Mit seinen großen, üppigen Blütenkugeln setzt Zierlauch attraktive Akzente in heimischen Gärten und verschönert sonnige Blumenbeete bereits ab April bis in den frühen Herbst hinein. Einige der rund 800 Sorten erreichen eine beeindruckende Wuchshöhe von mehr als einem Meter. Der Zierlauch bildet eine Pflanzengattung innerhalb der Lauchgewächse und gehört zur Familie der Amaryllisgewächse. Die opulenten Blütenbälle präsentieren sich in Violett, Rosa oder Weiß an langen Stielen und werden aufgrund ihrer Optik gerne für die Gartengestaltung verwendet.
Herkunft und Verbreitung des Zwiebelgewächses
Zierlauch ist fast auf der ganzen Welt zu finden, wobei die meisten Allium-Arten auf der Nordhalbkugel verbreitet sind. Hierzulande ist nur der Bärlauch heimisch, der hauptsächlich in Buchenwäldern wächst. Zierlauch hingegen, dessen Wildformen in Gebirgen und kargen Steppen gedeihen, stammt ursprünglich aus Zentralasien. In hiesigen Gärtnereien werden etwa 35 verschiedene Zierlauch-Sorten angeboten, bei denen es sich in den meisten Fällen um Hybriden handelt. Zu den bekanntesten und zugleich beliebtesten Zwiebelpflanzen zählt sowohl der Iran-Lauch als auch der Sternkugel-Lauch.
Welche Sorten und Arten des Zierlauchs sind winterhart

Die meisten Zwiebelgewächse sind winterhart, doch es gibt auch einige Arten, die in puncto Überwinterung nicht im Freiland verbleiben können. Bei den winterharten Sorten des Zierlauchs verbleiben die Zwiebeln im Boden bis zum nächsten Frühjahr und treiben dann erneut aus. Für die Pflanzen eignet sich ein leichter Winterschutz aus Kompost, Laub oder Reisig, obwohl diese Gewächse auch Temperaturen bis zu minus 20 Grad Celsius problemlos überstehen. Bei den nicht winterharten Stauden wie beispielsweise dem Schuberts Zier-Lauch, bewahren Sie die Zwiebelknollen den Winter über in Holzkisten mit Sand auf. Alternativ können Sie die Zwiebelknollen auch in Töpfe pflanzen und diese an einem frostfreien Ort im Haus überwintern. Das Winterquartier für die nicht winterharten Zierlaucharten verfügt idealerweise über Temperaturen zwischen fünf bis zehn Grad Celsius.
Die Vorbereitung auf den Winter

Nach der Blüte bildet Zierlauch seine Samenstände aus und die Staude wird nun allmählich welk. Wenn Sie eine Selbstaussaat der Pflanze verhindern möchten, können Sie den Zierlauch, nachdem er sich bereits gelb verfärbt hat, zurückschneiden. Ab diesem Zeitpunkt sollte die Verabreichung von Düngergaben gänzlich eingestellt werden, damit sich das Gewächs für die kalte Jahreszeit gut vorbereiten kann. Weitere Maßnahmen sind für die Zwiebelgewächse nicht notwendig. Das Abdecken der Pflanze mit Tannenreisig oder Laub verhindert, dass zu viel Nässe, welche die Zwiebeln zum Faulen bringen könnte, ins Erdreich eindringt. Während dieser Zeit vertragen die Stauden nur ganz wenig Feuchtigkeit und müssen auch nicht mehr gegossen werden.
Die Pflege des Zierlauchs
Zierlauch benötigt keinen großen Pflegeaufwand und beschränkt sich lediglich auf die Entfernung von Laubresten oder das Schneiden von verwelkten Blütenständen. Wenn der Standort optimale Bedingungen bietet, reicht es vollkommen aus, die Staude bedarfsgerecht zu gießen und hin und wieder mit Düngemittel zu versorgen.
Expertentipp
Schwere und feuchte Böden können vor dem Einpflanzen der Zwiebelknollen gut aufgelockert und mit feinem Sand oder Kies verbessert werden. Bewahren Sie die Knollen der Stauden bis zur Pflanzung kühl und trocken auf. Die Pflanztiefe richtet sich nach der Größe der Zwiebeln.
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