Der Wacholder ist ein beliebtes Nadelgehölz im Garten. Unten den vielen Arten sind fast alle Wuchsformen vertreten. Bodendeckende sowie niedrige Wacholderarten, aber auch Säulen- sowie Großsträucher und Bäume. Deshalb gelingt mit dem immergrünen Gehölz eine gelungene Gartengestaltung. Damit der Wacholder trotz aller Pflege nicht verkümmert oder braun wird, sollten Krankheiten und Schädlinge rechtzeitig erkannt und behandelt werden.
Schädlinge an Wacholder
Der gefährlichste Schädling an Solitärpflanzen oder Wacholderhecken ist die Miniermotte. Sie gehört zu den Kleinschmetterlingen und hat eine weiß bis gelbliche Farbe. Von Ende Mai bis Ende Juni legen die weiblichen Tiere ihre Eier an den Endschuppen der Triebspitzen ab.
Die Raupe bohrt sich in den neuen Trieb und beginnt mit dem Minierfraß. Im Sommer und Herbst sind meist noch keine Schäden sichtbar. Da die Raupen in der kalten Jahreszeit nicht sterben, setzen sie ihren Fraß im Winter fort. Im nächsten Frühling sind die beschädigten Triebe deutlich bemerkbar.
Die Bekämpfung der Miniermotte

Die effiziente Bekämpfung richtet sich nach dem Mottenflug. Ab Ende Mai sollte der Wacholder regelmäßig auf Mottenbefall kontrolliert werden. Eine Woche nach Flugbeginn erfolgt die Bekämpfung mit Spritzmitteln.
Schäden durch Läuse

Die Rindenlaus, auch Baumlaus genannt, saugt den Wacholder an. Bei einem starken Befall können die Nadeln und Triebe absterben. Ein Schädling ist auch die Wacholder-Deckelschildlaus, die zu einer Verfärbung der Nadeln führt.
Abhilfe schafft nur die regelmäßige Kontrolle. Bei einer leichten Verfärbung der Nadeln muss sofort mit Spritzmitteln eingegriffen werden. Sind die Nadeln schon deutlich sichtbar verfärbt, zeigt die Bekämpfung mit Spritzmitteln keinen Erfolg mehr.
Krankheiten an Wacholder

Nicht nur Schädlinge, auch Krankheiten führen dazu, dass der Wacholder in seinem Wachstum gestört ist oder die Pflanze sogar abstirbt.
Der Wacholderblasenrost gehört zu den Rostpilzen und ist umgangssprachlich besser unter der Bezeichnung Birnengitterrost bekannt. Es handelt sich um einen wirtswechselnden Pilz, der auf Wacholderarten überwintert und zu Sommerbeginn das Birnenlaub befällt. Das Schadbild an Wacholder sind spindelartige Verdickungen, aus denen bräunliche Sporenlager hervorbrechen und vom Wind vertragen werden. An den Blattoberseiten der Birne bilden sich gelbe bis rote Flecken.
Neben Spritzmitteln können zur Bekämpfung die Spitzen des Wacholders entfernt werden.
Expertentipp
Um die Birnbäume zu schützen, sollte im Garten nur der Gemeine Wacholder, Juniperus communis, gepflanzt werden. Er wird vom Wacholderblasenrost nicht befallen.
Häufig gestellte Fragen
Warum verfärben sich die Nadeln des Wacholders, obwohl keine Krankheiten oder Schädlinge vorhanden sind?
Der Grund dafür kann ein falscher Standort sein. Der Wacholder bevorzugt einen sonnigen oder halbschattigen Standort sowie einen humosen, nährstoffreichen und durchlässigen Boden. Zu viel Feuchtigkeit schadet der Pflanze.
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