Speisepilze aus dem eigenen Garten
Pilze sind vitaminreich, enthalten Mineralstoffe und Spurenelemente. Jede Sorte hat ihr ganz eigenes Aroma, zudem sind sie in der Küche vielseitig verwendbar. Wer sich im Herbst nicht im Wald auf die Suche nach Speisepilzen machen möchte, holt sich seine ganz eigene Pilzzucht nach Hause. Zahlreiche Sorten lassen sich problemlos im heimischen Garten anbauen. Teilweise sind fertige Pilzkulturen im Handel erhältlich, unterschieden wird dabei zwischen Körner-Brut und der Zucht auf Trägermaterial, wie z.B. Baumstämmen.
Fertigkulturen
Schnellen Erfolg und wenig Arbeit haben Sie mit Fertigkulturen. Diese werden vor allem für Austernpilze und Champignons angeboten. Bis die ersten Pilze geerntet werden können, vergehen in der Regel vier bis sechs Wochen. Wer ganz ungeduldig ist, züchtet Shiitake-Pilze, diese zeigen ihre Köpfe meistens schon bei der Anlieferung.
Die Unterlage ist vom Myzel durchwachsen, darauf bringen Sie die Erde mit, die im Lieferumfang enthalten ist. Diese wird fein zerbröselt, so können die Pilze leicht durch den Boden wachsen. Halten Sie die Erde feucht, wässern Sie immer mit dem Sprüher. Anschließend wird das Ganze mit Folie abgedeckt. Diese sollte immer wieder gelüftet werden, damit die Erde nicht schimmelt.
Geeignete Sorten für die Pilzzucht

Champignons sind relativ einfach zu handhaben. Sie brauchen nicht unbedingt Licht, könnten also sogar im Keller stehen. Allerdings vertragen sie nicht mehr als 19 Grad Celsius. Austernpilze hingegen kommen auch mit höheren Temperaturen klar, sie benötigen zudem Licht, um zu wachsen.
Morcheln oder Braunkappen können im Beet angebaut werden. Wenn Sie die Kultur im Handel bestellen, werden immer Nährboden und Pilzbrut geliefert. Folgen Sie der Anweisung des Herstellers. Ideal für den Waldpilz-Anbau ist ein schattiger Platz, z.B. unter Bäumen und Büschen. Nährstoffreiche Erde, in der Nähe des Komposthaufens, ist ideal. Schützen Sie die Pilze vor Wind und Regen, sonst könnten sie schnell zerstört werden.
Die Vorgehensweise
- Pilzbrut ansetzen, als Basis dienen Strohmehl, Sägespäne, Strohhäcksel
- Hände gründlich waschen, Handschuhe tragen
- Trägermaterial impfen
- Aus dem zuerst weißen Flaum entstehen weiße Knötchen, die zu Pilzen heranwachsen
Ab ins Gartenbeet
Für die Zucht von Pilzen im Freien eignen sich verschiedene Methoden, diese sind vor allem auch abhängig von der Pilzart. Für Braunkappen, Austernpilze und weitere Sorten eigenen sich gepresste Strohballen. Diese werden im späten Frühjahr mit Wasser durchtränkt, lassen sie diese gut abtropfen. Danach wird die Körner- oder Stäbchenbrut ausgebracht.
Dazu werden Löchern in die Strohballen gebohrt und die Brut eingesteckt. Anschließend wird der Strohballen mit Folie zugedeckt. Diese sorgt für höhere Luftfeuchtigkeit und optimale Wachstumsbedingungen. Nach einigen Wochen zeigt sich bei guter Pflege ein feines Gespinst. Etwa drei Wochen später können die ersten Pilze geerntet werden. Diese Methode ermöglicht eine Ernte von bis zu 6 Kilogramm, mit einigen Wochen Abstand zwischen der Ernte. Danach ist das Stroh als Nahrungsgeber ausgeschöpft.
Expertentipp
Bringen Sie das Substrat bis Anfang September ins Gartenbeet ein. In der Durchwachszeit darf kein Frost auftreten. Bis zur nächsten Ernte dauert es etwa ein Jahr, in den nächsten zwei bis drei Jahren können Sie aus einer Kultur Pilze ernten.
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