Ein Garten am Hang muss kein Nachteil für ein Grundstück sein. Hier können Sie einen Steingarten anlegen und damit die ausgewählten Pflanzen gekonnt in Szene setzen. Außerdem vergrößert ein Hanggarten das Grundstück optisch. Nutzen Sie den Vorteil eines Gartens am Hang und legen Sie ohne großen Aufwand einen beeindruckenden Steingarten an. Welche Möglichkeiten es gibt, zeigen wir Ihnen in diesem Beitrag.
Die Planung des Steingartens
Berücksichtigen Sie bei der Planung eines Steingartens das Gelände und auch die Sonneneinstrahlung. Die Pflanzen, die Sie für Ihren Steingarten auswählen, sollten sonnige Standorte lieben. Überlegen Sie bei der Planung, welche Pflanzen Sie in Ihren Steingarten setzen und wo der passende Platz für diese Pflanzen ist. Legen Sie sich dafür am besten eine Skizze an. Zeichnen Sie auch den Platz für die Steine ein und Besonderheiten wie eine Treppe, einen Sitzplatz oder einen Bachlauf.
Die Gestaltung des Steingartens
Sie können die Form des Geländes am Hang verändern, indem Sie eine Drainageschicht aus Kies und Erde anlegen. Die Neigung des Gartens sollte nicht mehr als dreißig Grad betragen. Bevor Sie mit der Gestaltung beginnen, befreien Sie die Fläche von Unkraut und arbeiten Sie den Boden gut durch. Möchten Sie eine Treppe in Ihrem Hanggarten anlegen, sollten Sie den Boden so gestalten, dass die Stufen richtig verlegt werden können. Die Treppenstufen werden zu zwei Drittel in die Erde eingegraben.
Damit sich Regenwasser nicht unter dem Steingarten staut, legen Sie eine Drainageschicht von 15 bis 20 cm an. Die Drainageschicht sollte aus Schotter, kleinen Steinen und Kies bestehen. Über diese Drainageschicht kommt dann die Erde, in die die Steine und die Pflanzen gesetzt werden. Doch bevor Sie Ihren Steingarten anlegen, wässern Sie die vorbereitete Fläche und beginnen erst nach einigen Tagen.
Gestalten Sie den Steingarten so, dass er natürlich aussieht. Dafür darf er nicht zu gleichmäßig und symmetrisch sein. Legen Sie ihn in Stufen an und berücksichtigen Sie die Größe der Steine. Größere Exemplare werden unten oder in der Mitte gesetzt, kleinere Steine werden am oberen Ende des Hanges platziert. Flache, spitze Steine sehen natürlicher aus als runde Exemplare. Geeignet sind Sandsteine, Basaltsteine, Kalksteine und Feldsteine. Sie sollten sich für eine Sorte entscheiden, um ein optisches Gleichgewicht zu erreichen.
Graben Sie die großen Steine am Fuß des Hanges etwas in den Boden ein und neigen Sie sie leicht zum Hang hin. Bedecken Sie den Boden nach dem Platzieren der Steine nochmals mit 15 bis 20 cm Erde. Hier werden später die Pflanzen gesetzt. Wässern Sie die Erde und platzieren Sie die kleineren Steine. Die Zwischenräume werden erneut mit Erde angefüllt und gegossen. Haben Sie alle Steine gesetzt und gewässert, lassen Sie das Beet für einige Wochen ruhen. Danach wird der Boden von Unkraut befreit und die ausgewählten Pflanzen werden gepflanzt. Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr oder im September.
Die richtigen Pflanzen für den Steingarten

Pflanzen für einen Steingarten sollten für einen trockenen, sonnigen Standort geeignet sein. Die ausgewählten Arten werden in Gruppen gepflanzt, damit sie zwischen den Steinen harmonieren und von diesen optisch nicht erdrückt werden. Berücksichtigen Sie bei der Bepflanzung die unterschiedlichen Blühzeiten und die Wuchshöhe. Höher wachsende Pflanzen sollten unten am Hang gepflanzt werden und niedrige dann an der Spitze.
Für einen Steingarten eignen sich Anemone, Felsen-Steinkraut, Echte Kamille, Schafgarbe, Waldrebe, Hahnenfuß, Trollblume und Schwertlilie. Pflanzen mit einem geringem Nährstoffbedarf sind besonders gut geeignet. Zu ihnen zählen Hauswurz, Felsenblümchen, Gänsekresse, Thymian, Oregano, Katzenminze, Lavendel, Strand-Silberkraut und Sternmoos.
Bietet Ihr Steingarten genügend Platz, können Sie auch kleine Bäume oder Sträucher wie Zwergzypressen, Kanadische Hemlocktannen, Japanischen Ahorn, einen Lebensbaum, Besenginster oder Rosmarinheide pflanzen.
Expertentipp
Die Pflanzen in Steingärten sind säureliebend. Wählen Sie daher saure Gesteine wie Granit, Quarz oder Porphyr aus.
Lassen Sie uns wissen, wenn Ihnen der Beitrag gefällt. Das ist für uns der einzige Weg herauszufinden, ob wir etwas besser machen können.
Die neusten Kommentare