halten Sie die Stecklinge dauerhaft feucht. Das geht am besten, indem sie in einem Minigewächshaus kultiviert werden. Schon bald sollten sich die ersten Wurzeln zeigen. Von jetzt an können die Stecklinge im Wintergarten oder in der Garage weiter wachsen. Im nächsten Frühjahr werden sie dann in den Garten ausgepflanzt.

Schmetterlingsflieder über Absenker vermehren

Schmetterlingsflieder über Absenker vermehren
Absenker sind vor allem von Brombeeren und anderen Beerensträuchern bekannt. Beim Schmetterlingsflieder funktioniert diese Methode ebenfalls. Dazu wird ein junger und dehnbarer Ast in Bodennähe verwendet. Graben Sie eine Kuhle und biegen Sie den ausgewählten Trieb schlangenförmig hinein. Ein Teil des Zweigs muss im Boden bleiben und mit Erde bedeckt werden. Das Ende sollte aus dem Erdreich hervorragen.

Achten Sie unbedingt darauf, dass ein Teil des Zweiges fest im Boden verbleibt. Nur so können sich Wurzeln bilden. Dazu sollte der unterirdische Teil z.B. mit einer Klammer stabilisiert werden. Wässern Sie den Zweig in den nachfolgenden Wochen regelmäßig. Nach einiger Zeit kann er vorsichtig ausgegraben werden. Haben sich Wurzeln gebildet, trennen Sie den neuen Zweig mit einer Gartenschere ab. Nun kann er entweder im Kübel weitergezogen oder direkt in den Garten gepflanzt werden.

Expertentipp

Sie sollten beachten, dass aus Samen gezogener Schmetterlingsflieder nicht sortenrein ist. Gelegentliche Farbvariationen und andere Veränderungen sind bei ausgesäten Exemplaren stets möglich. Dieses Problem besteht bei Absenkern und Stecklingen üblicherweise nicht.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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