Mit der Bezeichnung Schafgarbe ist meist die Gemeine oder Gewöhnliche Schafgarbe gemeint. Sie ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler und namensgebend für die gesamte Gattung der Schafgarben (Achillea). Schafgarben sind krautige Pflanzen, die sehr ausdauernd wachsen und eine Höhe von 6 bis 80 Zentimeter erreichen können. Manche Gruppen innerhalb der Art der Schafgarben gehören zu den Halbsträuchern und können im Ausnahmefall auch eine Höhe von 100 Zentimeter erreichen. Schafgarben weisen fiederteilige Laubblätter und einen Stängel, auf dem die Blüte wächst, auf. Der Blütenstand ist scheindolden und besteht aus zahlreichen kleinen körbchenförmigen Teilblütenständen. Aufgrund ihrer langen Blütezeit und den verschiedenen, meist bunten Zuchtformen werden Schafgarben auch gerne im Garten angepflanzt.
Ist die Schafgarbe essbar?
Die Schafgarbe ist ungiftig und durchaus genießbar. In ihrer Wildform als Wiesenblume kann sie durch Tierexkremente oder landwirtschaftliche Dünge- und Schutzmittel belastet sein, in ihrer Zuchtform als Gartenblume sollte die Gefahr dieser Verunreinigungen sehr gut minimiert werden können. Einzig bei Allergien oder dem übermäßigen Verzehr von Schafgarben wird von Hautausschlägen und Bläschenbildung auf der Haut berichtet. Vor jedem Genuss einer Schafgarbe sollte es jedoch klar sein, dass es sich auch tatsächlich um eine solche handelt, denn die Schafgarbe hat in der Natur einige vermeintliche Doppelgänger, die dem Menschen alles andere als bekömmlich sind.
Achtung Verwechslungsgefahr – giftige Doppelgänger

Zu den giftigen Pflanzen, die vom ungeübten Auge leicht mit einer Schafgarbe verwechselt werden können, gehören das Wiesenschaumkraut, der Bärenklau und der gefleckte Schierling. Beim Wiesenschaumkraut sind es vor allem die Bitterstoffe, die beim Verzehr größerer Mengen Magenbeschwerden auslösen können. Beim Bärenklau dürfte aufgrund der Doldenblüten, die jenen der Schafgarbe sehr ähnlich sind, die Verwechslungsgefahr am höchsten sein. Schon Berührungen können zu Hautverbrennungen führen, die sich durch Sonnenlicht weiter verschlimmern können. Jungpflanzen des gefleckten Schierlings ähneln der Schafgarbe und könnten bei einer Verwechslung zu einer schmerzhaften Gefahr werden: Der hohe Alkaloidgehalt kann zu Übelkeit, Nervenlähmungen und Schluckbeschwerden führen. Blätter, Blütenform und Wuchshöhe sind drei wichtige Indikatoren, deren genaue Beachtung einer Verwechslung vorbeugen kann.
Die Schafgarbe als Heilpflanze

Seit der Antike wird die Schafgarbe als Heilpflanze verwendet. Kleinere Mengen der getrockneten Blätter werden vorzugsweise als Teezugaben eingenommen und sollen bei Appetitlosigkeit, Verdauungsproblemen, Nasenbluten und Unterleibskrämpfen für Linderung sorgen.
Expertentipp
In der richtigen Dosierung sind Schafgarben auch für Haus- und Nutztiere völlig unbedenklich. Pferde und Nagetiere verzehren sie gerne und nehmen sie auch in der Freihaltung auf der Weide oder im Freigehege immer wieder gerne als Futterpflanze an. Bei Hunden kann sie bei Verdauungsproblemen ebenso positive Wirkungen zeigen wie beim Menschen. Einzig Katzen mögen weder den Geruch noch den Geschmack von Schafgarben und meiden diese Pflanze üblicherweise gänzlich.
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