Trompetenbäume (Catalpa) bilden eine eigene Gattung und gehören zur Ordnung der Lippenblütlerartigen (Lamiales). Sie sind attraktiv und bilden ein reich blühendes, hübsches Blattwerk, was sie zu beliebten Zierbäumen in Parkanlagen und heimischen Gärten macht. Der Name bezieht sich auf die exotische Form der Blüten. Aufgrund der auffälligen Kapselfrüchte werden Trompetenbäume zuweilen Bohnen- oder Zigarrenbäume genannt. Ob die Gewächse winterhart oder frostempfindlich sind, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Trompetenbäume – Exoten aus fernen Landen
Vier der insgesamt zehn laubabwerfenden und halbimmergrünen Arten sind in Ostasien beheimatet. Weitere vier Arten stammen von den Karibischen Inseln und zwei aus den klimatisch milden Regionen Nordamerikas. Vor allem der aus Nordamerika stammende Gewöhnliche Trompetenbaum (Catalpa bignonioides) wird in Europa bereits seit einigen Jahrhunderten als Zierbaum kultiviert.
Die Winterhärte älterer Trompetenbäume

Trompetenbäume bilden ihre Winterhärte mit zunehmendem Alter aus. Junge Trompetenbäume müssen während der kalten Jahreszeit geschützt werden, um frostige Perioden gut überstehen zu können. Der Schutz der Gewächse sollte bis zu einem Alter von mindestens sechs Jahren gewährleistet werden. Erst dann haben sie sich ausreichend etabliert, sodass sie der mitteleuropäischen Kälte ohne Schutz standhalten können.
Die Winterhärte junger Trompetenbäume

Die Rinde junger Exemplare reagiert besonders empfindlich auf die Kombination von Kälte, Frost und Nässe, aber auch starke Sonneneinstrahlung kann sie beschädigen. Damit die Borke nicht aufreißt, sollte der Stamm mit einem Weißanstrich versehen werden. Vor dem Anstrich sollte man einen eventuell vorhandenen Moosbelag vorsichtig entfernen. Spezielle Baumanstriche sind im Fachhandel oder in Gartencentern erhältlich. In besonders milden Regionen, wie beispielsweise den Weinbaugebieten im Südwesten Deutschlands, kann das Weißeln als Winterschutz unter Umständen bereits ausreichen.
Eine weitere Maßnahme für den Schutz vor Frost in weniger milden Regionen ist das Einpacken des ganzen Baumes vom Stamm bis zur Krone. Dafür eignet sich spezielles Gartenvlies, aber auch Luftpolsterfolie, Bambusmatten oder robustes Gewebe aus Jute. Zusätzlich sollte man den Wurzelbereich mit Rindenmulch, Tannen- oder Fichtenzweigen, Stroh oder anderen geeigneten Materialien abdecken.
Kübelpflanzen
Trompetenbäume eignen sich zudem für die Kultur in Kübeln. Junge Bäume siedelt man im Winter an einen kühlen, hellen und frostsicheren Standort um. Beheizte Wohnräume sind zum Überwintern nicht geeignet.
Handelt es sich um kräftige Exemplare, kann man sie vor dem ersten Frost mit Vlies oder Luftpolsterfolie umwickeln. Einen zusätzlichen Schutz benötigen Pflanzgefäße von unten und von den Seiten. Stellen Sie die Pflanzgefäße an einen geschützten Standort auf starke Styropor- oder Holzplatten und umwickeln Sie sie mit Luftpolsterfolie, um ein Durchfrieren des Substrats zu verhindern.
Schutz vor Nässe
Gegen übermäßige Nässe sind die Wurzeln von Trompetenbäumen besonders empfindlich. Aus diesem Grund sollte man Staunässe zu jeder Jahreszeit zwingend vermeiden. Eine zu hohe Feuchtigkeit erhöht ihre Anfälligkeit gegenüber Pilzerkrankungen und einem Befall durch Schädlinge. Zum Schutz auch von älteren Trompetenbäumen gegen Nässe empfiehlt sich das Weißeln der Stämme.
Expertentipp
Die Wahl des Standorts ist entscheidend für das Gedeihen von Trompetenbäumen. Sie benötigen geschützte, sonnige Plätze in durchlässigen, etwas sandigen und nährstoffreichen Böden.
Lassen Sie uns wissen, wenn Ihnen der Beitrag gefällt. Das ist für uns der einzige Weg herauszufinden, ob wir etwas besser machen können.
Die neusten Kommentare