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Zierpflanzen

Sind Maiglöckchen unter Naturschutz?

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Sind Maiglöckchen unter Naturschutz

Maiglöckchen gelten nicht nur wegen ihres intensiven Duftes als typische Boten des Frühlings. Die kleinen weißen Blumen werden auch wegen ihrer anmutigen Schönheit gern für einen kleinen Blumenstrauß gepflückt. Mancherorts wachsen sie in freier Natur in großer Zahl, anderenorts sind sie kaum mehr zu finden.

Doch viele sind unsicher, ob das Pflücken eines kleinen Sträußchens wohl erlaubt ist und ob das Maiglöckchen unter Naturschutz steht.

Naturschutzlisten unterscheiden

Landläufig gehen viele Menschen davon aus, dass seltene Pflanzen, die vor dem Aussterben stehen, deshalb unter Naturschutz stehen und nicht gepflückt, anderweitig geschädigt oder aus der Natur entnommen werden dürfen.

Doch gibt es verschiedene Naturschutzregeln und Listen, die zusätzlich zur „Roten Liste“ des Bundesamtes für Naturschutz die bedrohten Arten klassifizieren. Alle Pflanzen, die auf diesen Listen geführt werden, stehen damit unter Naturschutz. Das heißt aber nicht automatisch, dass für alle diese Pflanzen die gleichen Regeln gelten würden.

Besonders geschützt, aber ungefährdet

Besonders geschützt, aber ungefährdet


Neben vielen anderen wild wachsenden Pflanzen steht auch das Maiglöckchen in Deutschland unter Naturschutz.

Laut Bundesartenschutzverordnung gilt die hübsche Pflanze als besonders geschützt. Auf der „Roten Liste“ des Bundesamtes für Naturschutz ist Convallaria majalis (bot. Name des Maiglöckchens) zwar unter der Kategorie der Farn- und Blütenpflanzen aufgeführt, wird aber als ungefährdet eingestuft.

Was ist erlaubt?

Was ist erlaubt
Für besonders geschützte Pflanzen, wozu auch das Maiglöckchen gehört, gilt: Von wildwachsenden Pflanzen dürfen keine

  • Wurzeln
  • Wurzelstöcke oder Rhizome
  • Zwiebeln oder Rosetten

gesammelt oder ausgegraben werden.

Diese Regelung gilt nicht nur in Deutschland, denn auch in vielen anderen europäischen Ländern steht das Maiglöckchen unter Naturschutz.

Im Garten gelten andere Regeln

Im Garten gelten andere Regeln
Auch in vielen Gärten wird das Maiglöckchen gerne kultiviert. Die kleine Pflanze sieht nicht nur bezaubernd aus und verströmt von Mai bis Juni ihren herrlichen Duft, sie ist auch absolut pflegeleicht und fühlt sich an halbschattigen und schattigen Standorten sehr wohl.

Stimmen die Standortbedingungen, breiten sich Maiglöckchen mit ihren Rhizomen schnell aus und sorgen im Frühling für einen wunderschönen Blumenteppich. Im Garten gelten die Entnahmevorschriften selbstverständlich nicht. Die Maiglöckchen können ganz Belieben gepflückt, um- oder ausgepflanzt werden.

Maiglöckchen pflücken

Nach den Vorschriften der Naturschutzbestimmungen ist das Pflücken eines kleinen Maiglöckchenstraußes durchaus erlaubt. Dennoch sollte zum Schutz der Natur auf das Pflücken wild wachsender Maiglöckchen verzichtet werden.

Die kleinen Blumen werden vor allem von Bienen gerne angeflogen und leisten so wie jede heimische und wildwachsende Pflanze ihren Beitrag für ein gut funktionierendes Ökosystem.

Bei den im Garten kultivierten Maiglöckchen und Maiglöckchen, die als Schnittblumen verkauft werden, handelt es sich um Zuchtformen, sodass kein ökologischer Schaden entsteht, wenn diese als Blumenstrauß die Wohnung zieren.

Expertentipp

Auch im eigenen Interesse sollte auf das Pflücken wild wachsender Maiglöckchen auch dort, wo noch viele dieser Blumen wachsen, verzichtet werden. Alle Pflanzenteile sind giftig und können bei Kontakt Haut- und Augenreizungen verursachen.

Weitaus ungefährlicher ist es Maiglöckchen im eigenen Garten mit Handschuhen zu pflücken oder einen Strauß Maiglöckchen für die Wohnung zu kaufen.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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