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Spitzahorn – Wissenswertes zum Rückschnitt

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Spitzahorn - Wissenswertes zum Rückschnitt

Der Spitzahorn ist ein prächtiger heimischer Baum, der sich meist ohne Beschnitt sehr gut entwickelt. Manchmal werden Bäume jedoch zu groß, wachsen zu dicht oder es müssen kranke oder tote Äste entfernt werden. In diesen Fällen müssen Sie Ihren Spitzahorn vorsichtig zurückschneiden, da diese Ahorn-Art nur wenig schnittverträglich ist. Was Sie bei einem Beschnitt beachten müssen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Ausbluten und langsame Heilung

Ausbluten und langsame Heilung


Das Hauptproblem bei dem Beschnitt eines Spitzahorns ist das sogenannte Ausbluten. In den Gefäßen, die sich durch alle Äste und Triebe des Baumes ziehen, fließt Pflanzensaft, der Flüssigkeit und Nährstoffe verteilt. Insbesondere während der Vegetationsperiode ist der Saftfluss sehr stark, da der Baum neue Triebe, Blätter, Blüten und Früchte zu versorgen hat.

Erfolgt ein Beschnitt zu dieser Zeit, tritt aus den Schnittstellen viel Saft aus, wodurch Ihr Spitzahorn wertvolle Nährstoffe verliert und geschwächt wird, was ihn anfälliger für Krankheiten macht. Dazu kommt, dass ein Spitzahorn vergleichsweise viel Zeit für die Heilung von Schnittwunden benötigt.

Verletzungen schließen sich nur langsam und stellen eine Schwachstelle dar, über die Pilzsporen und andere Keime in den Baum eindringen können. Zudem muss er in dieser Zeit zusätzliche Energie für die Heilung aufbringen und hat weniger Kraft, sich gegen Eindringlinge zu verteidigen. Das kann vor allem für junge Exemplare tödlich enden.

Wahl des richtigen Schnitttermins

Wahl des richtigen Schnitttermins
Um die Stärke des Ausblutens zu verringern, wählt man einen Termin außerhalb der Wachstumsperiode aus. Experten empfehlen, Schnitte im Spätsommer oder im Herbst durchzuführen. Bei einem Herbstschnitt können Sie warten, bis alle Blätter vertrocknet oder abgefallen sind, um dem Baum Gelegenheit zu geben, ihnen die letzten Nährstoffe zu entziehen. Der Saftfluss ist dann am geringsten.

Für den Spätsommer spricht, dass das Wetter trockener ist als im Herbst, was das Risiko einer Pilzinfektion verringert. Wählen Sie für den Schnitt auf eine Schönwetterperiode aus, in der nicht mit Regen zu rechnen ist.

Unterstützung des Wundverschlusses

Zusätzlich empfiehlt es sich, die Wunden nach einem Schnitt künstlich zu verschließen, um die austretende Saftmenge zu verringern und das Eindringen von Keimen zu verhindern. Geeignete Wundverschlussmittel kann man im Gartenfachhandel erwerben. Aber auch eine Schicht bestehend aus Lehm kann auf die Wunden aufgetragen werden, solange dieser nicht mit Keimen durchzogen ist.

Kein Wundverschlussmittel dichtet Schnittstellen lange vollständig ab, weshalb es sinnvoll ist, die Behandlung nach einigen Tagen zu wiederholen.

Expertentipp

Prüfen Sie vor jeglichen Schnittmaßnahmen, dass Ihr Werkzeug scharf, sauber und desinfiziert ist. Eine stumpfe Klinge führt zu ausgefransten und ungleichmäßigen Schnitten, die schlecht und langsam verheilen. Schmutz an Schneiden kann Keime in die Wunde eintragen. In diesen Fällen hilft auch ein Wundverschluss nicht, um Ihren Spitzahorn vor einer Infektion zu schützen.

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