Frische Kressesprossen als dekoratives und gesundes Highlight über Salate und Suppen gestreut oder klassisch auf einem gut gebutterten Brot kennt wohl jeder seit Kindertagen. Kresse kann natürlich fix und fertig in kleinen Schälchen im Einzelhandel gekauft werden, aber fast genauso einfach und dafür noch günstiger und frischer ist es, Kressesprossen auf der heimischen Fensterbank selber zu ziehen!
Grünsprossen oder Keimsprossen
Traditionell auf der Fensterbank gezogene Kressesamen gehören zu den so genannten Grünsprossen. Nach dem Aussäen, welches in der Regel ohne Substrat/Erde stattfindet, werden hiervon nach etwa 7-10 Tagen die Stiele nebst Blättern geerntet. Im Gegensatz zu den Grünsprossen gibt es noch die Keimlinge oder Keimsprossen, welche noch eher (2-3 Tage) verzehrt werden können und zwar dann im Ganzen (Samenhülle, Wurzel, Stängel und Blätter) – diese werden allerdings bevorzugt in einem Sprossenglas gezogen.
Darum sollte man Kressesprossen selber ziehen
In beiden Fällen entwickeln die zarten Pflänzchen durch die kurze Keimdauer besonders viele Vitamine, Mineralien, Antioxidantien und Ballaststoffe! Besonders Grünsprossen können mit geringem Aufwand und wenig Material unkompliziert gezogen werden. Die benötigten Samen der Gartenkresse kann man günstig erwerben und das gesamte Jahr über problemlos auf der kleinsten Fensterbank anbauen. Bereits wenige Tage nach der Aussaat kommt man schon in den Genuss dieser fein-würzigen und äußerst gesunden Kost.
Geeignete Kressesorten

Neben teils sehr exotischen Kressearten wie Sakurakresse, Senfkresse und anderen Asiakressearten sind die klassischen Vertreter hier bei uns die Garten-, Kapuziner- und die Brunnenkresse. Für den ganzjährigen Anbau zuhause auf der Fensterbank sollte idealerweise die Gartenkresse gewählt werden, da diese besonders klein- und schnellwüchsig ist. Die beiden anderen heimischen Arten können prima ab dem Frühjahr draußen gepflanzt werden.
So einfach lassen sich Kressesprossen selber ziehen

Etwas Watte oder 2-3 Lagen Küchenkrepp in einer flachen Schale z. B. ausrangierte Untertasse oder Konservenglasdeckel auslegen. Anschließend gut befeuchten und das Saatgut der Gartenkresse möglichst gleichmäßig aufstreuen. Das Ganze dann stets gut feucht halten und an einen hellen Platz stellen. Danach mindestens täglich z. B. mit einer Sprühflasche befeuchten. Alternativ kann auch vorsichtig gegossen werden, hier muss anschließend das überschüssige Gießwasser aber abgegossen werden, um Fäulnis zu vermeiden. Schon nach kurzer Zeit bilden sich kleine Pflänzchen, die etwa 1 Woche nach der Aussaat bereits verzehrt werden können. Die Kressesprossen immer nach Bedarf ernten und frisch servieren.
Expertentipp
Kressesprossen munden nicht nur ausgesprochen gut zu pikanten Speisen oder als deftiger Brotbelag, sondern sie harmonieren mit ihrem scharf-pfefferigem Aroma auch ausgezeichnet zu süßem Obst, wie z. B. Äpfeln, Trauben, Erdbeeren und Mandarinen. Versuchen Sie es also ruhig mal mit einem köstlichen Obstsalat mit Kresse-Topping.
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