Moos und Orchideen finden sich im Fachhandel oftmals in Kombination. Das ist nicht nur optisch ansprechend, sondern erfüllt auch einen sehr praktischen Zweck, um den Bedürfnissen der Orchidee gerecht zu werden. Doch welche Vorteile bietet das Moos und welche Gemeinsamkeiten hat es mit den Orchideen? Hier gibt es Antworten.
Gemeinsamkeiten von Orchideen und Moos
Sowohl Orchideen als auch Moose können Flüssigkeit nicht über die Wurzeln aufnehmen. Sie sind stattdessen auf eine hohe Luftfeuchtigkeit angewiesen. Schwemmendes oder häufiges Gießen reicht daher nicht aus. Im Gegenteil, es kann den Gewächsen sogar schaden. Denn auf Staunässe reagieren diese sehr empfindlich. Ein Unterschied der Pflanzen ist der Grund dafür, dass vor allem die Orchidee von der Kombination mit Moos profitiert.
Unterschiede zwischen Moos und Orchidee

Abgesehen von den offensichtlichen Unterschieden zeigt sich bei der Wasserspeicherfähigkeit eine Abweichung.
Regelmäßiges Besprühen kann in sehr trockenen Räumen zwar für Moos genug sein, für Orchideen jedoch meist nicht. Aufgrund ihrer kleineren Oberfläche nehmen sie weniger Feuchtigkeit über die Luftwurzeln auf. Moos kann durch seine Beschaffenheit Flüssigkeit hingegen gut aufnehmen, speichern und wieder abgeben. Es fungiert als eine Art Schwamm, erhöht die Luftfeuchtigkeit in seiner direkten Umgebung und dient als Anzeiger für zu trockene Raumluft beziehungsweise zu wenig Flüssigkeit.
Wird es mit der Orchidee in ein Pflanzgefäß gegeben oder als Unterlage beim Aufbinden verwendet, verbessert das Moos also das Klima in der direkten Umgebung der Pflanze und versorgt diese anhaltend mit Feuchtigkeit. Das Besprühen und Gießen sind dennoch weiterhin notwendig, um eine ausreichende Versorgung sicherzustellen. Sowohl bei dem Gießen als auch bei einem tauchenden Wässern ist unbedingt darauf zu achten, dass überschüssiges Wasser gut abfließen kann. Bei sehr trockener Heizungsluft oder der Verwendung einer Klimaanlage ist das Tauchen dennoch sinnvoll. Denn hierdurch können sich Rinde beziehungsweise Substrat und Moos vollsaugen und die Luftfeuchtigkeit für längere Zeit steigern.
Moos als Speicher verwenden

Moos und Orchideen miteinander zu kombinieren ist auf zwei Wegen möglich. Zum einen können Moosstücke direkt auf das Substrat gelegt und leicht angedrückt werden. Das Vorgehen ist einfach und lediglich mit einem geringen Aufwand verbunden. Allerdings ist die Menge des Mooses durch den Umfang des Pflanzgefäßes stark begrenzt.
Bei der zweiten Variante handelt es sich um das Aufbinden. Hierbei werden Moosstücke auf einen Ast oder ein großes Stück Rinde gebunden. Geeignete Materialien dafür sind strapazierfähiges Nähgarn oder ein Haarnetz.
Die Orchidee wird darauf gesetzt und ihre Luftwurzeln werden mit weichen Bändern auf dem Moos fixiert. Auf diese Weise können die Wurzeln nicht austrocknen, was gerade bei sehr jungen Pflanzen oder der Bildung von Ablegern entscheidend ist.
Eine Alternative kann die Kombination aus Kokosfasern und Torfmoos darstellen. Die Kokosfasern lassen sich durch Draht und Gitter in eine gewünschte Form bringen und das Sphagnum-Moos kann ebenfalls darauf befestigt werden. Die Vorteile hieran sind, dass sich optisch eine große Vielfalt bietet und eine größere Menge Moos zum Einsatz kommen kann.
Expertentipp
Torfmoos beziehungsweise Sphagnum steht unter Naturschutz, da die natürlichen Vorkommen selten und gefährdet sind. Auf ein selbstständiges Sammeln sollte daher unbedingt verzichtet werden. Ein weiterer Grund dafür ist, dass gesammeltes Moos schlechter anwächst und gegebenenfalls durch Tierkot oder -urin verunreinigt sein kann. Auch ein Befall mit Schädlingen ist möglich. Besser ist es daher, Torfmoos im Fachhandel zu erwerben. Hier wird es sehr günstig angeboten.
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