Mohn (Papaver) ist eine Pflanzengattung, von der es weltweit 50 bis 120 Arten gibt. Die meisten wachsen in gemäßigtem Klima. Es gibt sowohl ein- als auch mehrjährige Arten der krautigen Pflanze. Schlaf- und Klatschmohn sind einjährig.
Schlaf- oder Gartenmohn (Papaver somniferum) enthält Alkaloide, die zur Opioiden-Herstellung genutzt werden. Er gehört zu den ältesten Kulturpflanzen.
Die roten Blüten des Klatschmohns sind ab Mai in Mitteleuropa weit verbreitet zu sehen.
Schlafmohn
Schlafmohn wird bis zu 1,5 m hoch und seine Blüten können einen Durchmesse von bis zu 10 cm haben. Die Blüten sind weiß mit violettem Fleck oder purpurviolett mit schwarzem Fleck. Selten sind sie auch so rot wie Klatschmohn. Schlafmohn bildet eine kapselige Frucht aus, in der sich bis zu 30000 Samen befinden, die blau-grau bis schwarz oder cremefarben sind. Die dunklen Samen sind ölhaltiger. Seinen Namen hat der Mohn aufgrund seiner berauschenden und einschläfernden Wirkung.
Mohn, der in Gebäck und anderen Speisen verarbeitet ist, ist in diesen Mengen ungefährlich. Die Wirkstoffe befinden sich hauptsächlich in den unreifen Kapseln.
Der Anbau von Schlafmohn ist in Deutschland nur mit einer Genehmigung erlaubt, weil er unter das Betäubungsmittelgesetz fällt.
Mohnernte

Die Samen müssen zur Ernte reif genug sein. Dies sollte vier bis sechs Wochen nach der Blüte der Fall sein, etwa ab Mitte bis Ende August. Die Samenkapseln sind dann nicht mehr grün, sondern braun bis grau und die Samen rasseln in der Kapsel.
Mohnsamen sollten bei trockenem Wetter geerntet werden, weil die Kapseln nicht feucht werden dürfen. Man kann die Stiele der Kapseln abschneiden und zu Sträußen zusammenbinden. Diese kann man an einem trockenen Ort aufhängen. Die Samen lösen sich aus den Kapseln und lassen sich ausschütteln.
Die Samen sollten in geschlossenen Gefäßen gelagert und trocken gehalten werden, weil sich ansonsten Schimmel bilden kann.
Man kann die Samen im folgenden Jahr aussäen. Erntet man die Samen nicht, sät Mohn sich selbst neu aus.
Verwendung von Mohnsamen

Mohnsamen werden unter anderem für folgende Zwecke verwendet:
- Füllungen, Cremes und Desserts
- Kuchen und Gebäck
- Curry und Soßen
- Mohnöl
- als Verzierung beim Basteln
Sie enthalten diese gesunden Inhaltsstoffe:
- Calcium
- Kalium
- Magnesium
- Linolsäure
- B-Vitamine
Expertentipp
Die Samen des roten Klatschmohns, der an Wegrändern und als Zierpflanze in Gärten wächst, sind in größeren Mengen giftig und werden nicht zum Verzehr verwendet. Vor allem für Kinder sind sie gefährlich.
Häufig gestellte Fragen
Weshalb ist Mohn eine Droge?
Der Milchsaft von Schlafmohn, den man durch das Anritzen der unreifen Samenkapseln erhält, enthält Alkaloide wie Morphin.
Ist Mohn giftig?
Ja, vor allem der Milchsaft aber auch andere Pflanzenteile sind giftig.
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